Azucena reibt sich zwischen Racheversprechen und Schuldgefühlen sowie ihrer Mutterliebe zu Manrico, den sie als Rächer heranzieht, völlig auf. Leonora liebt Manrico trotz seiner undurchschaubaren Herkunft. Den Grafen Luna, der sie bedrängt, weist sie zurück und ist bereit, für Manrico ihr Leben zu geben.
Giuseppe Verdi liebte die Vielfältigkeit des Sujets, den Kontrastreichtum der Personen und Situationen, die Gutiérrez’ Schauspiel »El trovador« enthielt. »Il trovatore« beschwört exemplarisch Ausnahmesituationen und Konflikte herauf – Verdi führt die Gestalten an die äußersten Grenzpunkte ihrer Existenz: Liebe, Eifersucht, Hass, Rache – aber die Musik mit ihrer bebenden Dynamik erzeugt auch die Bilder von Scheiterhaufen, Parallelwelten der Clans, Zweikampf, Kloster.
»Il trovatore« erlebte am 19. Januar 1853 im Teatro Apollo in Rom eine fulminante Uraufführung. Die Presse schrieb: »Verdi hat in diese Partitur die Quintessenz von allem, was Musik heißt, einströmen lassen, und das mit dem ganzen italienischen Feuer.«
Inszenierung
Mit seinen eindringlichen Inszenierungen hat sich Regisseur Dmitri Tscherniakov einen Ruf als einer der führenden Theatermacher der internationalen Opernszene erarbeitet. Jede der von ihm als Regisseur und Ausstatter realisierten Produktion wird zu einem Gesamtkunstwerk.
Musikalische Leitung Will Humburg
Inszenierung, Bühne, & Kostüm Dmitri Tcherniakov
Licht Gleb Filshtinsky
Chorleitung Rustam Samedov
Il conte di Luna
Scott Hendricks
Leonora
Aurelia Florian
Azucena
Marina Prudenskaya
Manrico
Arnold Rutkowski
Ferrando
Giovanni Furlanetto
Chor
Chor der Oper Köln
Orchester
Gürzenich-Orchester Köln
Das Bild zeigt Giuseppe Verdi
Giuseppe Verdi, "Il Trovatore", Oper Köln
Premiere 1. März 2020 um 18:00 Uhr im StaatenHaus, Saal 2
23.02.2020
Graf Luna nützt rücksichtslos seine politische Machtstellung, um eine Privatfehde gegen Manrico zu führen, wütet in Hass und Eifersucht gegen jeden, der seinen Zielen im Weg steht. Der unter Fremden aufgewachsene Troubadour Manrico ist ein Außenseiter, der sich durch seine Kunst Gehör verschaffen kann. Er bleibt hin- und hergerissen zwischen seiner (vermeintlichen) Mutter Azucena und der Geliebten Leonora, einer jungen Gräfin.

