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Im Geflecht der Gefühle

"Pelléas et Mélisande" ist Claude Debussys einzige Oper, 1902 uraufgeführt, entstanden nach dem gleichnamigen Drama des belgischen Symbolisten Maurice Maeterlinck, das von der Poesie des Unausgesprochenen lebt. „Wenn ich es Ihnen sagen könnte, würde ich es sagen“, entgegnet Mélisande auf Golauds Fra...
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Die Festgesellschaft der Aufbegehrenden

"Ein Fest für Boris" ist Thomas Bernhard erstes Theaterstück, das er 1966 für die Salzburger Festspiele als Auftragsarbeit geschrieben hatte, das damals aber nicht zur Aufführung kam, weil es zu "düster" sei und man "Rücksichten auf die Nerven unser empfindsamen Gäste" nehmen müsse. 1970 wurde es sc...
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Die Macht der Gefühle

Kleists "Käthchen von Heilbronn" ist eine verwegene Geschichte mit einer Handlung wie im Märchen - mit König, Prinz, verwunschener Prinzessin, böser Hexe, rettendem Cherubim und Traumprophezeiung in der Silvesternacht. Amelie Niermeyer versucht in ihrer jetzigen Inszenierung am Düsseldorfer Schauspi...
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Die Liebe im Weltenraum

Mit "Amour espace", das am 6.9.07 im Tanzhaus NRW uraufgeführt wurde, präsentiert Ben J. Riepe sein viertes Stück. In seinem ganz eigenen Sprachduktus gelingt es ihm grandios und überaus stimmig, von der Liebe in eisigen Zeiten zu erzählen. Die Bühne ist wie schon in seinem letzten Stück "Happy E...
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"Amjad" von La La La Human Steps

Die Melodien von "Schwanensee" und "Dornröschen" erinnert jeder, auch wenn man noch nie eine Aufführung dieser Ballette gesehen hat. Der Choreograph Édouard Lock hat sich der beiden Klassiker angenommen und sie für sein modernes Tanztheaterstück "Amjad" adaptiert. "Amjad" ist ein arabischer Vorname,...
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"St. Kilda – Insel der Vogelmenschen"

St. Kilda, eine kleine Insel im nördlichen Atlantik, wurde 1930 nach jahrhunderterlanger Besiedlung von den letzten Bewohnern verlassen, deren Haupterwerbsquelle die Vögel waren. Ihre Federn dienten ihnen als Bett, die Eier und das Fleisch als Nahrung, die Exkremente als Heizmaterial. Das felsige, k...
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Compañia Tangokinesis im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

In einem Gastspiel der Compañia Tangokinesis am 21.4. 2007 im Tanzhaus NRW waren die neun (statt der angekündigten zehn) Tänzer technisch perfekt und boten eine durchweg schnell getanzte Aufführung. Die Choreografie bestand aus einer Abfolge von einzelnen, hinter einander gereihten Tänzen und war mi...
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Puppenmord

Puppen üben seit jeher eine Faszination aus. Der Mensch sucht in ihr sei Alter Ego, belebt sie, indem er ihnen Eigenschaften andichtet. Von Pygmalion über E.T.A. Hofmanns Olimpia und Oskar Kokoschkas Puppenfetisch, den er sich anfertigen ließ, als er von seiner Geliebten Alma Mahler-Werfel verlassen...
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Die Dekonstruktion des Körpers

Was für eine Vielfalt an orthopädischen Gehhilfen! Rollatoren, Rollbretter, Stangen, Flugseile, lange Krücken und extrem kurze Krücken, Krücken an Armen, Stirn, Brust, Kinn und Mund. Üblicherweise dienen sie körperlich Eingeschränkten zur Fortbewegung, in Marie Chouinards "bODY_rEMIX/gOLDBERG-vARIAT...
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"Exile Within" von Galili Dance am 4.3. im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Exil bedeutet Verlust und Verbannung, aber auch Rettung vor Widrigkeiten am angestammten Ort. Das innere Exil, mit dem uns Itzik Galili bekannt macht, zeigt das  Verbanntsein im eigenen Ich. Itzik Galili erzählt vom Versuch, aus dieser Gefangenschaft, d.h. aus der selbst auferlegten Begrenzthei...
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"Faust " in der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf

Gounods Faust strebt nicht nach Ruhm, Ehre, Erkenntnis, nein, er befindet sich in der Alterskrise und wünscht sich stattdessen Jugend und Leidenschaft. Und so lässt er sich willig auf einen Pakt mit Méphistophélès ein, der ihm in Nu wieder jugendliches Aussehen verschafft und ihm die reizende, unsch...
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The other Side of the River & Waiting

Olga Pona zeigte im Tanzhaus nrw in einem Doppelprogramm zwei ihrer Choreografien, die deutsche Erstaufführung  des 80-minütigen "The other Side of the River" und das 30-minütige "Waiting" von 2002. Olga Pona und ihre Kompanie sind in Chelyabinsk, einer russischen Industriestadt in Sibirien beh...
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"Will it Be a Likeness? – Ist es, ist es nicht"

Vielleicht wäre es besser Bilder im Radio anzusehen, als im Fernsehen (oder sogar im Museum)? Diese Frage war ein Thema der Aufführung von "Will it Be a Likeness? – Ist es, ist es nicht" von John Berger und Juan Muñoz im Tanzhaus NRW. Diese Neueinrichtung des 1996 im Bockenheimer Depot des Frankfurt...
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"Hänsel und Gretel"

Von Stiefmüttern und Schutzengeln

Alle Jahre wieder hänselt und gretelt es auf deutschen Opernbühnen - alle Jahre wieder dieselben Szenen, wenn der Zuschauernachwuchs von fürsorglichen Erziehungsberechtigten erst zu Stuhle und dann (hoffentlich) zur Ruhe gebracht wird - alle Jahre wieder dieselbe Ungeduld auf den Gesichtern, wann da...
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Caligula, römischer Kaiser, verliert seine Schwester und Geliebte Drusilla. Fortan strebt er nach dem Unmöglichen. Und er strebt nach bedingungsloser Freiheit. Mit kalkulierter Lust und grausamer Logik treibt er dabei die Rücksichtslosigkeit seiner Umw

"Ouvertüren der Einsamkeit"

Er gilt als einer der größten Schurken und Lüstlinge der an solchen Schauergestalten ohnehin überreichen Weltgeschichte: der römische Kaiser Caligula (12-41). Nimmt man noch den angeblichen Wahnsinn und das gewaltsame Ende hinzu, so sind alle Momente beisammen, um aus dem politisch eher unbedeutende...
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Studien zur Stille

"Still Live", die am 5.1.07 im Tanzhaus NRW uraufgeführte Choreografie des Spaniers Salva Sanchis, Absolvent der belgischen Talentschmiede P.A.R.T.S., ist eine intellektuelle Auseinandersetzung mit der Stille und dem Nichts. Ein einzelner  weißer, rundlicher Stein ist deutlich am linken vordere...
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"Swan Lake, 4 Acts" von Raimund Hoghe

"Schwanensee" zählt zu den bekanntesten  Ballettstücken. 1877 im Bolschoi-Theater uraufgeführt, erzählt es die tragische Geschichte der in einen weißen Schwan verwandelten Prinzessin Odette, die nur durch treue Liebe erlöst werden kann. Prinz Siegfried verliebt sich in sie und möchte sie auf se...
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Sacre - The Rite of Spring von Raimund Hoghe

Mit dem Beginn des Tanztheaterstücks "Sacre – The Rite of Spring" lässt Raimund Hoghe sich viel Zeit. Auf der Bühne liegen zwei Körper  (Raimund  Hoghe und Lorenzo de Brabandere) im rechten Winkel mit dem Gesicht auf dem Boden und mit den Füßen übereinander. Das Licht wird ganz allmählich ...
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Vom „Anfang der neuen Operette“ hatte begeistert der Schriftsteller Felix Salten gesprochen. Bis heute gilt "Die lustige Witwe" als das berühmteste Werk Franz Lehárs. Ein gut geschriebenes Textbuch und zugkräftige musikalische Nummern sichern ihm

Neureich Rass’ -

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Der verwundbare Körper

Als deutsche Erstaufführung präsentierte das Tanzhaus NRW, aus Anlass der Ausstellung "Francis Bacon. Die Gewalt des Faktischen" (Kunstsammlung NRW), am 16.11.06 das von der niederländischen Choreographin Nanine Linning konzipierte Stück "Bacon". Nicht Bacons Biographie war dabei Inspirationsquelle,...
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Das Blau des Himmels -

Spätestens seit Jean-Pierre Ponnelles legendärem Mozart-Zyklus in den 70er Jahren gilt das Kölner Opernhaus für "Così fan tutte" als besonderes Pflaster. Und wenn in der Person von Regisseur Michael Hampe auch noch ein langjähriger Intendant an die frühere Wirkungsstätte zurückkehrt, ist für nostalg...
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Mit lauter Lichte -

Wer sich dem Ballettklassiker "Giselle" nähert, bekommt es unweigerlich mit jeder Menge von Requisiten, Gesten und Gebärden zu tun. Mancher Plunder ist darunter, der getrost in den Archiven der Musikgeschichte verstauben mag. Aber auch die eine oder andere Frage, die noch jede Aufführung dieses Stüc...
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"Purushartha" von Attakkalari Centre for Movement Arts

Auf die Suche nach dem "Sinn des Lebens" (so die Bedeutung des Titels "Purushartha") begibt sich die Compagnie Attakkalari Centre for Movement Arts aus dem indischen Bangalore zusammen mit der japanischen Multimedia-Künstlergruppe NEST aus Tokio. Klassische indische Tanzformen vermischen sich mit ze...
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Die Genese der Gewalt

"N" ist eine Koproduktion der französischen Ballettcompagnie Angelin Preljocaj mit Granular Synthesis, hinter der sich das deutsch-österreichische Künstlerpaar Kurt Hentschläger und Ulf Langheinrich verbirgt. In der Mathematik bezeichnet "N" die unbestimmte Konstante, aber "N" könnte auch niemand un...
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Blütenlese mit Leerstellen

2006: Mozart-Jahr, Schumann-Jahr, Heine-Jahr - viel der Ehrungen, manchmal zu viele, wenn man bedenkt, dass die auf diese Weise Bedachten auch sonst nicht gerade unterrepräsentiert sind im heutigen Kulturbetrieb. Angesichts dessen liegt es nahe, das runde Datum, ob Geburts- oder Sterbejahr, für alle...
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Lohengrin K ln

Weltklasse im Niemandsland

"Wann geht der nächste Schwan?" Mit dieser Frage soll sich einst der gefeierte Wagner-Tenor Leo Slezak ans Publikum gewandt haben, nachdem er den "Einstieg" verpasst hatte und die Requisite im Bühnenhintergrund verschwunden war. Über die Situationskomik hinaus macht die häufig erzählte Anekdote eine...
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silke z.: resistdance "überMut"

Die Performance "überMut" ist die Frucht einer zweijährigen Arbeit zum Thema Mut. Mut in vielen seiner Facetten wurde in den "Mutproben 1-5" gezeigt. Die gestrige Uraufführung geht einen Schritt weiter und führt in verschiedenen Spielsequenzen vor, wie es vom Mut zum Übermut kommt. In einem Video...
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"Reproduction".

Die Bühne im Tanzhaus NRW ist diesmal eine rechteckige Plattform, um die sich die Zuschauer gruppieren, sie nehmen auf Augenhöhe am Bühnengeschehen teil. Acht Personen betreten diese Bühne zu einer Art Punkrockmusik. Sie setzen sich in die Pose von jungen, androgyn gestylten Männern, wie man sie in ...
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Neuer Tanz aus Japan

Am 15.08.06 wurde die Spielzeit im Tanzhaus NRW in Düsseldorf mit der Vorstellung von drei verschiedenen Positionen des japanischen zeitgenössischen Tanzes mit den Kompanien Batik, Buto-sha Tenkei sowie Tomohiko Tsujimoto eröffnet. Alle drei Arbeiten wurden zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Un...
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Hamlet als Studentenfutter

Seit 1991 steht auf der Neusser Rennbahn, umrahmt von Bäumen, ein Nachbau von Shakespeares Globetheater. Jedes Jahr werden dort mit einem sommerlichen Festival die unvergänglichen Stücke des elisabethanischen Weltgenies zum Leben erweckt. Eingeladen werden Inszenierungen aus vielen Ländern, ein Schw...
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"Double Deux" von Gilles Jobin

In der Eingangsszene von "Double Deux", einer Choreografie des Schweizers Gilles Jobin, wirbeln sechs Tänzerinnen und sechs Tänzer fast zehn Minuten scheinbar ungeordnet zu lauten Technobeats in einem atemberaubenden Tempo über die Bühne. Körper rollen und strecken sich, fallen um, gleiten durch den...
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Figaro Salzburg2

Beklemmendes Psychodrama

Skepsis schien angebracht bei all dem Hype, der im Vorfeld um die Eröffnungsproduktion der diesjährigen Salzburger Festspiele entfacht worden war: Vielversprechender Auftakt für das bislang einzigartige Projekt, alle zweiundzwanzig Bühnenwerke Wolfgang Amadeus Mozarts in dessen Gedenkjahr aufzuführe...
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LA CIFRA (DAS RÄTSEL MIT DEN BUCHSTABEN)

Vertan, aber nicht versungen

Wann immer von Antonio Salieri (1750-1825) die Rede ist, geht es alsbald weniger um seine Werke, sondern um seine angebliche Rivalität zum genialen Zeitgenossen Mozart - und um das haarsträubende Gerücht, wonach er, angetrieben von Neid und Mißgunst, diesen heimtückisch ermordet habe. "Ich möchte Sa...
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Hochtourig überdreht

"In a good play every speech should be as fully flavoured as a nut or apple." - Es ist in der Tat ein hoher Maßstab, den der irische Dramatiker John Millington Synge (1871-1909) an ein gutes Theaterstück anlegte. Und, seien wir einmal ehrlich, wie viele Bühnenwerke, darunter auch ganz namhafte, verb...
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Mit Schwung ins Eigentor

Auf dem Weg zum Düsseldorfer Schauspielhaus dachte ich an die herrlichen Lesestunden, die ich mit Thomas Brussigs berühmtem Wenderoman „Helden wie wir“ verbracht hatte und freute mich auf sein Monologstück „Leben bis Männer“. Ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, ich erlebte einen vergnüglichen,...
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Kategorien: KritikenOper

Mit Mittelmass in die Zukunft?

Die von Physikern wie auch Astrologen eifrig diskutierte Frage der Parallelwelten finden gegenwärtig auf der Bühne der Düsseldorfer Oper ihre schlüssige Antwort. Während Kritiker die von Klaus Richter inszeniert und John Fiore dirigierte Don-Giovanni-Aufführung gleich mit dem Titelhelden in die Höll...
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Kategorien: OperKritiken

Lachend kann man ernsthaft sein

Lessing war zu seiner Zeit ein junger Wilder. Ein Aufklärer, Rebell und Pionier. Er war der erste wirkliche Dramatiker Deutschlands. Er schrieb die erste grosse deutsche Komödie, die immer eine herrlichsten bleiben wird: 'Minna von Barnhelm'. Sie entstand aus einem todtraurigen Dilemma, in das Les...
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SPÄTROMANTISCHER ZAUBER -- 7. Kammerkonzert des Staatsorchesters "Zwischen Wien und Budapest" in der Liederhalle STUTTGART

Nach der Uraufführung seines Bläserquintetts in Es-Dur im Jahre 1784 im Wiener Burgtheater berichtete Wolfgang Amadeus Mozart seinem Vater Leopold von dem "ausserordentlichen beyfall", den dieses Werk erhielt. Dass dies wohl zurecht geschah, demonstrierten die Musiker des Staatsorchesters Stuttgart....
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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IMMER IN DER BALANCE -- Vertigo Dance Company aus Israel im Forum am Schlosspark LUDWIGSBURG

In der suggestiven Choreografie von Noa Wertheim kann sich der tänzerische Zauber der israelischen Vertigo Dance Company voll entfalten. Es geht um eine Suche nach der Rückkehr zu dem Ort, der uns selbst näherbringt. "Makom" bedeutet im Hebräischen ein realer oder imaginärer "Ort". Es kann aber auch...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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VIELE GEMEINSAMKEITEN -- Fauré und Szymanowski mit Eva Zavaro (Violine) und Clement Lefebvre (Klavier) bei la dolce volta

Die französisch-polnische Geigerin Eva Zavaro hatte die Idee, die beiden Komponisten Gabriel Fauré und Karol Szymanowski miteinander zu kombinieren. Bei aller Eigenständigkeit hätten sie eine Reihe von Gemeinsamkeiten gehabt, so Zavaro. Es gehe dabei vor allem um solide Grundlagen in alten Musikstil...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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DER FRAUENHELD ALS MYTHISCHE GESTALT -- Revue-Operette "Casanova" von Strauss/Benatzky in der Staatsoper Stuttgart

Barberina steht als schöne Frau im Mittelpunkt des Geschehens. Das Männlichkeitspathos wird in Marco Stormans Inszenierung auf die Spitze getrieben. Natürlich erscheint der Schwerenöter Casanova auch als Sexualhampelmann, der von der Frau mit seinem Riesenpenis dressiert wird. Als feuriger Hengst da...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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NICHT AUF DEN LITURGISCHEN BEREICH BESCHRÄNKT --- Bruckners e-Moll-Messe und Motetten bei BR Klassik

Anders als die frühe d-Moll-Messe blieb die 1866 in Linz komponierte e-Moll-Messe nicht auf den liturgischen Bereich beschränkt. Die alten Kirchentonarten stehen bei der Messe in e-Moll von Anton Bruckner deutlich im Mittelpunkt. Der mit sphärenhafter Leuchtkraft agierende Chor des Bayerischen Rund...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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FEINSTE SCHATTIERUNGEN DES GEFÜHLS -- Stuttgarter Philharmoniker unter Gabriel Feltz mit Berg und Brahms in der Liederhalle Stuttgart

Wieder konnte man als "Minutenstück" eine interessante Komposition eines Studenten der Kompositionsklasse von Prof. Marco Stroppa an der Stuttgarter Musikhochschule hören. Der 1987 in Mailand geborene Francesco Ciurlo stellte als Uraufführung sein Stück "Segnale Immaginario" vor. Es ist eine facette...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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ZWISCHEN CHORAL UND WUCHT - Mahlers "Auferstehungssinfonie" mit den Ensembles der Universität Stuttgart im Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart

Die Aufführung von Mahlers Mahlers zweiter Sinfonie erklang am 3. Februar auch im Mainzer Dom. Man erinnerte daran, dass der jüdische Komponist Gustav Mahler zum katholischen Glauben konvertierte. An der 1894 beendeten zweiten Sinfonie in c-Moll "Auferstehung" hat Mahler sieben Jahre gearbeitet. D...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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STÜRMISCHER SCHWUNG - Adventskonzert mit der sueddeutschen kammersinfonie bietigheim im Kronenzentrum Bietigheim

Sie war Preisträgerin beim ARD-Musikwettbewerb und gehört zu den vielversprechenden jungen Pianistinnen: Annika Treutler. Im Kronenzentrum Bietigheim spielte sie nun das Klavierkonzert in A-Dur KV 488 von Wolfgang Amadeus Mozart zusammen mit der dezent begleitenden "sueddeutschen kammersinfonie biet...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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REISE NACH PARIS - "Mitten im Orchester" mit den Stuttgarter Philharmonikern im Gustav-Siegle-Haus in Stuttgart

Wieder nahmen die Stuttgarter Philharmoniker ihr Publikum auf eine aufregende Reise "Mitten im Orchester" mit. Diesmal stand Paris im Mittelpunkt. Igor Strawinskys Suite für kleines Orchester Nr. 1 ist nicht oft zu hören. Die Stuttgarer Philharmoniker musizierten unter der inspirierenden Leitung von...
Geschrieben von ALEXANDER WALTHER
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Stilwechsel

Ein Stück von John Ford, einem Zeitgenossen William Shakespeares, bildet die Grundlage für das Libretto der soeben uraufgeführten Oper "Schade, dass sie eine Hure war" von Anno Schreier in der Deutschen Oper am Rhein. Und wahrlich der Stoff ist einer Oper würdig: Inzest. Ehebruch, Liebe, Rache, Eife...
Geschrieben von Dagmar Kurtz
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Im Konzertsaal

In bewährter Form wurde auch der Ballettabend "b29" dreiteilig in der Deutschen Oper am Rhein präsentiert: Zwei Stücke aus dem klassischen Ballettrepertoire rahmen das neue Werk von Martin Schläpfer. Der Zuschauer wird so mit Neuem und mit Werken aus der Ballettgeschichte vertraut. Aus Verehrun...
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a Sandmann

Die Täuschung

Pädagogische Maßnahmen vergangener Zeiten führten neben dem erwünschten Effekt wohl nicht selten auch zu Alpträumen, bei sensiblen Kindern allzumal. Die Geschichte vom Sandmann, der den Kindern Sand in die Augen streut, damit sie müde sind und zu Bette gehen, bekommt in E.T. A. Hoffmanns Erzählung...
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aschlaepfer

Glaubensfragen

Ein Spätwerk von Gioacchino Puccini, die "Petite Messe solennelle", hat sich Martin Schläpfer für seinen abendfüllenden Ballettabend "b32" ausgesucht. Die kleine feierliche Messe wurde in der Privatkapelle des Grafen Michel-Frédéric Pillet-Will in Paris uraufgeführt und ist mit Sopran, Alt, Tenor,...
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Neckische Nixen?

Die neue Rheingold-Inszenierung an der Deutschen Oper am Rhein von Dietrich W. Hilsdorf beginnt nicht mit Wagner, sondern mit einem Prolog, in dem die erste Zeile von Heinrich Heines Gedicht "Loreley" zitiert wird. "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten..." Das Wort "Es" wird wiederholt und bildet ...
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Vorsicht Kunst!

Das Eheleben hat sich Don Pasquale doch ganz anders vorgestellt! Die Braut, die ihm von seinem Hausarzt empfohlen wurde und beim Vorstellungsbesuch als schüchterne Klosterschülerin auftrat, entpuppt sich nach der Heirat als herrische, verschwenderische und vergnügungssüchtige Frau, die seinen Haus...
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Vanitas

Einer von vielen Titeln, mit dem sich die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens gerne schmückt, lautet "Modestadt", denn sie beherbergt die allseits bekannte Modemeile "Kö" und früher fand zweimal jährlich eine Modemesse statt. Eine gewisse Modeaffinität lässt sich auch bei Elfriede Jelinek finden...
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Obelisco

"b31" in der Deutschen Oper am Rhein

Der "b31" betitelte Ballettabend an der Deutschen Oper am Rhein bietet drei Tanzstücke wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Das erste Stück "Obelisco" von Martin Schläpfer ist eine überarbeitete Fassung des bereits 2007 für das ballettmainz kreierten Stückes. Statt mit Ricky Lee Jones "Go...
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Der Traum

Es regnet, und vor den Toren einer asiatischen Stadt, die als Scherenschnittsilhouette dargestellt ist, spannen alle einen Regenschirm auf. Mit diesem stimmungsvollen Bild beginnt Puccinis Oper "Turandot" an der Deutschen Oper am Rhein. Huan-Hsiung Li nimmt in seiner Inszenierung vielfach auf chin...
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Einsamkeit

Der 30. Ballettabend an der Deutschen Oper am Rhein beginnt furios mit Remus Şucheanăs "Concerto grosso Nr. 1" zu Alfred Schnittkes gleichnamigem Musikstück. Zu der polystilistischen Komposition mit Überlagerung von verschiedenen musikalischen Motiven aus unterschiedlichen Epochen - heraus zu höre...
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Durch Nacht zum Licht - "b.26" in der Deutschen Oper am Rhein

Heiter, beschwingt beginnt der Balletabend "b26" mit einer Zusammenstellung von Szenen aus zwei Balletten des dänischen Choreographen August Bournonville: "Napoli" von 1842 und "Blumenfest in Genzano" von 1858. Bournonville zählt zu den wichtigsten dänischen klassischen Choreographen. Und so ist e...
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Düstere Intrige

Ein schwerer Sturm tobt vor der Küste, Zypern ist keine sonnige Mittelmeerinsel. In Michael Thalheimers Inszenierung von Verdis Oper "Otello" für die Deutsche Oper am Rhein ist es eine dunkle leere Guckkastenbühne, die den inneren Zustand der beiden Gegenspieler Otello und Jago nach außen kehrt. B...
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Ein humanistisches Theaterstück

Übrig bleibt vom Namen des Mädchens nur das Ende: Toda. Daran ist die Flucht schuld; die Fremde, durch die Toda hindurch muss, in die sie hinein muss, um zu ihrer Mutter auf der anderen Seite der Grenze zu gelangen, im Ausland. Eigentlich lebt Toda zusammen mit ihrem wunderbar optimistischen Vater...
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Köperwahrnehmung

Gedanken über den Körper macht man sich nicht, solange er gut funktioniert. Anders ist es bei einem Tänzer, für ihn ist er das Instrument, mit dem er sich oder die Ideen eines Choreographen ausdrückt. In einzelnen Szenen schildert das Dance On Ensemble sachlich, nüchtern in "Water between three ha...
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Tanz und Ekstase

Rhythmusbetont, repetitiv, das sind zwei Stilelemente der Musik der Gnawer, einer marokkanischen Volksgruppe, deren Ursprünge im südlichen Westafrika liegen. Ihre Musik vermag in Trance zu versetzen. In "En Alerte", das als deutsche Erstaufführung im Tanzhaus NRW zu sehen war, kombiniert Taoufiq I...
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