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Ein Feuerwerk der Fantasie - Franziska

Das Theater Basel hatte in letzter Zeit Glück bei der Wahl seiner Intendanten. Frank Baumbauer bescherte der Bühne vor Jahren eine Blütezeit, die im ganzen deutschen Sprachgebiet akklamiert wurde. Nach seinem Abschied von Basel ging er nach Hamburg und wurde der seit Gründgens erfolgreichste Prinzip...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Ein Gespenst von gestern? - Draussen vor der Tür

Der Soldat Beckmann kommt 1945 aus dem verlorenen Krieg in seine halbzerstörte Heimatstadt zurück. Wenn er glaubt, mit offenen Armen aufgenommen zu werden, täuscht er sich. Seine nationalsozialistischen Eltern sind tot. Seine Frau hat sich einem anderen zugewandt, niemand versteht ihn, niemand will ...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Seid fruchtbar und mehret euch

Lebewesen müssen sich vermehren. Auf dieses Naturgesetz stützen sich von jeher alle Religionen und Staaten. Besonders das weibliche Geschlecht wird an seiner Gebährfähigkeit gemessen. Eine kinderlose Frau sieht sich der versteckten oder offenen Geringschätzung durch ihre Umwelt ausgesetzt. So war es...
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Kategorien: SchauspielKritiken

Lachend kann man ernsthaft sein

Lessing war zu seiner Zeit ein junger Wilder. Ein Aufklärer, Rebell und Pionier. Er war der erste wirkliche Dramatiker Deutschlands. Er schrieb die erste grosse deutsche Komödie, die immer eine herrlichsten bleiben wird: 'Minna von Barnhelm'. Sie entstand aus einem todtraurigen Dilemma, in das Les...
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Kategorien: OperKritiken

WIDER DIE ERSCHÖPFUNGSDEPRESSION "Doping" mit dem Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen im Kronenzentrum BIETIGHEIM-BISSINGEN

Diese vielschichtige schwarzhumorige Komödie "Doping" von Nora Abdel-Maksoud spielt virtuos mit der Lebensphilosophie und auch den psychischen Problemen von Politikern, die vor ihrer eigenen Erschöpfung oftmals kapitulieren.Wesentliche Sachverhalte und Figuren sind hier zuweilen nicht so, wie sie zu...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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SPÄTROMANTISCHER ZAUBER -- 7. Kammerkonzert des Staatsorchesters "Zwischen Wien und Budapest" in der Liederhalle STUTTGART

Nach der Uraufführung seines Bläserquintetts in Es-Dur im Jahre 1784 im Wiener Burgtheater berichtete Wolfgang Amadeus Mozart seinem Vater Leopold von dem "ausserordentlichen beyfall", den dieses Werk erhielt. Dass dies wohl zurecht geschah, demonstrierten die Musiker des Staatsorchesters Stuttgart....
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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IMMER IN DER BALANCE -- Vertigo Dance Company aus Israel im Forum am Schlosspark LUDWIGSBURG

In der suggestiven Choreografie von Noa Wertheim kann sich der tänzerische Zauber der israelischen Vertigo Dance Company voll entfalten. Es geht um eine Suche nach der Rückkehr zu dem Ort, der uns selbst näherbringt. "Makom" bedeutet im Hebräischen ein realer oder imaginärer "Ort". Es kann aber auch...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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VIELE GEMEINSAMKEITEN -- Fauré und Szymanowski mit Eva Zavaro (Violine) und Clement Lefebvre (Klavier) bei la dolce volta

Die französisch-polnische Geigerin Eva Zavaro hatte die Idee, die beiden Komponisten Gabriel Fauré und Karol Szymanowski miteinander zu kombinieren. Bei aller Eigenständigkeit hätten sie eine Reihe von Gemeinsamkeiten gehabt, so Zavaro. Es gehe dabei vor allem um solide Grundlagen in alten Musikstil...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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DER FRAUENHELD ALS MYTHISCHE GESTALT -- Revue-Operette "Casanova" von Strauss/Benatzky in der Staatsoper Stuttgart

Barberina steht als schöne Frau im Mittelpunkt des Geschehens. Das Männlichkeitspathos wird in Marco Stormans Inszenierung auf die Spitze getrieben. Natürlich erscheint der Schwerenöter Casanova auch als Sexualhampelmann, der von der Frau mit seinem Riesenpenis dressiert wird. Als feuriger Hengst da...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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NICHT AUF DEN LITURGISCHEN BEREICH BESCHRÄNKT --- Bruckners e-Moll-Messe und Motetten bei BR Klassik

Anders als die frühe d-Moll-Messe blieb die 1866 in Linz komponierte e-Moll-Messe nicht auf den liturgischen Bereich beschränkt. Die alten Kirchentonarten stehen bei der Messe in e-Moll von Anton Bruckner deutlich im Mittelpunkt. Der mit sphärenhafter Leuchtkraft agierende Chor des Bayerischen Rund...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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EINE FAST HYPNOTISCHE STIMMUNG -- Gastspiel "Familie" von Milo Rau mit dem NT Gent im Schauspielhaus STUTTGART

Dieses Stück erzielte bei Kritikern zum einen große Zustimmung, zum anderen schroffe Ablehnung. Vor allem die nihilistischen Tendenzen wurden getadelt. Der Schweizer Milo Rau hat hier das beklemmende Psychogramm einer Familie entworfen, die sich 2007 in Calais erhängte. Es war ein Drama um die Elter...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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EINFALLSREICHES ZUSAMMENSPIEL -- "Enveloppes - Hüllen" im Wilhelma-Theater Stuttgart

Als Produktion des Studiengangs Figurentheater zusammen mit dem Institut für Sprechkunst und dem Institut für Blasinstrumente und Schlagzeug der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart hatte diese originelle Produktion in der Regie und Ausstattung von Renaud Herbin, Arnaud Louski-Pane ...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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FEINSTE SCHATTIERUNGEN DES GEFÜHLS -- Stuttgarter Philharmoniker unter Gabriel Feltz mit Berg und Brahms in der Liederhalle Stuttgart

Wieder konnte man als "Minutenstück" eine interessante Komposition eines Studenten der Kompositionsklasse von Prof. Marco Stroppa an der Stuttgarter Musikhochschule hören. Der 1987 in Mailand geborene Francesco Ciurlo stellte als Uraufführung sein Stück "Segnale Immaginario" vor. Es ist eine facette...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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ZWISCHEN CHORAL UND WUCHT - Mahlers "Auferstehungssinfonie" mit den Ensembles der Universität Stuttgart im Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart

Die Aufführung von Mahlers Mahlers zweiter Sinfonie erklang am 3. Februar auch im Mainzer Dom. Man erinnerte daran, dass der jüdische Komponist Gustav Mahler zum katholischen Glauben konvertierte. An der 1894 beendeten zweiten Sinfonie in c-Moll "Auferstehung" hat Mahler sieben Jahre gearbeitet. D...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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STÜRMISCHER SCHWUNG - Adventskonzert mit der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim im Kronenzentrum Bietigheim

Sie war Preisträgerin beim ARD-Musikwettbewerb und gehört zu den vielversprechenden jungen Pianistinnen: Annika Treutler. Im Kronenzentrum Bietigheim spielte sie nun das Klavierkonzert in A-Dur KV 488 von Wolfgang Amadeus Mozart zusammen mit der dezent begleitenden "sueddeutschen kammersinfonie biet...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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REISE NACH PARIS - "Mitten im Orchester" mit den Stuttgarter Philharmonikern im Gustav-Siegle-Haus in Stuttgart

Wieder nahmen die Stuttgarter Philharmoniker ihr Publikum auf eine aufregende Reise "Mitten im Orchester" mit. Diesmal stand Paris im Mittelpunkt. Igor Strawinskys Suite für kleines Orchester Nr. 1 ist nicht oft zu hören. Die Stuttgarer Philharmoniker musizierten unter der inspirierenden Leitung von...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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Stilwechsel

Ein Stück von John Ford, einem Zeitgenossen William Shakespeares, bildet die Grundlage für das Libretto der soeben uraufgeführten Oper "Schade, dass sie eine Hure war" von Anno Schreier in der Deutschen Oper am Rhein. Und wahrlich der Stoff ist einer Oper würdig: Inzest. Ehebruch, Liebe, Rache, Eife...
Geschrieben von Dagmar Kurtz
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Im Konzertsaal

In bewährter Form wurde auch der Ballettabend "b29" dreiteilig in der Deutschen Oper am Rhein präsentiert: Zwei Stücke aus dem klassischen Ballettrepertoire rahmen das neue Werk von Martin Schläpfer. Der Zuschauer wird so mit Neuem und mit Werken aus der Ballettgeschichte vertraut. Aus Verehrun...
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Kategorien: KritikenOper
a Sandmann

Die Täuschung

Pädagogische Maßnahmen vergangener Zeiten führten neben dem erwünschten Effekt wohl nicht selten auch zu Alpträumen, bei sensiblen Kindern allzumal. Die Geschichte vom Sandmann, der den Kindern Sand in die Augen streut, damit sie müde sind und zu Bette gehen, bekommt in E.T. A. Hoffmanns Erzählung...
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Kategorien: KritikenOper
aschlaepfer

Glaubensfragen

Ein Spätwerk von Gioacchino Puccini, die "Petite Messe solennelle", hat sich Martin Schläpfer für seinen abendfüllenden Ballettabend "b32" ausgesucht. Die kleine feierliche Messe wurde in der Privatkapelle des Grafen Michel-Frédéric Pillet-Will in Paris uraufgeführt und ist mit Sopran, Alt, Tenor,...
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Kategorien: KritikenOper

Neckische Nixen?

Die neue Rheingold-Inszenierung an der Deutschen Oper am Rhein von Dietrich W. Hilsdorf beginnt nicht mit Wagner, sondern mit einem Prolog, in dem die erste Zeile von Heinrich Heines Gedicht "Loreley" zitiert wird. "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten..." Das Wort "Es" wird wiederholt und bildet ...
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Kategorien: KritikenOper

Vorsicht Kunst!

Das Eheleben hat sich Don Pasquale doch ganz anders vorgestellt! Die Braut, die ihm von seinem Hausarzt empfohlen wurde und beim Vorstellungsbesuch als schüchterne Klosterschülerin auftrat, entpuppt sich nach der Heirat als herrische, verschwenderische und vergnügungssüchtige Frau, die seinen Haus...
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Kategorien: KritikenOper

Vanitas

Einer von vielen Titeln, mit dem sich die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens gerne schmückt, lautet "Modestadt", denn sie beherbergt die allseits bekannte Modemeile "Kö" und früher fand zweimal jährlich eine Modemesse statt. Eine gewisse Modeaffinität lässt sich auch bei Elfriede Jelinek finden...
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Kategorien: KritikenOper
Obelisco

"b31" in der Deutschen Oper am Rhein

Der "b31" betitelte Ballettabend an der Deutschen Oper am Rhein bietet drei Tanzstücke wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Das erste Stück "Obelisco" von Martin Schläpfer ist eine überarbeitete Fassung des bereits 2007 für das ballettmainz kreierten Stückes. Statt mit Ricky Lee Jones "Go...
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Kategorien: KritikenOper

Der Traum

Es regnet, und vor den Toren einer asiatischen Stadt, die als Scherenschnittsilhouette dargestellt ist, spannen alle einen Regenschirm auf. Mit diesem stimmungsvollen Bild beginnt Puccinis Oper "Turandot" an der Deutschen Oper am Rhein. Huan-Hsiung Li nimmt in seiner Inszenierung vielfach auf chin...
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Kategorien: KritikenOper

Einsamkeit

Der 30. Ballettabend an der Deutschen Oper am Rhein beginnt furios mit Remus Şucheanăs "Concerto grosso Nr. 1" zu Alfred Schnittkes gleichnamigem Musikstück. Zu der polystilistischen Komposition mit Überlagerung von verschiedenen musikalischen Motiven aus unterschiedlichen Epochen - heraus zu höre...
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Kategorien: KritikenOper

Spiel mir das Lied von der Freundschaft

Das zwanzigste Jahrhundert ist reich wie keines zuvor an großer weiblicher Dichtkunst in deutscher Sprache. Die Werke von Marie Luise Kaschnitz und Ingeborg Bachmann gehören dazu. Kaschnitz wurde 1901 in Süddeutschland geboren. Ihr frühes Schreiben war von der finsteren Weltkriegsepoche geprägt. I...
Geschrieben von Vera Forester
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Kategorien: KritikenSchauspiel

Durch Nacht zum Licht - "b.26" in der Deutschen Oper am Rhein

Heiter, beschwingt beginnt der Balletabend "b26" mit einer Zusammenstellung von Szenen aus zwei Balletten des dänischen Choreographen August Bournonville: "Napoli" von 1842 und "Blumenfest in Genzano" von 1858. Bournonville zählt zu den wichtigsten dänischen klassischen Choreographen. Und so ist e...
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Kategorien: KritikenOper

Düstere Intrige

Ein schwerer Sturm tobt vor der Küste, Zypern ist keine sonnige Mittelmeerinsel. In Michael Thalheimers Inszenierung von Verdis Oper "Otello" für die Deutsche Oper am Rhein ist es eine dunkle leere Guckkastenbühne, die den inneren Zustand der beiden Gegenspieler Otello und Jago nach außen kehrt. B...
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Kategorien: KritikenOper

Ein humanistisches Theaterstück

Übrig bleibt vom Namen des Mädchens nur das Ende: Toda. Daran ist die Flucht schuld; die Fremde, durch die Toda hindurch muss, in die sie hinein muss, um zu ihrer Mutter auf der anderen Seite der Grenze zu gelangen, im Ausland. Eigentlich lebt Toda zusammen mit ihrem wunderbar optimistischen Vater...
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Kategorien: KritikenOper

Köperwahrnehmung

Gedanken über den Körper macht man sich nicht, solange er gut funktioniert. Anders ist es bei einem Tänzer, für ihn ist er das Instrument, mit dem er sich oder die Ideen eines Choreographen ausdrückt. In einzelnen Szenen schildert das Dance On Ensemble sachlich, nüchtern in "Water between three ha...
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Kategorien: KritikenOper

Tanz und Ekstase

Rhythmusbetont, repetitiv, das sind zwei Stilelemente der Musik der Gnawer, einer marokkanischen Volksgruppe, deren Ursprünge im südlichen Westafrika liegen. Ihre Musik vermag in Trance zu versetzen. In "En Alerte", das als deutsche Erstaufführung im Tanzhaus NRW zu sehen war, kombiniert Taoufiq I...
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Kategorien: KritikenOper

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

„Und ich? Wer bin nun ich?“ fragt André, der Vater, gegen Ende des Stücks. Er ist verloren gegangen, er hat sich selbst verloren in seiner fortschreitenden Demenz. Um deren Verlauf geht es im Stück, das den Verlauf der Erkrankung auf fünf Tage konzentriert. Fünf Tage, in denen die Menschen, die An...
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Kategorien: KritikenSchauspiel
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