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LENZ von Georg Büchner, Vorarlberger Landestheater Bregenz

Livestream-Premiere: Sonntag, 28.11.2021, 18.00 Uhr, YouTube-Kanal des Vorarlberger Landestheaters

24.11.2021

„Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehn konnte“ – „er suchte nach etwas, wie nach verlornen Träumen, aber er fand nichts“, so schlägt Büchner den Grundton seiner Erzählung an. Naturbeschreibungen begleiten als starke Bilder die Darstellung der persönlichen Entwicklung von Lenz, der ein Suchender ist, der den Mut hat, sich die wirklich großen Fragen zu stellen. Auch eine unglückliche Liebesgeschichte setzt Lenz zu und trägt zusätzlich zur weiteren Zerrüttung seines Zustandes bei.

© Anja Köhler, Nico Raschner

Büchner schreibt anhand ‚seines‘ Lenz über Wahrnehmungen von Welt, Ansichten über eine lebensnahe Kunstauffassung und Lenz‘ Geisteszustand, der auch als Fortentwicklung eines psychischen Leidens beschrieben werden kann. Briefe des Schriftstellers Jakob Michael Lenz und eine schriftlich abgefasste Beobachtung von einem Pfarrer namens Oberlin, bei dem sich Lenz für einige Zeit aufhielt, dienten Büchner als Quellen.

Georg Büchner starb 1837, keine 24 Jahre alt, und betrat mit LENZ, LEONCE UND LENA (ebenfalls ab 16.2.22 am VLT), DANTONS TOD und WOYZECK literarisches Neuland – innovativ und einflussreich, bis in unsere Zeit.

Mit Nico Raschner

Regie Jürgen Sarkiss
Bühne und Kostüm Tassilo Tesche
Dramaturgie Ralph Blase

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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