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Intrigen und Verrat

Das Stück beginnt mit einer kleinen intimen Szene wie von Georges de la Tour gemalt: auf der dunklen Bühne zwei Frauen, von unten beleuchtet, in flüsterndem Gebet vereint, Maria Stuart (Melanie Kretschmann) und ihre Amme Hanna Kennedy (Susanne Tremper). Mit einem ein durchdringenden elektronisches S...
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Eine Frage der Ehre

Klara, die Tochter des Tischlermeisters Anton, erwartet von ihrem Verlobten Leonhard ein Kind. Dass ihr Vater die erhoffte Mitgift seinem alten, bedürftigen Lehrmeister geschenkt hat, wurmt Leonhard sehr. Als Klaras Bruder Karl des Juwelendiebstahls verdächtigt und verhaftet wird, nimmt Leonhard das...
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Kategorien: KritikenOper

Abrupte Beziehungen

"Sudden Birds" hatte die in Jerusalem geborene Yasmeen Godder ursprünglich für das Curtain Up Festival 2002 choreographiert. Es gelangte jetzt im Tanzhaus NRW zur Wiederaufführung. Zu elektronisch verfremdeter Cellomusik, von Karni Postel live gespielt, loten auf einer leeren weißen Bühne vier ...
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Lost in Translation

Die Abflughalle eines Flughafens ist sozusagen das globale Dorf, in dem sich Menschen unterschiedlichster Kulturen begegnen. Und genau diesen Ort hat Akram Khan für sein Stück "Bahok" gewählt. "Bahok" ist das bengalische Wort für einen Lastenträger, und nun könnte man sich fragen, welche Lasten hier...
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Italienische Verhältnisse?

Im Studio 6 des Tanzhauses NRW, einer Art Werkstattbühne, hatte am 27.08.08 das Stück "Anmerkung 134" von Ludica seine Uraufführung. Der Titel bezieht sich auf das Kapitel "Anmerkung 133" des Romans "Petrolio" von Pier Paolo Pasolini, den er nicht mehr vollenden konnte. Impliziert wird damit eine ...
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"Origine"

In Sidi Larbi Cherakaouis jüngstem Stück "Origine" (Uraufführung war am 7.2.08 in Antwerpen) treffen Orient und Okzident, Mittelalter und Gegenwart aufeinander. Für seine Choreographie hat er sich zunächst von den Liedern der Hildegard von Bingen inspirierein lassen, wobei im Verlauf der Erarbeitung...
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Kategorien: KritikenOper

Leiden an der Banalität des Alltags

Die Uraufführung der ersten Fassung von Antonin Tschechows erstem Bühnenwerk "Iwanow", 1887 in nur drei Wochen geschrieben, fand im November 1887 in Moskau statt. In einer neuen deutschen Übersetzung von Alexander Nitzberg, behutsam modernisiert, hatte es jetzt am Kleinen Haus des Schauspielhauses D...
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Familienzwist in Hause Buddenbrook

Thomas Manns Roman "Buddenbrooks", im Jahr 1901 erschienen, schildert auf 700 Seiten den "Verfall einer Familie". 1929 erhielt er für diese grandiose Werk den Nobelpreis für Literatur. Naturgemäß lässt sich ein so opulentes Werk nicht in seiner ganzen Breite auf die Bühne bringen. In der Theaterfass...
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Zwischen Orient und Okzident

In ihrer ersten Solo-Produktion, die am 3.2. 08 im Tanzhaus NRW zu sehen war, zeigte Raksan die ganze Breite ihres Könnens. Zur Einstimmung gibt es Granatäpfel als Gastgeschenk. Facetten des orientalischen Tanzes werden sowohl zu klassisch orientalischer Musik als auch zum Zirkusmarsch gezeigt. Ein ...
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Gewalt und Sinnsuche

Nach einer Ausbildung an der Jerusalem Academy for Dance and Music war Hofesh Shechter Mitglied der Bathseva Dance Company in Tel Aviv. In Europa wollte er eigentlich als Schlagzeuger Karriere machen. Inzwischen in London beheimatet, macht er zunehmend als Choreograf auf sich aufmerksam. Zwei sein...
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Kategorien: KritikenOper
ahoghe

Bolero der Langsamkeit

Der "Bolero" ist Maurice Ravels bekanntestes Orchesterwerk. 1928 für Ballett geschrieben, wurde es im selben Jahr an der Pariser Oper uraufgeführt. In ca. 15minütiger Dauer werden zwei unveränderte Motive 18mal in wechselnder akkumulierender Instrumentierung wiederholt, bis zum Schluss alle Stimmen ...
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Flaschenspiele

Ein Tisch, mehrere Stühle, eine Ansammlung von Bierkästen und leeren Bierflaschen. Drei Männer und ein Trompete spielender Musiker allein zu Haus. Statt sich in der Wohnküche einer Männer-WG der Langeweile zu ergeben, lässt man sich in Felix Bürkles "beckett, beer and cigarettes" von der Umgebung ...
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Verlorenes Paradies

Wolken ziehen auf einem Videoscreen, der in 8 x 9 Felder gerastert ist und den ganzen Bühnenhintergrund ausfüllt, im Großformat vorüber. Zikaden zirpen, dazu ertönt ruhige Klaviermusik unterbrochen durch den wiederkehrenden Ton einer hell anschlagenden Klingel. Eine meditative Stimmung breitet sic...
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Sezuan als Brennpunkt

Die Armenviertel wachsen. Immer mehr Menschen leben in Not und Elend. Sie lungern herum, verwahrlosen, hungern, stehlen und betrügen. Die Reichen verbarrikadieren sich und hoffen, vom Volkszorn verschont zu bleiben. Göttliche Erscheinungen haben da keinen Platz mehr. Aber das Überirdische wird ...
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Der Strom der Bewegungen

Eine kahle Bühne, über dem Tanzboden schwebt ein großes, filigranes, weißes Drahtgeflecht, an zarte Äste erinnernd. Eine Tänzerin in weißem Overall liegt am Boden, bewegt kaum spürbar einige Gliedmaßen, ist wieder ruhig bis sie mehr und mehr zu Leben erwacht. Soli und Duoparts der beiden Tänzerinnen...
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Mozart getanzt

"Mozart? Mozart!" ist die erste Ballettpremiere an der wiedereröffneten Rheinoper. Aufgeführt werden "Requiem" in der Choreographie von Petr Zsuka, "Petite Mort" und "Sechs Tänze" choreographiert von Ji?i Kylián. Das "Requiem" ist Mozarts letzte Komposition, sie blieb unvollendet. Zur Aufführung ...
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Probestücke

Vierteljährlich präsentiert das Tanzhaus NRW Tanztheaterstücke der jüngeren Choreographen-Generation. Bei "Tanz Tank 24" wurden nun drei neue Stücke gezeigt. Die junge Choreografin Raisa Kröger setzte sich zusammen mit Katharina Meyer in ihrem Duett "b", mit der Körperwahrnehmung in Raum und Zeit...
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Der andere Tod

Gustav von Aschenbach, einen einzelgängerischen, berühmten, disziplinierten Schriftsteller, hat die Reiselust gepackt. Von seinem alljährlichen Sommeraufenthalt in den Bergen hat er genug, und so zieht es ihn dieses Mal nach Pola an die Adria. Unzufrieden und unentschlossen reist er jedoch bald wied...
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Liebe in den Zeiten des Überdrusses

Für eine Wüstenbar ist die Cactus Bar zu stylish: spiegelnder Boden und spiegelnde Wände, rote Poufs, eine Sitzgelegenheit geformt wie ein Kaktus, auch die DJane hat ihre Musikanlage in einem roten Plüschkaktus aufgebaut. Anfangs legen ein Rockgitarrist, ein Conferencier und zwei Tänzer, die sich de...
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Kategorien: KritikenOper

Ein heiteres Scheitern

Paula, ledig, etwas über vierzig, ist verzweifelt: besteht doch bei ihr der Verdacht auf Gehirntumor. Voller Panik versucht sie eine Überdosis Schlaftabletten in einer Arztpraxis zu erpressen. Leider hat sie sich jedoch im Haus geirrt und überfällt eine Bank. Bis zum Tag der endgültigen Diagnose beg...
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Im Geflecht der Gefühle

"Pelléas et Mélisande" ist Claude Debussys einzige Oper, 1902 uraufgeführt, entstanden nach dem gleichnamigen Drama des belgischen Symbolisten Maurice Maeterlinck, das von der Poesie des Unausgesprochenen lebt. „Wenn ich es Ihnen sagen könnte, würde ich es sagen“, entgegnet Mélisande auf Golauds Fra...
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Die Festgesellschaft der Aufbegehrenden

"Ein Fest für Boris" ist Thomas Bernhard erstes Theaterstück, das er 1966 für die Salzburger Festspiele als Auftragsarbeit geschrieben hatte, das damals aber nicht zur Aufführung kam, weil es zu "düster" sei und man "Rücksichten auf die Nerven unser empfindsamen Gäste" nehmen müsse. 1970 wurde es sc...
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Die Macht der Gefühle

Kleists "Käthchen von Heilbronn" ist eine verwegene Geschichte mit einer Handlung wie im Märchen - mit König, Prinz, verwunschener Prinzessin, böser Hexe, rettendem Cherubim und Traumprophezeiung in der Silvesternacht. Amelie Niermeyer versucht in ihrer jetzigen Inszenierung am Düsseldorfer Schauspi...
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Kategorien: KritikenOper

Die Liebe im Weltenraum

Mit "Amour espace", das am 6.9.07 im Tanzhaus NRW uraufgeführt wurde, präsentiert Ben J. Riepe sein viertes Stück. In seinem ganz eigenen Sprachduktus gelingt es ihm grandios und überaus stimmig, von der Liebe in eisigen Zeiten zu erzählen. Die Bühne ist wie schon in seinem letzten Stück "Happy E...
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"Amjad" von La La La Human Steps

Die Melodien von "Schwanensee" und "Dornröschen" erinnert jeder, auch wenn man noch nie eine Aufführung dieser Ballette gesehen hat. Der Choreograph Édouard Lock hat sich der beiden Klassiker angenommen und sie für sein modernes Tanztheaterstück "Amjad" adaptiert. "Amjad" ist ein arabischer Vorname,...
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"St. Kilda – Insel der Vogelmenschen"

St. Kilda, eine kleine Insel im nördlichen Atlantik, wurde 1930 nach jahrhunderterlanger Besiedlung von den letzten Bewohnern verlassen, deren Haupterwerbsquelle die Vögel waren. Ihre Federn dienten ihnen als Bett, die Eier und das Fleisch als Nahrung, die Exkremente als Heizmaterial. Das felsige, k...
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Compañia Tangokinesis im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

In einem Gastspiel der Compañia Tangokinesis am 21.4. 2007 im Tanzhaus NRW waren die neun (statt der angekündigten zehn) Tänzer technisch perfekt und boten eine durchweg schnell getanzte Aufführung. Die Choreografie bestand aus einer Abfolge von einzelnen, hinter einander gereihten Tänzen und war mi...
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Kategorien: KritikenOper

Puppenmord

Puppen üben seit jeher eine Faszination aus. Der Mensch sucht in ihr sei Alter Ego, belebt sie, indem er ihnen Eigenschaften andichtet. Von Pygmalion über E.T.A. Hofmanns Olimpia und Oskar Kokoschkas Puppenfetisch, den er sich anfertigen ließ, als er von seiner Geliebten Alma Mahler-Werfel verlassen...
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Die Dekonstruktion des Körpers

Was für eine Vielfalt an orthopädischen Gehhilfen! Rollatoren, Rollbretter, Stangen, Flugseile, lange Krücken und extrem kurze Krücken, Krücken an Armen, Stirn, Brust, Kinn und Mund. Üblicherweise dienen sie körperlich Eingeschränkten zur Fortbewegung, in Marie Chouinards "bODY_rEMIX/gOLDBERG-vARIAT...
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"Exile Within" von Galili Dance am 4.3. im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Exil bedeutet Verlust und Verbannung, aber auch Rettung vor Widrigkeiten am angestammten Ort. Das innere Exil, mit dem uns Itzik Galili bekannt macht, zeigt das  Verbanntsein im eigenen Ich. Itzik Galili erzählt vom Versuch, aus dieser Gefangenschaft, d.h. aus der selbst auferlegten Begrenzthei...
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Kategorien: KritikenOper

"Faust " in der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf

Gounods Faust strebt nicht nach Ruhm, Ehre, Erkenntnis, nein, er befindet sich in der Alterskrise und wünscht sich stattdessen Jugend und Leidenschaft. Und so lässt er sich willig auf einen Pakt mit Méphistophélès ein, der ihm in Nu wieder jugendliches Aussehen verschafft und ihm die reizende, unsch...
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Kategorien: KritikenOper

The other Side of the River & Waiting

Olga Pona zeigte im Tanzhaus nrw in einem Doppelprogramm zwei ihrer Choreografien, die deutsche Erstaufführung  des 80-minütigen "The other Side of the River" und das 30-minütige "Waiting" von 2002. Olga Pona und ihre Kompanie sind in Chelyabinsk, einer russischen Industriestadt in Sibirien beh...
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"Will it Be a Likeness? – Ist es, ist es nicht"

Vielleicht wäre es besser Bilder im Radio anzusehen, als im Fernsehen (oder sogar im Museum)? Diese Frage war ein Thema der Aufführung von "Will it Be a Likeness? – Ist es, ist es nicht" von John Berger und Juan Muñoz im Tanzhaus NRW. Diese Neueinrichtung des 1996 im Bockenheimer Depot des Frankfurt...
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"Hänsel und Gretel"

Von Stiefmüttern und Schutzengeln

Alle Jahre wieder hänselt und gretelt es auf deutschen Opernbühnen - alle Jahre wieder dieselben Szenen, wenn der Zuschauernachwuchs von fürsorglichen Erziehungsberechtigten erst zu Stuhle und dann (hoffentlich) zur Ruhe gebracht wird - alle Jahre wieder dieselbe Ungeduld auf den Gesichtern, wann da...
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Kategorien: KritikenOper
Caligula, römischer Kaiser, verliert seine Schwester und Geliebte Drusilla. Fortan strebt er nach dem Unmöglichen. Und er strebt nach bedingungsloser Freiheit. Mit kalkulierter Lust und grausamer Logik treibt er dabei die Rücksichtslosigkeit seiner Umw

"Ouvertüren der Einsamkeit"

Er gilt als einer der größten Schurken und Lüstlinge der an solchen Schauergestalten ohnehin überreichen Weltgeschichte: der römische Kaiser Caligula (12-41). Nimmt man noch den angeblichen Wahnsinn und das gewaltsame Ende hinzu, so sind alle Momente beisammen, um aus dem politisch eher unbedeutende...
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Kategorien: KritikenOper

Studien zur Stille

"Still Live", die am 5.1.07 im Tanzhaus NRW uraufgeführte Choreografie des Spaniers Salva Sanchis, Absolvent der belgischen Talentschmiede P.A.R.T.S., ist eine intellektuelle Auseinandersetzung mit der Stille und dem Nichts. Ein einzelner  weißer, rundlicher Stein ist deutlich am linken vordere...
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Kategorien: KritikenOper

"Swan Lake, 4 Acts" von Raimund Hoghe

"Schwanensee" zählt zu den bekanntesten  Ballettstücken. 1877 im Bolschoi-Theater uraufgeführt, erzählt es die tragische Geschichte der in einen weißen Schwan verwandelten Prinzessin Odette, die nur durch treue Liebe erlöst werden kann. Prinz Siegfried verliebt sich in sie und möchte sie auf se...
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Kategorien: KritikenOper

Sacre - The Rite of Spring von Raimund Hoghe

Mit dem Beginn des Tanztheaterstücks "Sacre – The Rite of Spring" lässt Raimund Hoghe sich viel Zeit. Auf der Bühne liegen zwei Körper  (Raimund  Hoghe und Lorenzo de Brabandere) im rechten Winkel mit dem Gesicht auf dem Boden und mit den Füßen übereinander. Das Licht wird ganz allmählich ...
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Kategorien: KritikenOper
DŸsseldorfer Schauspielhaus "HERZ und MUND und TAT und LEBEN"

"Herz und Mund und Tat und Leben"

Pierre Bourdieus Studien "Das Elend der Welt", 1993 veröffentlicht, liefern die Textgrundlage für das im Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführte Musiktheaterstück "Herz und Mund und Tat und Leben". In seiner soziologischen Untersuchung lässt Bourdieu die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten selbst ...
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Kategorien: KritikenSchauspiel
Vom „Anfang der neuen Operette“ hatte begeistert der Schriftsteller Felix Salten gesprochen. Bis heute gilt "Die lustige Witwe" als das berühmteste Werk Franz Lehárs. Ein gut geschriebenes Textbuch und zugkräftige musikalische Nummern sichern ihm

Neureich Rass’ -

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Kategorien: KritikenOper

Der verwundbare Körper

Als deutsche Erstaufführung präsentierte das Tanzhaus NRW, aus Anlass der Ausstellung "Francis Bacon. Die Gewalt des Faktischen" (Kunstsammlung NRW), am 16.11.06 das von der niederländischen Choreographin Nanine Linning konzipierte Stück "Bacon". Nicht Bacons Biographie war dabei Inspirationsquelle,...
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Kategorien: KritikenOper

Das Blau des Himmels -

Spätestens seit Jean-Pierre Ponnelles legendärem Mozart-Zyklus in den 70er Jahren gilt das Kölner Opernhaus für "Così fan tutte" als besonderes Pflaster. Und wenn in der Person von Regisseur Michael Hampe auch noch ein langjähriger Intendant an die frühere Wirkungsstätte zurückkehrt, ist für nostalg...
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Kategorien: KritikenOper

Mit lauter Lichte -

Wer sich dem Ballettklassiker "Giselle" nähert, bekommt es unweigerlich mit jeder Menge von Requisiten, Gesten und Gebärden zu tun. Mancher Plunder ist darunter, der getrost in den Archiven der Musikgeschichte verstauben mag. Aber auch die eine oder andere Frage, die noch jede Aufführung dieses Stüc...
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Kategorien: KritikenOper

"Purushartha" von Attakkalari Centre for Movement Arts

Auf die Suche nach dem "Sinn des Lebens" (so die Bedeutung des Titels "Purushartha") begibt sich die Compagnie Attakkalari Centre for Movement Arts aus dem indischen Bangalore zusammen mit der japanischen Multimedia-Künstlergruppe NEST aus Tokio. Klassische indische Tanzformen vermischen sich mit ze...
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Kategorien: KritikenOper

Die Genese der Gewalt

"N" ist eine Koproduktion der französischen Ballettcompagnie Angelin Preljocaj mit Granular Synthesis, hinter der sich das deutsch-österreichische Künstlerpaar Kurt Hentschläger und Ulf Langheinrich verbirgt. In der Mathematik bezeichnet "N" die unbestimmte Konstante, aber "N" könnte auch niemand un...
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Kategorien: KritikenOper

Blütenlese mit Leerstellen

2006: Mozart-Jahr, Schumann-Jahr, Heine-Jahr - viel der Ehrungen, manchmal zu viele, wenn man bedenkt, dass die auf diese Weise Bedachten auch sonst nicht gerade unterrepräsentiert sind im heutigen Kulturbetrieb. Angesichts dessen liegt es nahe, das runde Datum, ob Geburts- oder Sterbejahr, für alle...
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Kategorien: KritikenOper
Lohengrin K ln

Weltklasse im Niemandsland

"Wann geht der nächste Schwan?" Mit dieser Frage soll sich einst der gefeierte Wagner-Tenor Leo Slezak ans Publikum gewandt haben, nachdem er den "Einstieg" verpasst hatte und die Requisite im Bühnenhintergrund verschwunden war. Über die Situationskomik hinaus macht die häufig erzählte Anekdote eine...
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Drei Schwestern 01

Russische Eiszeit

Das Eingangsbild lässt bereits erahnen, wie sich das weitere Bühnengeschehen entfalten wird. Leer, abgestumpft und voneinander isoliert hocken die drei Schwestern und ihre alte Haushaltshilfe jeweils allein an einem der im Bühnenraum großzügig verteilten Tische. Das Wohnzimmer der drei Schwestern Ir...
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H rst du mein heimliches Rufen D sseldorf2

Todesengel und springlebendige Wohlstandsleichen

Achtung! Der Mann ist ein grinsender Höllenhund des Kapitalismus. Als Toprepräsentant eines deutschen Rüstungskonzerns verströmt er ein unverschämtes Maximum an selbstzufriedener Arroganz. Gleich zu Beginn hält er eine köstliche Rede an Mitarbeiter und Gäste, in der er die Rolle der Waffenindustrie ...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

silke z.: resistdance "überMut"

Die Performance "überMut" ist die Frucht einer zweijährigen Arbeit zum Thema Mut. Mut in vielen seiner Facetten wurde in den "Mutproben 1-5" gezeigt. Die gestrige Uraufführung geht einen Schritt weiter und führt in verschiedenen Spielsequenzen vor, wie es vom Mut zum Übermut kommt. In einem Video...
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Kategorien: KritikenOper
Die Abgeordneten aus ganz Europa stehen kurz vor der Verabschiedung eines Papiers, welches das gemeinsame kulturelle Erbe hervorheben soll. Da erstaunt es nicht, dass der umtriebige Onur höchst ungelegen kommt. Dessen Versuche, kulturelle Vorurteile abzu

"We are the Champions"

Wenn es die wichtigste Aufgabe einer Theaterkritik wäre, das Publikum zum Besuch neuer Produktionen zu verführen oder davon abzuhalten, dann würde sich der folgende Artikel erübrigen. In Sachen "Europa für Anfänger" hat dieses Publikum, der Souverän, längst entschieden, gehört doch Erik Gedeons "Abe...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

"Reproduction".

Die Bühne im Tanzhaus NRW ist diesmal eine rechteckige Plattform, um die sich die Zuschauer gruppieren, sie nehmen auf Augenhöhe am Bühnengeschehen teil. Acht Personen betreten diese Bühne zu einer Art Punkrockmusik. Sie setzen sich in die Pose von jungen, androgyn gestylten Männern, wie man sie in ...
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Kategorien: KritikenOper

Neuer Tanz aus Japan

Am 15.08.06 wurde die Spielzeit im Tanzhaus NRW in Düsseldorf mit der Vorstellung von drei verschiedenen Positionen des japanischen zeitgenössischen Tanzes mit den Kompanien Batik, Buto-sha Tenkei sowie Tomohiko Tsujimoto eröffnet. Alle drei Arbeiten wurden zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Un...
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Kategorien: KritikenOper

Hamlet als Studentenfutter

Seit 1991 steht auf der Neusser Rennbahn, umrahmt von Bäumen, ein Nachbau von Shakespeares Globetheater. Jedes Jahr werden dort mit einem sommerlichen Festival die unvergänglichen Stücke des elisabethanischen Weltgenies zum Leben erweckt. Eingeladen werden Inszenierungen aus vielen Ländern, ein Schw...
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Kategorien: KritikenOper

"Double Deux" von Gilles Jobin

In der Eingangsszene von "Double Deux", einer Choreografie des Schweizers Gilles Jobin, wirbeln sechs Tänzerinnen und sechs Tänzer fast zehn Minuten scheinbar ungeordnet zu lauten Technobeats in einem atemberaubenden Tempo über die Bühne. Körper rollen und strecken sich, fallen um, gleiten durch den...
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Kategorien: KritikenOper
Figaro Salzburg2

Beklemmendes Psychodrama

Skepsis schien angebracht bei all dem Hype, der im Vorfeld um die Eröffnungsproduktion der diesjährigen Salzburger Festspiele entfacht worden war: Vielversprechender Auftakt für das bislang einzigartige Projekt, alle zweiundzwanzig Bühnenwerke Wolfgang Amadeus Mozarts in dessen Gedenkjahr aufzuführe...
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LA CIFRA (DAS RÄTSEL MIT DEN BUCHSTABEN)

Vertan, aber nicht versungen

Wann immer von Antonio Salieri (1750-1825) die Rede ist, geht es alsbald weniger um seine Werke, sondern um seine angebliche Rivalität zum genialen Zeitgenossen Mozart - und um das haarsträubende Gerücht, wonach er, angetrieben von Neid und Mißgunst, diesen heimtückisch ermordet habe. "Ich möchte Sa...
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Virtuoses Vexierspiel

"Einmal dem Fehlläuten der Nachtglocke gefolgt - es ist niemals gutzumachen." Ob Roland Schimmelpfennig (Jahrgang 1967) an diesen berühmten Schlußsatz aus Kafkas Erzählung "Ein Landarzt" gedacht hat, als er sein Drama "Die Frau von früher" schrieb? Sicher ist, dass auch bei ihm das Verhängnis direk...
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Hochtourig überdreht

"In a good play every speech should be as fully flavoured as a nut or apple." - Es ist in der Tat ein hoher Maßstab, den der irische Dramatiker John Millington Synge (1871-1909) an ein gutes Theaterstück anlegte. Und, seien wir einmal ehrlich, wie viele Bühnenwerke, darunter auch ganz namhafte, verb...
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Im Neuland der Künste

Valère Novarina dürfte hierzulande wenig bekannt sein. In Frankreichs Theaterszene genießt er den Ruhm eines geliebten und gehassten, immer funkelnden Solitärs. Er wurde 1947 als Sohn eines Architekten und einer Schauspielerin bei Genf geboren und wuchs in Frankreich auf. Spielen und konstruieren, ...
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Der Nachwuchs als Brandbombe

„Die mögen uns noch weniger als wir uns nicht mögen“, stöhnt die hilflose Mutter angesichts ihrer pubertierenden Kinder, von denen ihr vorwiegend Hass oder Verachtung entgegenschlägt. Wenn man sich tief innen selbst nicht akzeptieren kann, wie sollen einen die Kinder respektieren? Doch das ist nur e...
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Macbeth D sseldorf

Der Mensch - ein Untier mit Gewissensbissen

„Macbeth“ ist Jürgen Goschs sechste Inszenierung am Düsseldorfer Schauspielhaus. Jede einzelne war auf ihre Weise herausragend. Das Gorki-Stück „Sommergäste“ wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen und als beste Inszenierung des Jahres 2004 ausgezeichnet. Ob man als Zuschauer auf eine Arbeit vo...
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Im Glück und Anderswo

Das Düsseldorfer Theatermuseum residiert in einem dekorativen alten Stadtpalais am Rand des Hofgartens und besitzt im Erdgeschoß einen hübschen Veranstaltungsraum, wo immer wieder kammerspielerische Leckerbissen literarisch-theatralischer Art ein begeistertes Publikum finden. In den letzen Tagen wa...
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Mit Schwung ins Eigentor

Auf dem Weg zum Düsseldorfer Schauspielhaus dachte ich an die herrlichen Lesestunden, die ich mit Thomas Brussigs berühmtem Wenderoman „Helden wie wir“ verbracht hatte und freute mich auf sein Monologstück „Leben bis Männer“. Ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, ich erlebte einen vergnüglichen,...
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Kategorien: KritikenOper

Nathan darf nicht sterben !

Palästina 1946. Ein polnisch-jüdisches Paar. Und ein palästinensisches Paar. Die beiden Juden hat es nach dem Holocaust hierher verschlagen; sie versuchen, in der fremden Welt eine Heimat zu finden. Palästina wird zu Israel. Die beiden Palästinenser müssen den jüdischen Einwanderern Platz machen, si...
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Illegal 3

Verwirrung in orange

Wenn man der Hauptfigur dieses Stücks glauben will, dann hat die berühmte orangene Revolution in der Ukraine nicht Freiheit und Begeisterung, sondern Chaos und Verzweiflung gezeitigt. Wer dort seine Sinne einigermaßen beieinander hat, will in den goldenen Westen fliehen. Offenbar besonders die Fraue...
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Hier kommt der grosse Zampano

Es gibt immer wieder Kunstwerke, die im Bewusstsein der Menschen gleichsam über sich selbst hinauswachsen. Sie werden zu besonders geliebten, besonders gültigen Metaphern für unsere Gefühle, Gedanken, Instinkte, für unsere Phantasien, Freuden und Katastrophen. Im Filmbereich gehört auf jeden Fall F...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Veronika, der Lenz ist da !

Diese Produktion ist ein Dauerbrenner. Sie steht seit sieben Jahren auf dem Spielplan des Weimarer Nationaltheaters und entzückt ein vollbesetztes Haus, wann immer sie gezeigt wird. Und das, obwohl die legendären Comedian Harmonists kürzlich in einem Spielfilm und vorher in einem Dokumentarfilm von ...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Die Banalität des Glücks

Karin Schlüter aus der vierten Etage hat ein Problem. Denn Frau Schlüter ist eine Kotzerin. Eigentlich will sie Punkt 15 Uhr eine tragische Gestalt sein - um viertel nach zwölf Uhr schluckt sie erst ein Brötchen, dann Tabletten. Der für die Todesstunde beorderte Fruchtsaftlieferant Miroslav Vulvic s...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Stell dir vor, es ist Krieg

Julien Green wurde 1900 in Paris geboren, als Sohn amerikanischer Eltern aus Georgia. Er starb erst 1998. Das 20. Jahrhundert hat er durchlebt und beobachtet, seine Romane und Tagebücher brachten ihm Weltruhm. Obwohl er fast sein ganzes Leben in Frankreich verbrachte, spielt Amerika und speziell die...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Vater Courage

Köln hat eine springlebendige Theaterszene. Neben den großen städtischen Musentempeln bereichern viele kleinere und kleine Bühnen das künstlerische Erscheinungsbild. Sie kämpfen in fruchtbarer Konkurrenz, aber leider meistens mit geringen Unterstützungsmitteln um ihre Existenz. Und um die Aufmerksam...
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Künstlermutter mit Courage

Peter Kerns 'Theatersommer' mit drei Uraufführungen im Düsseldorfer Schauspielhaus handelt von den spektakulären Themen Genie und Verbrechen am Rhein. Das Hauptstück schrieb er selbst über ein legendäres Original aus Düsseldorfs Kunst-Geschichte: die sogenannte 'Mutter Ey'. Johanna Ey war ein arm...
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Ekstase, Grausamkeit und Ritual

Unter dem Titel MANIA THEBAIA, DER THEBANISCHE ZYKLUS, zeigt das Düsseldorfer Schauspielhaus in dieser Spielzeit vier grosse altgriechische Tragödien, die sich mit der Stadt Theben und ihrer sagenumwobenen Geschichte befassen. Ein Projekt, das offenbar schon in der Planung über einen herkömmlich...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Warten auf die Ausserirdischen

Der Boden steigt nach hinten leicht an und leuchtet in magischem Königsblau. Darauf gammelt ein Kneipenmobiliar, dessen Kümmerlichkeit zum Himmel schreit. Der Wirt hat das Lokal mit dem ominösen Namen 'Wegsend' gerade erst eröffnet, sieht sich aber durch ein nahes 'Fun Center' bereits der Pleite ent...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Genie und Wahnsinn

Die junge Frau ist der Anstaltsmisere einer psychiatrischen Klinik ausgeliefert. Sie spricht unaufhörlich von ihrem Leiden. Sie ist fast nie allein. Ärzte mit ihren Formeln, Patienten mit ihrem Schweigen, ein Freund mit seinen Liebesbeteuerungen, sie kommen und gehen, sie nähern sich und entfernen s...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Mit Mittelmass in die Zukunft?

Die von Physikern wie auch Astrologen eifrig diskutierte Frage der Parallelwelten finden gegenwärtig auf der Bühne der Düsseldorfer Oper ihre schlüssige Antwort. Während Kritiker die von Klaus Richter inszeniert und John Fiore dirigierte Don-Giovanni-Aufführung gleich mit dem Titelhelden in die Höll...
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Kategorien: OperKritiken

Emotionale Zeitbomben - Zärtlich

Eng verwoben oder lose verknüpft, wir betrachten ein Geflecht von Schicksalen, wie sie für das Leben in der westereuropäischen, grossen, geschäftigen City typisch sind. Trash ist die erfolgsorientierte, quirlige Single-Frau um die Dreissig, in der Werbebranche tätig, immer auf der Suche nach dem noc...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Heiliger Krieg

Rainald Goetz war noch sehr jung, als er 1983 beim berühmten Klagenfurter Preislesen einen blindwütigen Amoktext rezitierte und sich dabei mit einem Messer die Stirn aufschlitzte. Die Aktion mag nicht ohne berechnenden Geltungsdrang inszeniert worden sein, immerhin zeigt sie eine Grundgestimmtheit, ...
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Nora bleibt im Puppenheim

Nora müsste glücklich sein. Sie hat einen erfolgreichen Mann, der soeben Bankdirektor geworden ist, zwei Kinder, ein behagliches Heim. Dass der Gatte sie wie ein süsses Dummchen behandelt, tut weh, ist aber in ihrer Welt nicht unüblich. Nora muss freilich mit einem lastenden Geheimnis aus der Vergan...
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"Das Ballhaus", Erinnerung an ein Jahrhundert

Münchens Theaterpublikum ist mobil und flexibel. Wo etwas Exquisites zu sehen ist, strömt es hin. In Freiman gibt es ein zum Theater ausgebautes altes Kino, das Metropol. Unter der frischen Direktion von Jochen Schölch steht es im Moment ganz oben auf der Leiter der Publikumsgunst. Was gegenwärtig g...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Die sexuellen Neurosen unserer Eltern

Auf dem Weg zum Schauspielhaus in Basel befiel mich an diesem Abend ein leises Herzklopfen. Denn ich gehöre zur Elterngeneration, Lukas Bärfuss ist ein junger Autor, und ich dachte, nun wird mir sicher gnadenlos vorgerechnet, was die Jungen als unsere seelisch-sinnlichen Verrenkungen bilanzieren. S...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Zwang und Drang - Fessle mich

Almodovars Filme mit ihren hochsensiblen, liebenswerten, durchgeknallten Typen und Themen haben eine durchschlagende Anziehungskraft und eine grosse Fangemeinde. Kein Wunder, dass auch das Theater nach den herzzerreissenden Szenen aus dem gestörten modernen Stadtleben greift. In Kölns unerhört l...
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Eine gebrochene Rose - Emilia Galotti

Lessings Situation war verzweifelt. Hoffnungsvoll hatte er seine Arbeit als Dramaturg am neugegründeten Nationaltheater in Hamburg mit einem anspruchsvollen Programm begonnen - aber die Bühne schloss nach einem Jahr wegen Erfolglosigkeit und Zerstrittenheit. Gleichzeitig machte er Konkurs mit einer ...
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Schreiende Verwirrung - "Prinz Friedrich von Homburg"

Der Prinz von Homburg quält sich mit der Frage, ob das alles ein Traum war, oder ob er es im Halbschlaf wirklich erlebt hat. Nämlich, dass ihm der Kurfürst, in dessen Dienst er immer wieder gegen die Schweden in den Krieg zieht, den Siegeskranz wegnahm und seiner Nichte Natalie übergab. Einen Handsc...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Bayerisches Staatsschauspiel im Cuvilliés-Theater: "Auf dem Land"

Das Bayerische Staatsschauspiel bietet mit diesem Abend im wunderschönen Rokokosaal des Cuvilliés-Theaters ein stilistisches Kontrastprogramm. Ein englisches Stück in der Tradition des Konversationstheaters mit seinen leisen Tönen und behutsamen Handlungsmustern, eine ernste Konzentration auf das Sc...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Albtraum in Afghanistan - Homebody/Kabul

Homebody heisst so viel wie Stubenhocker. Gemeint sind wir saturierten, relativ sorglosen, leicht verfetteten Mitteleuropäer in den hochzivilisierten Industrieländern, die wir in unseren Eigenheimen sitzen und von Abenteuern in fremden, geheimnisvollen, gefährlichen Ländern träumen. Ein solches S...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Leipzig ist mehr als eine Reise wert! - Entwischen impossible

ich war zur Buchmesse in Leipzig und ergatterte am 22. März die letzte Karte in der berühmten "Leipziger Pfeffermühle" für das Programm "Entwischen impossible". Eine tolles Kabarett mit Texten von Michael Bootz, Klaus Dannegger und Hans-Günther Pölitz. Die drei Agierenden Ute L...
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Liebe, Lust und Tod - "Miss Sara Sampson"

Wie dieses Stück entstand, ist in einer köstlichen Geschichte überliefert. Lessing war gerade 26 Jahre alt, ein rebellischer Jungliterat. Er lebte in Berlin, hatte Einakter und Bühnenfragmente verfasst und träumte von einem neuen deutschen Drama im aufklärerischen Geist. Stattdessen gab das französi...
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Zeitlose Wucht - Hekabe

Ein Krieg ist zu Ende. Das Lager der Besiegten ist ein Bild des Grauens. Blutgetränkte Schlachtfelder. Die Männer tot oder verschleppt. Übrig bleiben die Frauen in ihrem Schmerz, ihrer Trauer. Sie sind die Leidtragenden des Nachkriegs. Sie beweinen ihre toten Väter, Freunde, Gatten und Söhne, sie ka...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Arme kleine Möwe - Die Möwe

Tschechow ist im Moment auf den deutschen Schauspielbühnen der meistgespielte Autor. Offensichtlich treffen seine genialen Stimmungsbilder einer stagnierenden Gesellschaft heute einen empfindlichen Nerv. Er schrieb sie zur Wende des neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert. Wir haben schon die nächst...
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Wir wollen das nicht vertiefen - Drei Mal Leben

Lieber Leser! Stellen Sie sich vor, Sie sind ein aufstrebender Himmelsforscher, verheiratet mit einer tüchtigen Juristin, Vater eines sechsjährigen Jungen, der zur Einschlafzeit besonders ausdauernd quengelt. Auf morgen abend zum Essen haben Sie einen bedeutenden Wissenschaftler eingeladen, der Ihne...
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Unser Trost liegt im Wissen - Heftgarn

Dieses Stück spielt in Holland. Das 20. Jahrhundert geht während der Spielhandlung zu Ende. In einem frischrenovierten, fleischfarbenen, nackten Wohnzimmerraum versammelt sich nach und nach ein gutes Dutzend Menschen. Sie sind blutsverwandt oder verschwägert. Sie reden, lachen, weinen, liebkosen, st...
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Ich träume jede Nacht von Moskau - Drei Schwestern

Diese drei Schwestern haben ihre Kindheit in der russischen Hauptstadt verbracht. Dann ist ihr Vater in ein entferntes Nest versetzt worden. Die Familie hat offenbar ihre Verpflanzung nie verkraftet. Die Eltern sind weggestorben, und nun hausen die drei Töchter todunglücklich mit ihrem Bruder in der...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Der lange Arm des Schicksals - Oedipus

Es könnte alles so schön sein. König Oedipus regiert seit Jahren die reiche Stadt Theben, in die er als Fremdling gekommen war. Er ist verheiratet mit der Witwe seines Vorgängers, der von Unbekannten erschlagen wurde, er hat viele Kinder und eine unangefochtene Macht. Dass einst vom göttlichen Orak...
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Geschlechter-Klassen-Clinch - Fräulein Julie

Der junge österreichische Regisseur Alexander Kubelka zeigte letzten Frühling auf der großen Düsseldorfer Schauspielhausbühne seine originelle Inszenierung von Lessings "Minna von Barnhelm". Im naßkalten Dezember 2000 brachte er nun im Kleinen Haus einen viel jüngeren Klassiker heraus, Str...
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