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Wie gemalt

In 200 Jahren hat die Welt sich ziemlich gewandelt und von der politische Brisanz des Stoffes der "Nozze di Figaro" in Mozarts Oper nach der Komödie von Beaumarchais ist nichts mehr übrig geblieben. Die Standesschranken und die Allmacht des Adels ist verschwunden und mit ihr das jus primae noctis ...
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Was bleibt?

Verschwinden, Bewahren, Erinnern, darum kreisen Ludwig Haugk und Stefan Schneider in ihrer Collage "Enthusiasm IX". In Hoyerswerda erobert sich die Natur ein Abrissgebiet zurück, in Wuppertal verschwindet das Naturkundemuseum, in Düsseldorf verschwinden die Tierplastiken des Künstlers Josef Pallen...
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Kategorien: KritikenOper

Der Retter in der Not

Im Nu sind die Plakate der Occupy Bewegung von der Fassade des Bankgebäudes entfernt, und die Mini-Demonstration aufgelöst. Das Gebäude mit grünem Marmor und Holzvertäfelung erinnert in seiner imposanten Architektur an ein Institut an der Kö. Leicht ironisiert wird dieses Gebäude der Machtdarstell...
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Unheimlich

Nichts ist, was es scheint in Benjamin Brittens Oper "The Turn of the Screw" nach der Erzählung von Henry James. Eine Gouvernante tritt ihre neue Stelle auf dem Lande an, wo sie zwei elternlose Kinder betreuen soll. Unter ihr unbekannten Umständen sind der Verwalter Peter Quint und die vorherige G...
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Kategorien: KritikenOper

Körperarbeit

Schrilles Geschrei wie von hoch in der Luft fliegenden Schwalben ertönt, ein Video zeigt Körperformationen in kaleidoskopartiger Verzerrung, unterbrochen von Kreuzzeichen. Dann setzt ohrenbetäubendes Grillengezirpe ein. Der Frühling ist bereits vorbei. Langsam bewegt sich ein Tänzer aus dem Dunkel...
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Kategorien: KritikenOper

Die Frage nach dem richtigen Handeln

Kapitän Vere wird sich erst am Ende seines Lebens bewusst, dass er sich auch hätte anders verhalten und so den Tod eines Menschen hätte verhindern können. In einer Rückblende erzählt Benjamin Brittens Oper "Billy Budd" von den Geschehnissen auf einem britischen Kriegsschiff Anfang des 19. Jahrhund...
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Kategorien: KritikenOper

Verloren in der Welt

Zunächst ein einzelner, geduckter Tänzer auf der Bühne, damit ist schon zu Beginn von Martin Schläpfers "7" der Ton seiner neuen Choreographie angestimmt. Gustav Mahlers 7. Sinfonie bildet die musikalische Grundlage und in der episodenhaften Ausgestaltung nimmt er Bezug auf Mahlers Biografie, Mahl...
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Kategorien: KritikenOper

Opferung

Kirchturmglocken erklingen in der Dunkelheit. Es ist Nacht und damit Zeit für das Erscheinen traumhafter Wesen. Diese sind Transformationen mythischer Gestalten. Angeregt von Igor Strawinskys "Le Sacre du printemps", dessen Uraufführung sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt, verknüpft Akram Khan ...
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Kategorien: KritikenOper

Liebe in Zeiten der poltischen Unruhe

Auch wenn es paradox klingt: es sind vergleichsweise ruhige Zeiten, in denen man sich Eifersucht leisten kann. Wie die desolaten politischen Verhältnisse eines Polizeistaates das private Glück beeinträchtigen können, zeigt die Oper "Tosca". Die titelgebende Heldin lebt zu Anfang noch ganz der Kuns...
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Luisa im Puppenheim

Luisa ist jung, aber so jung denn doch nicht, wie Carlos Wagner sie macht! In seiner Inszenierung von Verdis Oper "Luisa Miller" für die Deutsche Oper am Rhein räkelt sich die Protagonistin im Nachthemd, aus dem sie nicht mehr herauskommt, behaglich im Bett ihres Kinderzimmers. Dieses ist mit kind...
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Fast wie im richtigen Leben

Verstaubte ficus benjamini stehen im Vorzimmer des smarten Minister Narbonne, der gerade sein Amt angetreten hat, ganz unerfahren ist und natürlich alles anders als sein Vorgänger machen will; es soll aufgeräumt, alte Seilschaften sollen gekappt werden. Da er aber anscheinend lieber seinen diverse...
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Alptraumhafter Mythos

Ein eckiger grauer Bau, mit gezackten Türschlitzen und offenen dunklen Fensterhöhlen, einladend ist der Königsplast nicht, stattdessen düster und abweisend. Man ahnt, dass hier das Vergnügen nicht zu Hause ist. Er füllt fast die ganze Bühne aus, bedrängt den Agierenden und lässt ihm kaum Bewegungs...
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Zwischenzeilen

Zeitungen liefern Informationen zu Ereignissen von gestern oder weisen auf Zukünftiges hin, das Gegenwärtige, gerade Stattfindende bleibt jedoch ausgespart. Mit "Re:Zeitung" beziehen sich sechs Tänzer von P.A.R.T.S. FOUNDATION/Anne Teresa De Keersmaeker auf ihr 2008 produziertes Stück "Zeitung". A...
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Variationen von Einsamkeit

Faune und Nymphen sind aus unserem profanen Leben inzwischen ganz verschwunden, aber die narzisstische Einsamkeit mythologischer Wesen lässt sich auch in heutigen Menschen wiederfinden. Jerome Robbins hat seine 1953 kreierte choreographische Interpretation von Debussys "Prélude à l’après-midi d’un...
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Kategorien: KritikenOper

Verwandlungen

Wie schnell ist der Zauber der ersten Tage verschwunden! Die Kaiserin ist noch nicht erwacht, da begibt sich ihr Gatte schon zum Jagdvergnügen. Die Färberin findet sich in einem Hausstand voller unnützer, sie plagender Verwandter wieder, während ihr Mann seiner Arbeitswut frönt oder sich ein Gläsc...
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Kirmesvergnügen

Auf der Kirmes kann schon mal die Liebe abhandenkommen. Karoline will Spaß, Achterbahn fahren und Eis essen. Kasimir hat gerade seine Arbeit verloren, ist daher unausstehlich und vermasselt den ganzen Abend. Kein Wunder, dass sich Karoline bald mehr für den smarten Schürzinger interessiert, zumal ...
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Kategorien: KritikenOper

Kontrollverlust?

Er versteht sie nicht, sie versteht ihn nicht. Wie sollten sie auch? Verstehen sie sich selbst doch nicht. Dass Männer und Frauen Kommunikationsschwierigkeiten haben, ist alt bekannt. Im Stück "Rausch" von Falk Richter und Anouk van Dijk wird dieses private Beziehungsgeflecht im ersten Teil in ...
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ahoffmanns

Zwischen Traum und Wirklichkeit

An der Wirklichkeit kann man schon einmal verzweifeln! Zumal wenn es sich um ein Leben in den stürmischen Zeiten Anfang des 19. Jahrhunderts handelt. E. T. A. Hoffmann hat für sich ein Gegenmittel in der Poesie gefunden. In seinen Erzählungen bricht in das harmlos bürgerliche Biedermeieridyll unve...
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ariepe

Nebelschwaden

Laute Musik zieht den Zuschauer in den Theaterraum. Vier Männer im weißen Tennisdress spielen ein imaginäres Tennisspiel in Nebelschwaden. So beginnt Ben J. Riepes Stück "Don't Ask. Don't Tell", das in Zusammenarbeit mit dem indischen Tänzer und Choreographen Navetej S. Johar im Jahr 2012 entwicke...
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ab15

Die Natur erwacht

Wie ein großer Vogelschwarm erscheinen die Tänzer auf der Bühne, die Türen wurden eben erst geschlossen, das Licht im Zuschauerraum ist noch nicht erloschen. Das erste Stück des Ballettabends in der deutschen Oper am Rhein beschäftigt sich mit dem Individuum und der Gruppe. Aus der dynamisch-heite...
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Kategorien: KritikenOper
a Gynt

Der Tanz der Trolle

Was für ein Lebenslauf! Der Vater verspekuliert sich, wirtschaftet den Hof herunter und stirbt als Alkoholiker. Die verbitterte Mutter vergöttert ihren Sohn einerseits, anderseits schlägt und entwertet sie ihn, der klassische double bind. Peer Gynt, der Sohn, flieht in Lügen und Fantastereien, wir...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Das angeschlagene Selbstgefühl

Zwei Inszenierungen ihres Intendanten Johan Simons hatten die Münchner Kammerspiele an den Osterfeiertagen 2013 auf dem Spielplan. Der Titel ist jeweils schlicht und folgerichtig ein Männername. In beiden Stücken geht es zentral um das Schicksal eines Mannes, der in seinem Wirkungsbereich eine ums...
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Wer zuletzt lacht

Von "politischer Korrektheit" hat man zu Verdis Zeiten noch nichts gehört, und so wird Falstaff in zahlreichen Varianten als Dickwanst beschimpft. Der Umfang seines Bauches deutet auf die Freuden sinnlicher Genüsse hin und steht proportional umgekehrt zum Inhalt seiner Geldbörse: Falstaff ist plei...
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Kategorien: KritikenOper

Das Meta-Ding

Ein Mann steht mit dem Rücken zum Publikum auf der Bühne, unbeweglich, breitbeinig, von einem großen Spot beschienen, während ihn die Drehbühne langsam dem Publikum zuwendet. Er trägt die Insignien der Coolness; dessen, der sich nicht in die Karten gucken lässt: dunkler Anzug, Hut, schwarze Sonnen...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Nachdenken über Heiner M.

Wenn man ins Nachdenken kommt, kann das schon einmal zur Verwirrung führen. Was ist die Wahrheit, die Wirklichkeit, stimmt die eigene Wahrnehmung? Oder ist alles nur Täuschung, Fiktion? Kris Verdonck spielt mit dieser Art der Verwirrung, indem er in seinem Stück "M a reflection" dem wirklichen ...
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In der Zwangsjacke durch den Sturm

Eine trügerische Ruhe liegt über der Stadt. Die schmale, tiefe Bühne mit ihren hohen schwarzen Wänden, die sich nach hinten verjüngen, wirkt eng und unbeweglich wie eine Felsschlucht. Raumgreifende, farbenfrohe Hollywoodschaukeln können nicht über diese beklemmende Atmosphäre hinweg täuschen, die ...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Theater-Fuck

Die Geschichte ist schnell erzählt: Im antiken Griechenland bekämpfen sich Athen und Sparta seit zwanzig Jahren im Peleponnesischen Krieg. Zermürbt von der Sinnlosigkeit dieser Kämpfe verschwören sich die Frauen beider Seiten mit Lysistrata an ihrer Spitze. Sie treten in einen Sexstreik, um von ih...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Triumph der Liebe

Was im Barock an Ausstattungsopulenz bereits üblich war, hier findet es seine adäquate Wiederkehr: falsche Tiere, illusionistische Bühnenmalerei, Drehbühne und ausgeprägte Bühnenmaschinerie, prächtige Kostüme, Geschlechterwechsel in den Rollenbesetzungen mit entsprechenden Verkleidungen und Handlu...
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Kategorien: KritikenOper

Ein afrikanischer Schwan

Die Geschichte vom weißen und schwarzen Schwan des Balletts "Schwanensee" von Pjotr Tschaikowski hat schon viele Interpretationen erfahren und viele Filmplots inspiriert. Aber wie stellt sie sich einem Ballettunerfahrenem ohne jegliche Vorkenntnisse dar, wie interpretiert er das Bühnengeschehen? D...
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aumeda

Auflösung

Ein rechteckiger Lichtfleck auf dem Bühnenboden bezeichnet den Aktionsradius von Hiroaki Umeda in seinem Solostück "Accumulated layout". Zunächst bewegt er kaum merklich nur eine Hand, um dann mit gewohnt weichen, präzisen Bewegungen zu elektronischer Musik seine Bewegungen allmählich bis zur Ersc...
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"Der Revisor"

Münchner Theater in Hochform

Die beiden großen Schauspielhäuser Münchens blühen in farbenprächtiger, wagemutiger, geradezu berstender Vitalität. Mit tollen Stücken und absolut hervorragenden Regisseuren und Darstellern. So jedenfalls an den beiden Abenden, die ich zur Jahreswende 2012/2013 erlebte. Zuerst in den Münchner K...
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abuechner

Zwischen Revolte und Resignation

Die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen am Anfang des 19. Jahrhunderts analysierte Georg Büchner in seinen Werken mit sezierendem Blick. Er stellte den Einzelnen in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen und zwar in dem Moment seines individuellen Scheiterns. Falk Richter hat aus Büchn...
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Kategorien: KritikenSchauspiel
a Don Giovanni

Der verführte Verführer

Don Giovanni der Verführer, der ewige Frauenheld? Karoline Gruber wirft in ihrer Insze¬nierung für die Deutsche Oper am Rhein einen genaueren Blick auf das Libretto und zeigt, dass die Damen sich nur allzu gern von ihm verführen lassen, sind ihre Verlobten doch durchweg spießige Langeweiler. Und d...
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Kategorien: KritikenOper

Im Strudel der Gefühle

Ein zunächst leichter, leiser Bewegungsimpuls entwickelt sich in atemberaubenden Tempo in fließenden Bewegungen weiter. Körperzittern wird bei Louise Lecavalier zu einer ungeheuer faszinierenden weichen Gelenkigkeit, die an Schlenkerpuppen ohne Knochenbau denken lässt. Ihr Bewegungsvokabular orien...
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Kategorien: KritikenOper
ab13

Beziehungen

Es ist das Vokabular des klassischen Tanzes, das George Balanchine in seinem 1941 uraufgeführten Werk "Concerto Barrocco" verwendet, jedoch erlaubt er sich subtile Modifikationen. Er lässt Arme schwingen, Hüften werden ausgestellt, parallele Fußstelllungen werden mit angezogenem Knie und herausges...
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Kategorien: KritikenOper
ahoghe

Die Schönheit der Reduktion

Die Bühne ein leerer dunkler Raum. Zu Bachs "Air" erscheinen nach und nach acht Tänzer und schreiten das Bühnenkaree ab. Im Rhythmus dazu das Klackern der Stöckelschuhe der beiden Tänzerinnen. Nichts weiter als Gehen in einem sich repetierenden Fluss. Körper, die der Musik zu lauschen scheinen. Kö...
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Es bleibt in der Familie

Richard von Gloucester wird weder gefürchtet noch geliebt. In Staffan Valdemar Holms Inszenierung für das Düsseldorfer Schauspielhaus macht man sich lustig über ihn, imitiert sein Krüppeltum, hetzt verbal eine Hundemeute auf ihn. Auf einem Sammelsurium von Stühlen haben die Schauspieler Platz geno...
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Kategorien: KritikenOper

“Narcisses” von Coraline Lamaison im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Die Selbstbeweihräucherung der Kunstszene nimmt Kate Strong ironisch auf die Schippe. Das scheinbar nicht enden wollende Name-dropping von illustren Regisseuren und Choreographen kehrt sie um, indem sie behauptet von diesen allen gefeuert worden zu sein, was natürlich impliziert, dass sie zunächst...
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Kategorien: KritikenOper

Scherbengericht

Das Gericht tagt zwischen Baugerüsten. Der Dorfrichter Adam hat die letzte Nacht nicht gut überstanden. Für seine offensichtlichen Malträtierungen denkt er sich bizarre Lügen aus. Und wie es das Schicksal so will, trifft ausgerechnet jetzt der neue Revisor im Dorfe ein. Zudem ist Adam auch persönl...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Die Träume des Andrej Mogutschi

Ein Fest für Requisite, Bühnentechnik und Kostümbildnerei! Der Regisseur Andrej Mogutschi schöpft aus dem Vollen, um seine Traumphantasien umzusetzen. Absurdität und Surreales haben es ihm angetan. In schnellem Wechsel dreht sich die Bühne in verschiedenen Ebenen, man schwebt in Booten am Himmel u...
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Kategorien: KritikenSchauspiel
„Journey Upwind“

Endloses Warten

Wie Marionetten hängen die Tänzerinnen an Gurten bevor sie von einem Magier zum Tanzen gebracht werden. "Non finito" von Evgeny Panfilov Ballet/Larisa Alexandrova spielt mit der Geschichte der mechanischen Puppe wie sie auch schon in Coppélia erzählt wird. Neu ist hier die freakhafte Gestalt des M...
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Kategorien: KritikenOper

Freiheit bis in den Tod

Leidenschaft, Eifersucht und unbändiger Freiheitsdrang, das sind die Ingredienzien von Georges Bizets Oper "Carmen", die aufgrund ihrer Erzählstruktur und der eingängigen Musik zu einer der beliebtesten Opern zählt. Carmen ist eine Frau, die sich keiner Regel und keinem Menschen unterwerfen will u...
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Kategorien: KritikenOper

Ein teuflischer Pakt

William Hogarths berühmte Kupferstichserie aus den Jahren 1732/33 über die Abenteuer eines Wüstlings hat Igor Strawinsky zu seiner gleichnamigen Oper "The Rake's Progress" inspiriert. Hogarth ist dabei moralisch-satirisch, Strawinsky macht daraus eine Moritat in Mozart'scher Manier. Größer könn...
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Kategorien: KritikenOper
ab12

Tänzerische Verführungen

Wie entsteht ein Kunstwerk? Antoine Jully gibt in seiner Choreographie von "Inside" einen Einblick in den künstlerischen Schaffensprozess und beantwortet diese Frage auf unge¬wöhnliche Weise. Ein Künstler sitzt an einem Zeichentisch und führt eine Tänzerin als Pinsel über ein imaginäres Stück Papier...
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Die ganze Welt ist ein Bühne

Ein raffiniertes Spiel mit Schein und Wirklichkeit, aber auch mit falschen Vorstellungen, die man sich von sich selbst und voneinander macht, das ist das Thema von Pierre Corneilles vielschichtiger Tragikomödie "Illusion". Geistreiche Dialoge, Verwechslungen, Täuschungen und Selbsttäuschungen, Liebe...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Im Kino der Gefühle: Rolle rückwärts ins Glück?

Im nordischen Irgendwo stehen Wohncontainer in schneeiger Landschaft. Hell beleuchtet gewähren sie dem Zuschauer Einblicke ins Alltagsleben eines verliebten Pärchens, einer schwangeren Singlefrau, eines Arbeitslosen auf Freiersfüßen, eines Callboys. In "32 rue Vandenbranden" erzählt Peeping Tom ein ...
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Kategorien: KritikenOper

Vom Schaufeln der Erde

Erde, tonnenweise dunkelbraune Erde den Bühnenboden bedeckend. Keine Spuren von Vegetation. Hinter einem kleinen Hügel steigen menschliche Wesen hervor. Assoziationen zu Bildern anderer Stücke stellen sich ein, an die in Erde eingegrabene Winnie aus Becketts "Glückliche Tage", an Pina Bauschs "Sacre...
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Kategorien: KritikenOper

Schwärmen in Sevilla

Es ist eine alte Geschichte um Liebe, Rivalität und Geld, wobei letzteres bei weitem das Hauptinteresse zu sein scheint. Die reizende Rosina wird von ihrem Vormund Doktor Bartolo wie eine Gefangene gehalten. Um sie sich und vor allen Dingen ihr Vermögen zu sichern, bereitet Bartolo die Hochzeit mit ...
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Sportlich

Anlässlich einer Ausstellung zum Werk von Yvonne Rainer im Kölner Museum Ludwig waren im Tanzhaus NRW in Düsseldorf zwei ihrer Stücke als deutsche Erstaufführung zu sehen. Yvonne Rainer gründete 1962 zusammen u. a. mit Trisha Brown und Meredith Monk das Judson Dance Theater, in dem der postmoderne T...
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Kategorien: KritikenOper

Die Tragik der Illusion

Ein riesiger schwarzer Schiffsbug ragt in die mit japanischen Papierwänden umstellte Bühne. Rote Stege mit der Kontur der japanischen Inseln bedecken den Boden. Die Bühnenaus¬stattung weist damit symbolisch auf den Konflikt in der Oper "Madama Butterfly" hin, die jetzt als Wiederaufnahme einer Ins...
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Lichtblitze in der Dunkelheit

Ein Lichtband, das über die Bühnenwand läuft, ist zunächst das Einzige, was sich in Saburo Teshigawara Stück "Mirror and Music" bewegt, während ein Tänzer, es ist Teshigawara selbst, bewegungslos bleibt. Dann fallen kurze Spotlights auf einzelne Szenen, während der Rest der Bühne in vollkommener D...
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Verborgenes

Ein Vorhang aus eisernen Ketten schirmt den quadratischen Hinterhof ab. Es ist ein Ort der sexuellen Übergriffe, der Gewalt, ein Ort, der dem Blick der Öffentlichkeit entzogen ist. Das Geschehen spielt sich im Verborgenen ab, bis die Ketten krachend zu Boden fallen. In Ihrem Stück "Backyard" nehme...
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Kategorien: KritikenOper

Ein Leben in Angst

Das Gefühl der Angst bestimmt Blanches Leben von Geburt an. Ihre Mutter musste anlässlich eines Festes vor der in Panik geratenen Menge fliehen, bei der zu frühen Niederkunft stirbt sie. Während der Vater Blanches Ängste gar nicht wahrnimmt, neigt ihr Bruder dazu, sie zu sehr zu beschützen, was er...
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Kategorien: KritikenOper

Liebeswirren

Ein Opernstoff im Kleines Haus des Schauspielhauses, kann das gut gehen? Ja, es kann. Können die singen? Ja, sie können (jedenfalls fast alle). Eine halbrunde Bühnenwand aus lauter Tapetentüren, oben, unten, mittig, rechts und links, ein kostbares Intarsienparkett und zwei Cembali reichen als Büh...
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Kategorien: KritikenOper

Kein Glück nirgends

Glück, was ist das? Ein mehr oder weniger kurzer Zustand vollkommener Zufriedenheit und Wunschlosigkeit, ein erhebendes Gefühl, das man zu erhaschen und festzuhalten sucht. In "The Happy Living Trilogy" scheinen Stephanie Thierschs Protagonisten jedoch meilenweit vom Glück entfernt. In dem Solo...
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Kategorien: KritikenOper

Ein himmlischer Festakt

Castor und Pollux sind Zwillingsbrüder, in einer Nacht gezeugt, dieselbe Mutter, zwei verschiedene Väter. Jupiter ist der Vater von Pollux, was diesen zum Halbgott und damit unsterblich macht. Castor dagegen ist ein normaler Sterblicher. Die Brüder sind sich innig zugetan. Beide lieben dieselbe Fr...
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Kategorien: KritikenOper
aumeda

Der Körper als Objekt

Abstrakt, kühl, minimalistisch, von höchster Präzision, mit anstrengendem, technischen Sound und ausgeklügelter Lichtführung, das ist die Gemeinsamkeit beider Stücke des japanischen Choreographen Hiroaki Umeda, die jetzt im Tanzhaus NRW zu sehen waren. Für das Stück "3 isolation" mussten die dr...
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Kategorien: KritikenOper

Verfall und Verbrechen

St. Petersburg im Jahre 1920. In den Wirren der Revolutionstage herrscht Unsicherheit, Hilflosigkeit und Hunger. Während einige den alten Zeiten nachhängen, andere Haltung zu bewahren, sich zu arrangieren oder in religiösem Erweckungserlebnissen eine Gegenwelt aufzubauen suchen, übernehmen Schiebe...
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Kategorien: KritikenOper
a Rachid

"Exposition universelle" von Rachid Ouramdane im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Ein tickendes Metronom, ein lautsprecherartiges Objekt, eine kreisende Stehlampe, auf einer sich langsam bewegenden Drehscheibe ein pechschwarz geschminkter Mann. Eine Bühne voller technischer Spielereien, aber anders als bei den poetischen Tinguely-Objekten von mechanischer Kühle. Sicherlich geht...
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Von Wünschen, Sehnsüchten und Träumen

Die Tänzer in dunklen Kostümen, die Bühne dunkel und leer, der Boden dunkelblau ausgeleuchtet, das ist der Hintergrund auf dem sich der "Lebensweg einer Frau" in Schläpfers Choreographie zum dritten Klavierkonzert von Alfred Schnittke entfaltet. Und dieser Lebensweg hat Höhen und Tiefen. Eine Frau...
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Die Macht der Gefühle

In vier Episoden erzählt Crystal Pite in ihrem Stück "The You Show" von der Komplexität der zwischengeschlechtlichen Liebesbeziehung. Es ist eine Show vom Du, in dem das Ich selbstverständlich immer auch mitgedacht ist. In der ersten Episode wird an den Zuschauer appelliert, sich an eigenes Erleben ...
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Kategorien: KritikenOper
Hamlet

Unentschlossen

Der dänische Hof ist ein güldener Kerker. In seiner Inszenierung des "Hamlet", mit der er zugleich seine Intendanz am Düsseldorfer Schauspielhaus einleitet, lässt Staffan Valdemar Holm die Schauspieler in einem großen leeren Raum - ohne Fenster, ohne Türen - agieren. Dazu gibt es eine ausgeklügelt...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Rasender Stillstand

"Ich bin wie Othello – mein Tagwerk ist vorbei" – soll Richard Wagner auf seinem Sterbebett gesagt haben. Ob diese von seiner Ehefrau Cosima berichtete Geschichte stimmt oder nicht, Tatsache ist, dass es dabei um die Lebensbilanz eines Mannes geht, der der Nachwelt große Werke, vollendete Projekte h...
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Kategorien: KritikenOper

Now & Next FORUM im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Wieder einmal konnte der Zuschauer vier sehr unterschiedlichen Positionen des Choreographennachwuchses im Tanzhaus NRW im jüngsten Now und Next kennenlernen. "Die Geschichte vom gar traurigen Feuerzeug" aus dem Kinderbuch Struwwelpeter dient Sanja Tropp Frühwald als Grundlage ihres Stückes "Vanis...
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ariepe

Ironisches Verwirrspiel

Was ist Rolle, was ist Authentizität? In Ben J. Riepes neuem Stück "Untitled: Natura" versuchen die Darsteller den Zuschauer aufs Glatteis zu führen, wenn sie ihn wie in der Vorstellungsrunde einer therapeutischen Gruppensitzung mit Identifikationsproblemen bekannt machen. Selbstverständlich gehör...
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amacras

Anderswo ist überall

"Dies ist kein Stück über Berlin." so betitelt Constanza Macras à la Magritte gleich zu Anfang ihr Stück "Berlin Elsewhere", mit dem die Spielzeit 2011/12 im Tanzhaus NRW eröffnet wurde. Berlin steht hier als Chiffre für jede moderne Großstadt, denn die widergespiegelten Neurosen lassen sich gewis...
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Tröstung

Der Chor auf einem breiten Balkon im Bühnenhintergrund, das Orchester wie üblich im Graben, das Corps de Ballett auf der Bühne: Himmel, Hölle, Erde? Wenn Martin Schläpfer sich für seinen neunten Ballettabend an der Deutschen Oper am Rhein Brahms "Ein Deutsches Requiem" vorgenommen hat, könnte dies...
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Now & Next im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Das Programmformat "Now und Next" des Tanzhauses NRW bietet den Künstlern die Chance sich zu erproben, sich international und interdisziplinär auszutauschen. Und das Publikum hat die Chance, unterschiedliche Ansätze kennenzulernen. Dass das äußerst spannend und anregend sein kann, zeigte wieder einm...
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Gefesselt

Das Licht ist nicht richtig, der Tanzpartner bewegt sich nicht schnell genug, die drei Musiker machen nicht, was sie sollen. Shanell Winlock hat viel zu tun, um die Männer in Gregory Mansons Stück "Southern Comfort" dazu zu bewegen, ihren Anweisungen für die Probe einer Choreographie zu folgen. Ihr ...
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Kategorien: KritikenOper

Die dunkle Seite des Seins

Renommierte Choreographen empfehlen junge Künstler, das ist die Idee der Reihe "Global Dance Alliances" des Tanzhauses NRW. Dank der diesmaligen Mentoren Gregory Maqoma und Sidi Larbi Cherkaoui wurden die Zuschauer in einem Doppelprogamm mit zwei ausdrucksstarken, südafrikanischen Choreographinnen b...
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Kategorien: KritikenOper

Vögel, Menschen, Wölfe

Vier unterschiedliche Stücke hat Martin Schläpfer für seinen achten Ballettabend an der deutschen Oper am Rhein zusammengestellt. Sein "Streichquarett" von 2005, mit dem renommierten Prix Benois de la Danse ausgezeichnet, bildet den Auftakt. Eindrucksvoll kommt dabei sein eigner Stil der Akzentuie...
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Vergessen und Erinnern

Verspielt und manchmal auch slapstickartig setzt sich Kaori Ito in ihrem Dreipersonenstück "Island of no memory" mit dem Thema des Erinnerns auseinander. So zeigt sie, dass der Verlust des Erinnerungsvermögens nicht nur zu Angst und Unsicherheit führen muss,. sondern auch Freude am Wiederentdecken...
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Übergänge

Die russische Choreografin Olga Pona ist den Düsseldorfern schon durch diverse Gastspiele im Tanzhaus NRW bekannt, und so lässt sich ihre choreographische Entwicklung gut verfolgen. Bereits vor zwei Jahren hatte sie den Weg in die Abstraktion eingeschlagen. In ihrem jüngsten abendfüllenden Stück "Co...
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Pur und Romantisch

Wie schon in seinen bisherigen Ballettabenden für die Deutsche Oper am Rhein bringt Martin Schläpfer auch in seinem siebten unterschiedliche Choreographien zur Aufführung. Hans van Manens Stück "Compositie" aus dem Jahre 1994 bildet den Auftakt des Abends. Zwei einfache quadratische Holztische auf...
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Feuer der Leidenschaften

Brauchen wir heute noch Helden? Und wenn ja, wie sollten sie sein? In einem Prolog zu seinem neuesten Stück "Prometheus Landschaft II" lässt Jan Fabre vielfältige Möglichkeiten durch-deklinieren; immer von der Frage begleitet, ob man verzweifelt sei, und einer anschließenden aggressiven Aufzählung...
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Wir und die Anderen

Elektronische Musik, unterlegt mit Vogelgezwitscher und Grillenzirpen. Drei Skulpturen, an Kricke-Plastiken erinnernd, ein filigranes Drahtgespinst, Schattenrisse auf der Wand. Das ist der atmosphärische Hintergrund, vor dem sich Priovilles Stück "Nous" entfaltet. Drei Tänzer versuchen in 80 Minuten...
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Geknirsch im Körpergebälk

Was geschieht, wenn wir unseren Körper bewegen? In atemberaubendem Tempo ruft uns eine Performerin des Australian Dance Theatre in Erinnerung, wie komplex das System Mensch ist, was bei einer einzelnen langsamen Bewegung in Muskeln und Gehirn abläuft. Allein um in etwa synchron mit der Bewegung ihre...
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Im Warteraum

Warten auf den Abflug, Warten auf die Abfertigung. Warten auf die Ankunft der Liebsten. Das ist das Ausgangszenarium von Stephanie Thierschs neuester Choreographie "as if (we would be)", die am 15.01.2011 im Tanzhaus NRW uraufgeführt wurde. Die Warteräume der Flughäfen der Welt ähneln sich und die...
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Jonglieren in virtueller Landschaft

Präzision zeichnet sowohl Informatik als Jonglierkunst aus. Und wenn beides aufeinander trifft, entsteht eine überaus poetische Performance, zumindest wenn man Adrien Mondot heißt und wenn man beides zu verbinden weiß. Im Tanzhaus NRW war jetzt anlässlich des Festivals Temps d'Image seine Kreation...
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Effiziente Partnersuche?

Nach drei bis zehn Sekunden ist alles gelaufen, dann ist entschieden, ob man das Gegenüber sympathisch oder unsympathisch findet. Das, was man Intuition nennt, speist sich dabei aus der Mimik und Gestik. Und natürlich ist auch das Aussehen entscheidend, wenn Männer Frauen wählen mehr als andersher...
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Young Korean Choreographers´ Night im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

"Transforming View" des Oh! My Life Movement Theater ist eine zeitgenössische Form- und Bewegungsstudie, die auch Qi Gong-Bewegungen in die Choreographie integriert. Park Young-Cool und Jung Lee Su waren absolut aufeinander bezogen und lieferten ein Beispiel äußerster Präzision. Das nachfolgende ...
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Koreanisches Lebensgefühl

Der dritte Abend des Festivals Kore-A moves, das mit der koreanischen Tanzszene bekannt machen möchte, wurde mit drei zeitgenössischen Stücken vom Laboratory Dance Project, der Kompagnie der Korean National University of Arts, im Tanzhaus NRW gestaltet. Diese gehört, wovon man sich an diesem Abend...
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Zwischen Tradition und Moderne

Mit der lebendigen koreanischen Tanzszene, die hierzulande unbegreiflicherweise wenig Beachtung findet, möchte das Tanzhaus NRW im Rahmen des Festivals "Kore-a Moves" bekannt machen. Die Bandbreite reicht vom religiös-zeremoniell geprägten über den klassisch-modernen Tanz bis hin zu jungen noch un...
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Schattenspiele

Now & Next, so nennt sich eine Programmreihe des Tanzhauses NRW, die auf junge Talente aufmerksam machen will. In diesem Rahmen war im Oktober 2010 zunächst die Performance "Beginning" zu sehen. Während Andrea Bolzic, ganz in Weiß gekleidet, sich bewegte, zeichnete Julia Willms dazu mit schwar...
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ariepe

Auf den Hund gekommen

Hundstage das sind die heißen Sommertage, von denen es in diesem Sommer mehr als genug gab. Und "Hundstage" betitelt Ben J. Riepe sein neuestes Stück, das während eben dieser heißen Tage im Mousonturm in Frankfurt entstand, und jetzt im Tanzhaus NRW uraufgeführt wurde. Es handelt davon, was übrig bl...
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Missglückter Flug

Sommer auf dem Lande. Arkadina, eine gefeierte Schauspielerin, besucht ihren Bruder Sorin auf ihrem Gut. Begleitet wird sie von ihrem Geliebten Trigorin, einem berühmten Schriftsteller. Ihr Sohn Konstantin hat ebenfalls schriftstellerische Ambitionen. Er liebt Nina, die Schauspielerin werden will,...
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Tradition und Moderne

Wie Schattenrisse bilden sich die Silhouetten zweier Tänzer vor einer Videoleinwand ab. Es donnert und regnet. Mit diesem stimmungsvollen Gewitterbild beginnt die Aufführung von "Le Sacre du Printemps" der Companie Heddy Maalem. Sie bildete den Abschluss des SACRE PLUS Festivals im Tanzhaus NRW. ...
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Der enthusiastische Dirigent

Im Rahmen des Festivals "Sacre Plus" trat Xavier Le Roy im Tanzhaus NRW auf. Der französische Choreograph sorgte mit seiner ungewöhnlichen Interpretation von Igor Strawinskys "Sacre du Printemps" für Irritationen, denn statt einer getanzten Version sah man ihm beim Dirigieren eines imaginären Orch...
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Bekannte Gefühle

Dario Fos Stück "Offene Zweierbeziehung", 1983 uraufgeführt, war in den 1980er Jahren ein beliebtes Theaterstück, thematisiert es doch die damals brisante Frage, wie eine Partnerschaft oder gar Ehe ohne Lüge und Spießertum in Freiheit geführt werden könne. Die Lösung, die sich anbot, war die sogen...
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b.05 Balletabend in der Deutschen Oper am Rhein

Schuberts Walzer in einer Einspielung mit Violine und Gitarre regten Martin Schläpfer zu seiner "Pezzi und Tänze" betitelten Choreographie an, die jetzt den Auftakt zu seinem fünften Ballettabend in der Deutschen Oper am Rhein bildet. Diese Walzer werden in Kontrast zu den 1956 entstandenen Tre Pe...
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"Die Länge von 100 Nadeln" von Josef Nadj im Tanzhaus NRW Düsseldorf

Auf ein ungarisches Sprichwort über die Arbeit, die nie endet und vergebens ist, bezieht sich der Titel "Die Länge von 1000 Nadeln" der Performance von Josef Nadj, die jetzt anlässlich von "Scene Ungarn in NRW" im Tanzhaus NRW zu sehen war. So merkwürdig wie der Titel war auch das ganze Unternehme...
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Widersprüche

Was haben Burka und Bondage gemeinsam? Zwei scheinbare Gegensätze? Der Titel der neuen Produktion von Helena Waldmann macht neugierig und setzt Überlegungen in Gang. Die aktuellen Debatten über das Tragen der Burka in westlichen, christlich geprägten Ländern, das Verbot der Burka in Belgien, die w...
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Das letzte Kapitel von der Geschichte der Welt

"Wir sehen, daß in dem Maße, als in der organischen Welt, die Reflexion dunkler und schwächer wird, die Grazie darin immer strahlender und herrschender hervortritt", schreibt Heinrich von Kleist 1810 in seiner kleinen Studie über das Marionettentheater, in der er Überlegungen zu Korrespondenzen zw...
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Die Macht der Vampire

Ein Alptraum wird wahr. Der Milliardär Meisner ist entführt worden und findet sich auf einem OP-Tisch wieder. Zur Identifizierung wird ihm eine Gewebeprobe entnommen. Alles Argumentieren und Verhandeln nützt nichts. Zum ersten Mal in seinem Leben steht er einem ebenbürtigen Gegner gegenüber, ist ihm...
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Gemischte Gefühle

"Baker's Dozen" von Twyla Tharp bildet den heiteren Auftakt des vierten Ballettabends von Martin Schläpfer in der Deutschen Oper am Rhein. Minutenlang lauscht das Publikum im unbeleuchteten Saal den vom Ragtime inspirierten Klängen von Willie "The Lion" Smith, am Klavier von Cécile Tallec gespielt...
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Frühlingserwachen

Als "L’Après-midi d’un Faune" nach der Musik von Claude Debussy im Jahre 1912 von Waslaw Nijinsky uraufgeführt wurde, löste es einen riesigen Skandal aus, und Nijinski wurde mit seiner bahnrechenden Interpretation zum Wegbereiter des modernen Tanztheaters. Marie Chouinard schuf 1994 eine eigene Vers...
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Balzrituale

Endlich ist der Frühling gekommen, die Sonne scheint, es wird wärmer und beginnt zu blühen, die Tierwelt ist in Paarungslaune. Ganz passend zur Jahreszeit kam jetzt "Out of context" von Alain Platel im Tanzhaus NRW zur Aufführung. Das Stück beginnt ganz gemächlich, die sechs Tänzer und drei Tänzerin...
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Im Labyrinth

Unmöglich, die verwickelte Handlung des Orlando furioso von Ariost in kurzen Worten zusammenzufassen. Unmöglich, diese Geschichte auf der Bühne wiederzugeben. Dennoch scheint die Erzählung aus der Renaissance so zu faszinieren, dass sich Händel in drei Werken ihrer angenommen hat und dass sich Coc...
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