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Im Neuland der Künste

Valère Novarina dürfte hierzulande wenig bekannt sein. In Frankreichs Theaterszene genießt er den Ruhm eines geliebten und gehassten, immer funkelnden Solitärs. Er wurde 1947 als Sohn eines Architekten und einer Schauspielerin bei Genf geboren und wuchs in Frankreich auf. Spielen und konstruieren, ...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Der Nachwuchs als Brandbombe

„Die mögen uns noch weniger als wir uns nicht mögen“, stöhnt die hilflose Mutter angesichts ihrer pubertierenden Kinder, von denen ihr vorwiegend Hass oder Verachtung entgegenschlägt. Wenn man sich tief innen selbst nicht akzeptieren kann, wie sollen einen die Kinder respektieren? Doch das ist nur e...
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Kategorien: KritikenSchauspiel
Macbeth D sseldorf

Der Mensch - ein Untier mit Gewissensbissen

„Macbeth“ ist Jürgen Goschs sechste Inszenierung am Düsseldorfer Schauspielhaus. Jede einzelne war auf ihre Weise herausragend. Das Gorki-Stück „Sommergäste“ wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen und als beste Inszenierung des Jahres 2004 ausgezeichnet. Ob man als Zuschauer auf eine Arbeit vo...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Im Glück und Anderswo

Das Düsseldorfer Theatermuseum residiert in einem dekorativen alten Stadtpalais am Rand des Hofgartens und besitzt im Erdgeschoß einen hübschen Veranstaltungsraum, wo immer wieder kammerspielerische Leckerbissen literarisch-theatralischer Art ein begeistertes Publikum finden. In den letzen Tagen wa...
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Mit Schwung ins Eigentor

Auf dem Weg zum Düsseldorfer Schauspielhaus dachte ich an die herrlichen Lesestunden, die ich mit Thomas Brussigs berühmtem Wenderoman „Helden wie wir“ verbracht hatte und freute mich auf sein Monologstück „Leben bis Männer“. Ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, ich erlebte einen vergnüglichen,...
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Kategorien: KritikenOper

Nathan darf nicht sterben !

Palästina 1946. Ein polnisch-jüdisches Paar. Und ein palästinensisches Paar. Die beiden Juden hat es nach dem Holocaust hierher verschlagen; sie versuchen, in der fremden Welt eine Heimat zu finden. Palästina wird zu Israel. Die beiden Palästinenser müssen den jüdischen Einwanderern Platz machen, si...
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Kategorien: KritikenSchauspiel
Illegal 3

Verwirrung in orange

Wenn man der Hauptfigur dieses Stücks glauben will, dann hat die berühmte orangene Revolution in der Ukraine nicht Freiheit und Begeisterung, sondern Chaos und Verzweiflung gezeitigt. Wer dort seine Sinne einigermaßen beieinander hat, will in den goldenen Westen fliehen. Offenbar besonders die Fraue...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Hier kommt der grosse Zampano

Es gibt immer wieder Kunstwerke, die im Bewusstsein der Menschen gleichsam über sich selbst hinauswachsen. Sie werden zu besonders geliebten, besonders gültigen Metaphern für unsere Gefühle, Gedanken, Instinkte, für unsere Phantasien, Freuden und Katastrophen. Im Filmbereich gehört auf jeden Fall F...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Veronika, der Lenz ist da !

Diese Produktion ist ein Dauerbrenner. Sie steht seit sieben Jahren auf dem Spielplan des Weimarer Nationaltheaters und entzückt ein vollbesetztes Haus, wann immer sie gezeigt wird. Und das, obwohl die legendären Comedian Harmonists kürzlich in einem Spielfilm und vorher in einem Dokumentarfilm von ...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Die Banalität des Glücks

Karin Schlüter aus der vierten Etage hat ein Problem. Denn Frau Schlüter ist eine Kotzerin. Eigentlich will sie Punkt 15 Uhr eine tragische Gestalt sein - um viertel nach zwölf Uhr schluckt sie erst ein Brötchen, dann Tabletten. Der für die Todesstunde beorderte Fruchtsaftlieferant Miroslav Vulvic s...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Stell dir vor, es ist Krieg

Julien Green wurde 1900 in Paris geboren, als Sohn amerikanischer Eltern aus Georgia. Er starb erst 1998. Das 20. Jahrhundert hat er durchlebt und beobachtet, seine Romane und Tagebücher brachten ihm Weltruhm. Obwohl er fast sein ganzes Leben in Frankreich verbrachte, spielt Amerika und speziell die...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Vater Courage

Köln hat eine springlebendige Theaterszene. Neben den großen städtischen Musentempeln bereichern viele kleinere und kleine Bühnen das künstlerische Erscheinungsbild. Sie kämpfen in fruchtbarer Konkurrenz, aber leider meistens mit geringen Unterstützungsmitteln um ihre Existenz. Und um die Aufmerksam...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Künstlermutter mit Courage

Peter Kerns 'Theatersommer' mit drei Uraufführungen im Düsseldorfer Schauspielhaus handelt von den spektakulären Themen Genie und Verbrechen am Rhein. Das Hauptstück schrieb er selbst über ein legendäres Original aus Düsseldorfs Kunst-Geschichte: die sogenannte 'Mutter Ey'. Johanna Ey war ein arm...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Ekstase, Grausamkeit und Ritual

Unter dem Titel MANIA THEBAIA, DER THEBANISCHE ZYKLUS, zeigt das Düsseldorfer Schauspielhaus in dieser Spielzeit vier grosse altgriechische Tragödien, die sich mit der Stadt Theben und ihrer sagenumwobenen Geschichte befassen. Ein Projekt, das offenbar schon in der Planung über einen herkömmlich...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Warten auf die Ausserirdischen

Der Boden steigt nach hinten leicht an und leuchtet in magischem Königsblau. Darauf gammelt ein Kneipenmobiliar, dessen Kümmerlichkeit zum Himmel schreit. Der Wirt hat das Lokal mit dem ominösen Namen 'Wegsend' gerade erst eröffnet, sieht sich aber durch ein nahes 'Fun Center' bereits der Pleite ent...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Genie und Wahnsinn

Die junge Frau ist der Anstaltsmisere einer psychiatrischen Klinik ausgeliefert. Sie spricht unaufhörlich von ihrem Leiden. Sie ist fast nie allein. Ärzte mit ihren Formeln, Patienten mit ihrem Schweigen, ein Freund mit seinen Liebesbeteuerungen, sie kommen und gehen, sie nähern sich und entfernen s...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Mit Mittelmass in die Zukunft?

Die von Physikern wie auch Astrologen eifrig diskutierte Frage der Parallelwelten finden gegenwärtig auf der Bühne der Düsseldorfer Oper ihre schlüssige Antwort. Während Kritiker die von Klaus Richter inszeniert und John Fiore dirigierte Don-Giovanni-Aufführung gleich mit dem Titelhelden in die Höll...
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Kategorien: OperKritiken

Emotionale Zeitbomben - Zärtlich

Eng verwoben oder lose verknüpft, wir betrachten ein Geflecht von Schicksalen, wie sie für das Leben in der westereuropäischen, grossen, geschäftigen City typisch sind. Trash ist die erfolgsorientierte, quirlige Single-Frau um die Dreissig, in der Werbebranche tätig, immer auf der Suche nach dem noc...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Heiliger Krieg

Rainald Goetz war noch sehr jung, als er 1983 beim berühmten Klagenfurter Preislesen einen blindwütigen Amoktext rezitierte und sich dabei mit einem Messer die Stirn aufschlitzte. Die Aktion mag nicht ohne berechnenden Geltungsdrang inszeniert worden sein, immerhin zeigt sie eine Grundgestimmtheit, ...
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Nora bleibt im Puppenheim

Nora müsste glücklich sein. Sie hat einen erfolgreichen Mann, der soeben Bankdirektor geworden ist, zwei Kinder, ein behagliches Heim. Dass der Gatte sie wie ein süsses Dummchen behandelt, tut weh, ist aber in ihrer Welt nicht unüblich. Nora muss freilich mit einem lastenden Geheimnis aus der Vergan...
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"Das Ballhaus", Erinnerung an ein Jahrhundert

Münchens Theaterpublikum ist mobil und flexibel. Wo etwas Exquisites zu sehen ist, strömt es hin. In Freiman gibt es ein zum Theater ausgebautes altes Kino, das Metropol. Unter der frischen Direktion von Jochen Schölch steht es im Moment ganz oben auf der Leiter der Publikumsgunst. Was gegenwärtig g...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Die sexuellen Neurosen unserer Eltern

Auf dem Weg zum Schauspielhaus in Basel befiel mich an diesem Abend ein leises Herzklopfen. Denn ich gehöre zur Elterngeneration, Lukas Bärfuss ist ein junger Autor, und ich dachte, nun wird mir sicher gnadenlos vorgerechnet, was die Jungen als unsere seelisch-sinnlichen Verrenkungen bilanzieren. S...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Zwang und Drang - Fessle mich

Almodovars Filme mit ihren hochsensiblen, liebenswerten, durchgeknallten Typen und Themen haben eine durchschlagende Anziehungskraft und eine grosse Fangemeinde. Kein Wunder, dass auch das Theater nach den herzzerreissenden Szenen aus dem gestörten modernen Stadtleben greift. In Kölns unerhört l...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Eine gebrochene Rose - Emilia Galotti

Lessings Situation war verzweifelt. Hoffnungsvoll hatte er seine Arbeit als Dramaturg am neugegründeten Nationaltheater in Hamburg mit einem anspruchsvollen Programm begonnen - aber die Bühne schloss nach einem Jahr wegen Erfolglosigkeit und Zerstrittenheit. Gleichzeitig machte er Konkurs mit einer ...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Schreiende Verwirrung - "Prinz Friedrich von Homburg"

Der Prinz von Homburg quält sich mit der Frage, ob das alles ein Traum war, oder ob er es im Halbschlaf wirklich erlebt hat. Nämlich, dass ihm der Kurfürst, in dessen Dienst er immer wieder gegen die Schweden in den Krieg zieht, den Siegeskranz wegnahm und seiner Nichte Natalie übergab. Einen Handsc...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Bayerisches Staatsschauspiel im Cuvilliés-Theater: "Auf dem Land"

Das Bayerische Staatsschauspiel bietet mit diesem Abend im wunderschönen Rokokosaal des Cuvilliés-Theaters ein stilistisches Kontrastprogramm. Ein englisches Stück in der Tradition des Konversationstheaters mit seinen leisen Tönen und behutsamen Handlungsmustern, eine ernste Konzentration auf das Sc...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Albtraum in Afghanistan - Homebody/Kabul

Homebody heisst so viel wie Stubenhocker. Gemeint sind wir saturierten, relativ sorglosen, leicht verfetteten Mitteleuropäer in den hochzivilisierten Industrieländern, die wir in unseren Eigenheimen sitzen und von Abenteuern in fremden, geheimnisvollen, gefährlichen Ländern träumen. Ein solches S...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Leipzig ist mehr als eine Reise wert! - Entwischen impossible

ich war zur Buchmesse in Leipzig und ergatterte am 22. März die letzte Karte in der berühmten "Leipziger Pfeffermühle" für das Programm "Entwischen impossible". Eine tolles Kabarett mit Texten von Michael Bootz, Klaus Dannegger und Hans-Günther Pölitz. Die drei Agierenden Ute L...
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Kategorien: KabarettKritiken

Liebe, Lust und Tod - "Miss Sara Sampson"

Wie dieses Stück entstand, ist in einer köstlichen Geschichte überliefert. Lessing war gerade 26 Jahre alt, ein rebellischer Jungliterat. Er lebte in Berlin, hatte Einakter und Bühnenfragmente verfasst und träumte von einem neuen deutschen Drama im aufklärerischen Geist. Stattdessen gab das französi...
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Zeitlose Wucht - Hekabe

Ein Krieg ist zu Ende. Das Lager der Besiegten ist ein Bild des Grauens. Blutgetränkte Schlachtfelder. Die Männer tot oder verschleppt. Übrig bleiben die Frauen in ihrem Schmerz, ihrer Trauer. Sie sind die Leidtragenden des Nachkriegs. Sie beweinen ihre toten Väter, Freunde, Gatten und Söhne, sie ka...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Arme kleine Möwe - Die Möwe

Tschechow ist im Moment auf den deutschen Schauspielbühnen der meistgespielte Autor. Offensichtlich treffen seine genialen Stimmungsbilder einer stagnierenden Gesellschaft heute einen empfindlichen Nerv. Er schrieb sie zur Wende des neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert. Wir haben schon die nächst...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Wir wollen das nicht vertiefen - Drei Mal Leben

Lieber Leser! Stellen Sie sich vor, Sie sind ein aufstrebender Himmelsforscher, verheiratet mit einer tüchtigen Juristin, Vater eines sechsjährigen Jungen, der zur Einschlafzeit besonders ausdauernd quengelt. Auf morgen abend zum Essen haben Sie einen bedeutenden Wissenschaftler eingeladen, der Ihne...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Unser Trost liegt im Wissen - Heftgarn

Dieses Stück spielt in Holland. Das 20. Jahrhundert geht während der Spielhandlung zu Ende. In einem frischrenovierten, fleischfarbenen, nackten Wohnzimmerraum versammelt sich nach und nach ein gutes Dutzend Menschen. Sie sind blutsverwandt oder verschwägert. Sie reden, lachen, weinen, liebkosen, st...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Ich träume jede Nacht von Moskau - Drei Schwestern

Diese drei Schwestern haben ihre Kindheit in der russischen Hauptstadt verbracht. Dann ist ihr Vater in ein entferntes Nest versetzt worden. Die Familie hat offenbar ihre Verpflanzung nie verkraftet. Die Eltern sind weggestorben, und nun hausen die drei Töchter todunglücklich mit ihrem Bruder in der...
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Der lange Arm des Schicksals - Oedipus

Es könnte alles so schön sein. König Oedipus regiert seit Jahren die reiche Stadt Theben, in die er als Fremdling gekommen war. Er ist verheiratet mit der Witwe seines Vorgängers, der von Unbekannten erschlagen wurde, er hat viele Kinder und eine unangefochtene Macht. Dass einst vom göttlichen Orak...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Geschlechter-Klassen-Clinch - Fräulein Julie

Der junge österreichische Regisseur Alexander Kubelka zeigte letzten Frühling auf der großen Düsseldorfer Schauspielhausbühne seine originelle Inszenierung von Lessings "Minna von Barnhelm". Im naßkalten Dezember 2000 brachte er nun im Kleinen Haus einen viel jüngeren Klassiker heraus, Str...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Ein Feuerwerk der Fantasie - Franziska

Das Theater Basel hatte in letzter Zeit Glück bei der Wahl seiner Intendanten. Frank Baumbauer bescherte der Bühne vor Jahren eine Blütezeit, die im ganzen deutschen Sprachgebiet akklamiert wurde. Nach seinem Abschied von Basel ging er nach Hamburg und wurde der seit Gründgens erfolgreichste Prinzip...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Ein Gespenst von gestern? - Draussen vor der Tür

Der Soldat Beckmann kommt 1945 aus dem verlorenen Krieg in seine halbzerstörte Heimatstadt zurück. Wenn er glaubt, mit offenen Armen aufgenommen zu werden, täuscht er sich. Seine nationalsozialistischen Eltern sind tot. Seine Frau hat sich einem anderen zugewandt, niemand versteht ihn, niemand will ...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Seid fruchtbar und mehret euch

Lebewesen müssen sich vermehren. Auf dieses Naturgesetz stützen sich von jeher alle Religionen und Staaten. Besonders das weibliche Geschlecht wird an seiner Gebährfähigkeit gemessen. Eine kinderlose Frau sieht sich der versteckten oder offenen Geringschätzung durch ihre Umwelt ausgesetzt. So war es...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Lachend kann man ernsthaft sein

Lessing war zu seiner Zeit ein junger Wilder. Ein Aufklärer, Rebell und Pionier. Er war der erste wirkliche Dramatiker Deutschlands. Er schrieb die erste grosse deutsche Komödie, die immer eine herrlichsten bleiben wird: 'Minna von Barnhelm'. Sie entstand aus einem todtraurigen Dilemma, in das Les...
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Kategorien: OperKritiken

WIDER DIE ERSCHÖPFUNGSDEPRESSION "Doping" mit dem Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen im Kronenzentrum BIETIGHEIM-BISSINGEN

Diese vielschichtige schwarzhumorige Komödie "Doping" von Nora Abdel-Maksoud spielt virtuos mit der Lebensphilosophie und auch den psychischen Problemen von Politikern, die vor ihrer eigenen Erschöpfung oftmals kapitulieren.Wesentliche Sachverhalte und Figuren sind hier zuweilen nicht so, wie sie zu...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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SPÄTROMANTISCHER ZAUBER -- 7. Kammerkonzert des Staatsorchesters "Zwischen Wien und Budapest" in der Liederhalle STUTTGART

Nach der Uraufführung seines Bläserquintetts in Es-Dur im Jahre 1784 im Wiener Burgtheater berichtete Wolfgang Amadeus Mozart seinem Vater Leopold von dem "ausserordentlichen beyfall", den dieses Werk erhielt. Dass dies wohl zurecht geschah, demonstrierten die Musiker des Staatsorchesters Stuttgart....
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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IMMER IN DER BALANCE -- Vertigo Dance Company aus Israel im Forum am Schlosspark LUDWIGSBURG

In der suggestiven Choreografie von Noa Wertheim kann sich der tänzerische Zauber der israelischen Vertigo Dance Company voll entfalten. Es geht um eine Suche nach der Rückkehr zu dem Ort, der uns selbst näherbringt. "Makom" bedeutet im Hebräischen ein realer oder imaginärer "Ort". Es kann aber auch...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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VIELE GEMEINSAMKEITEN -- Fauré und Szymanowski mit Eva Zavaro (Violine) und Clement Lefebvre (Klavier) bei la dolce volta

Die französisch-polnische Geigerin Eva Zavaro hatte die Idee, die beiden Komponisten Gabriel Fauré und Karol Szymanowski miteinander zu kombinieren. Bei aller Eigenständigkeit hätten sie eine Reihe von Gemeinsamkeiten gehabt, so Zavaro. Es gehe dabei vor allem um solide Grundlagen in alten Musikstil...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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DER FRAUENHELD ALS MYTHISCHE GESTALT -- Revue-Operette "Casanova" von Strauss/Benatzky in der Staatsoper Stuttgart

Barberina steht als schöne Frau im Mittelpunkt des Geschehens. Das Männlichkeitspathos wird in Marco Stormans Inszenierung auf die Spitze getrieben. Natürlich erscheint der Schwerenöter Casanova auch als Sexualhampelmann, der von der Frau mit seinem Riesenpenis dressiert wird. Als feuriger Hengst da...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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NICHT AUF DEN LITURGISCHEN BEREICH BESCHRÄNKT --- Bruckners e-Moll-Messe und Motetten bei BR Klassik

Anders als die frühe d-Moll-Messe blieb die 1866 in Linz komponierte e-Moll-Messe nicht auf den liturgischen Bereich beschränkt. Die alten Kirchentonarten stehen bei der Messe in e-Moll von Anton Bruckner deutlich im Mittelpunkt. Der mit sphärenhafter Leuchtkraft agierende Chor des Bayerischen Rund...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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EINE FAST HYPNOTISCHE STIMMUNG -- Gastspiel "Familie" von Milo Rau mit dem NT Gent im Schauspielhaus STUTTGART

Dieses Stück erzielte bei Kritikern zum einen große Zustimmung, zum anderen schroffe Ablehnung. Vor allem die nihilistischen Tendenzen wurden getadelt. Der Schweizer Milo Rau hat hier das beklemmende Psychogramm einer Familie entworfen, die sich 2007 in Calais erhängte. Es war ein Drama um die Elter...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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EINFALLSREICHES ZUSAMMENSPIEL -- "Enveloppes - Hüllen" im Wilhelma-Theater Stuttgart

Als Produktion des Studiengangs Figurentheater zusammen mit dem Institut für Sprechkunst und dem Institut für Blasinstrumente und Schlagzeug der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart hatte diese originelle Produktion in der Regie und Ausstattung von Renaud Herbin, Arnaud Louski-Pane ...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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FEINSTE SCHATTIERUNGEN DES GEFÜHLS -- Stuttgarter Philharmoniker unter Gabriel Feltz mit Berg und Brahms in der Liederhalle Stuttgart

Wieder konnte man als "Minutenstück" eine interessante Komposition eines Studenten der Kompositionsklasse von Prof. Marco Stroppa an der Stuttgarter Musikhochschule hören. Der 1987 in Mailand geborene Francesco Ciurlo stellte als Uraufführung sein Stück "Segnale Immaginario" vor. Es ist eine facette...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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ZWISCHEN CHORAL UND WUCHT - Mahlers "Auferstehungssinfonie" mit den Ensembles der Universität Stuttgart im Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart

Die Aufführung von Mahlers Mahlers zweiter Sinfonie erklang am 3. Februar auch im Mainzer Dom. Man erinnerte daran, dass der jüdische Komponist Gustav Mahler zum katholischen Glauben konvertierte. An der 1894 beendeten zweiten Sinfonie in c-Moll "Auferstehung" hat Mahler sieben Jahre gearbeitet. D...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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STÜRMISCHER SCHWUNG - Adventskonzert mit der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim im Kronenzentrum Bietigheim

Sie war Preisträgerin beim ARD-Musikwettbewerb und gehört zu den vielversprechenden jungen Pianistinnen: Annika Treutler. Im Kronenzentrum Bietigheim spielte sie nun das Klavierkonzert in A-Dur KV 488 von Wolfgang Amadeus Mozart zusammen mit der dezent begleitenden "sueddeutschen kammersinfonie biet...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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REISE NACH PARIS - "Mitten im Orchester" mit den Stuttgarter Philharmonikern im Gustav-Siegle-Haus in Stuttgart

Wieder nahmen die Stuttgarter Philharmoniker ihr Publikum auf eine aufregende Reise "Mitten im Orchester" mit. Diesmal stand Paris im Mittelpunkt. Igor Strawinskys Suite für kleines Orchester Nr. 1 ist nicht oft zu hören. Die Stuttgarer Philharmoniker musizierten unter der inspirierenden Leitung von...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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Stilwechsel

Ein Stück von John Ford, einem Zeitgenossen William Shakespeares, bildet die Grundlage für das Libretto der soeben uraufgeführten Oper "Schade, dass sie eine Hure war" von Anno Schreier in der Deutschen Oper am Rhein. Und wahrlich der Stoff ist einer Oper würdig: Inzest. Ehebruch, Liebe, Rache, Eife...
Geschrieben von Dagmar Kurtz
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Im Konzertsaal

In bewährter Form wurde auch der Ballettabend "b29" dreiteilig in der Deutschen Oper am Rhein präsentiert: Zwei Stücke aus dem klassischen Ballettrepertoire rahmen das neue Werk von Martin Schläpfer. Der Zuschauer wird so mit Neuem und mit Werken aus der Ballettgeschichte vertraut. Aus Verehrun...
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Kategorien: KritikenOper
a Sandmann

Die Täuschung

Pädagogische Maßnahmen vergangener Zeiten führten neben dem erwünschten Effekt wohl nicht selten auch zu Alpträumen, bei sensiblen Kindern allzumal. Die Geschichte vom Sandmann, der den Kindern Sand in die Augen streut, damit sie müde sind und zu Bette gehen, bekommt in E.T. A. Hoffmanns Erzählung...
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Kategorien: KritikenOper
aschlaepfer

Glaubensfragen

Ein Spätwerk von Gioacchino Puccini, die "Petite Messe solennelle", hat sich Martin Schläpfer für seinen abendfüllenden Ballettabend "b32" ausgesucht. Die kleine feierliche Messe wurde in der Privatkapelle des Grafen Michel-Frédéric Pillet-Will in Paris uraufgeführt und ist mit Sopran, Alt, Tenor,...
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Kategorien: KritikenOper

Neckische Nixen?

Die neue Rheingold-Inszenierung an der Deutschen Oper am Rhein von Dietrich W. Hilsdorf beginnt nicht mit Wagner, sondern mit einem Prolog, in dem die erste Zeile von Heinrich Heines Gedicht "Loreley" zitiert wird. "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten..." Das Wort "Es" wird wiederholt und bildet ...
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Kategorien: KritikenOper

Vorsicht Kunst!

Das Eheleben hat sich Don Pasquale doch ganz anders vorgestellt! Die Braut, die ihm von seinem Hausarzt empfohlen wurde und beim Vorstellungsbesuch als schüchterne Klosterschülerin auftrat, entpuppt sich nach der Heirat als herrische, verschwenderische und vergnügungssüchtige Frau, die seinen Haus...
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Kategorien: KritikenOper

Vanitas

Einer von vielen Titeln, mit dem sich die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens gerne schmückt, lautet "Modestadt", denn sie beherbergt die allseits bekannte Modemeile "Kö" und früher fand zweimal jährlich eine Modemesse statt. Eine gewisse Modeaffinität lässt sich auch bei Elfriede Jelinek finden...
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Kategorien: KritikenOper
Obelisco

"b31" in der Deutschen Oper am Rhein

Der "b31" betitelte Ballettabend an der Deutschen Oper am Rhein bietet drei Tanzstücke wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Das erste Stück "Obelisco" von Martin Schläpfer ist eine überarbeitete Fassung des bereits 2007 für das ballettmainz kreierten Stückes. Statt mit Ricky Lee Jones "Go...
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Kategorien: KritikenOper

Der Traum

Es regnet, und vor den Toren einer asiatischen Stadt, die als Scherenschnittsilhouette dargestellt ist, spannen alle einen Regenschirm auf. Mit diesem stimmungsvollen Bild beginnt Puccinis Oper "Turandot" an der Deutschen Oper am Rhein. Huan-Hsiung Li nimmt in seiner Inszenierung vielfach auf chin...
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Kategorien: KritikenOper

Einsamkeit

Der 30. Ballettabend an der Deutschen Oper am Rhein beginnt furios mit Remus Şucheanăs "Concerto grosso Nr. 1" zu Alfred Schnittkes gleichnamigem Musikstück. Zu der polystilistischen Komposition mit Überlagerung von verschiedenen musikalischen Motiven aus unterschiedlichen Epochen - heraus zu höre...
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Kategorien: KritikenOper

Spiel mir das Lied von der Freundschaft

Das zwanzigste Jahrhundert ist reich wie keines zuvor an großer weiblicher Dichtkunst in deutscher Sprache. Die Werke von Marie Luise Kaschnitz und Ingeborg Bachmann gehören dazu. Kaschnitz wurde 1901 in Süddeutschland geboren. Ihr frühes Schreiben war von der finsteren Weltkriegsepoche geprägt. I...
Geschrieben von Vera Forester
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Durch Nacht zum Licht - "b.26" in der Deutschen Oper am Rhein

Heiter, beschwingt beginnt der Balletabend "b26" mit einer Zusammenstellung von Szenen aus zwei Balletten des dänischen Choreographen August Bournonville: "Napoli" von 1842 und "Blumenfest in Genzano" von 1858. Bournonville zählt zu den wichtigsten dänischen klassischen Choreographen. Und so ist e...
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Kategorien: KritikenOper

Düstere Intrige

Ein schwerer Sturm tobt vor der Küste, Zypern ist keine sonnige Mittelmeerinsel. In Michael Thalheimers Inszenierung von Verdis Oper "Otello" für die Deutsche Oper am Rhein ist es eine dunkle leere Guckkastenbühne, die den inneren Zustand der beiden Gegenspieler Otello und Jago nach außen kehrt. B...
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Kategorien: KritikenOper

Ein humanistisches Theaterstück

Übrig bleibt vom Namen des Mädchens nur das Ende: Toda. Daran ist die Flucht schuld; die Fremde, durch die Toda hindurch muss, in die sie hinein muss, um zu ihrer Mutter auf der anderen Seite der Grenze zu gelangen, im Ausland. Eigentlich lebt Toda zusammen mit ihrem wunderbar optimistischen Vater...
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Kategorien: KritikenOper

Köperwahrnehmung

Gedanken über den Körper macht man sich nicht, solange er gut funktioniert. Anders ist es bei einem Tänzer, für ihn ist er das Instrument, mit dem er sich oder die Ideen eines Choreographen ausdrückt. In einzelnen Szenen schildert das Dance On Ensemble sachlich, nüchtern in "Water between three ha...
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Kategorien: KritikenOper

Tanz und Ekstase

Rhythmusbetont, repetitiv, das sind zwei Stilelemente der Musik der Gnawer, einer marokkanischen Volksgruppe, deren Ursprünge im südlichen Westafrika liegen. Ihre Musik vermag in Trance zu versetzen. In "En Alerte", das als deutsche Erstaufführung im Tanzhaus NRW zu sehen war, kombiniert Taoufiq I...
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Kategorien: KritikenOper

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

„Und ich? Wer bin nun ich?“ fragt André, der Vater, gegen Ende des Stücks. Er ist verloren gegangen, er hat sich selbst verloren in seiner fortschreitenden Demenz. Um deren Verlauf geht es im Stück, das den Verlauf der Erkrankung auf fünf Tage konzentriert. Fünf Tage, in denen die Menschen, die An...
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Kategorien: KritikenSchauspiel
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