In seiner 1925 entstandenen und den Frankenstein-Mythos aufgreifenden Erzählung »Hundeherz« kritisierte der russische Schriftsteller und Arzt Bulgakow die rauschhafte Utopie des Transhumanismus und Fortschrittsglaubens der frühen Sowjetunion. Seine satirische Betrachtung ist in der neoliberalen Leistungsgesellschaft aktueller denn je: Der Perfektionsdrang der Jetztzeit führt zu Lifestyle-Optimierung, Fitnesswahn und Schönheitsoperationen oder am besten gleich zu Maschinenkörpern. Was bleibt am Ende übrig von der menschlichen Natur?
Christoph Bornmüller inszenierte bereits in Darmstadt, Schwerin und Rostock und ist seit der Spielzeit 2018/19 als Schauspieler fest am NTM engagiert. »Hundeherz« ist seine erste Regiearbeit in Mannheim.
Regie: Christoph Bornmüller
Bühne & Kostüme: Martin Miotk
Musik: David Kirchner (Gast)
Licht: Ronny Bergmann
Dramaturgie: Sascha Hargesheimer
Lumpi: Robin Krakowski
Professor Filipp Filippowitsch Preobraschenski: Boris Koneczny
Doktor Bormenthal: László Branko Breiding
Sina: Almut Henkel
Schwonder: Arash Nayebbandi
Knallikowa: Sarah Zastrau
Sa, 18.01.2020, 20.00 Uhr, Studio Werkhaus
Sa, 08.02.2020, 20.00 Uhr, Studio Werkhaus
Kurzeinführung um 19.30 Uhr im Foyer Studio Werkhaus
Mi, 12.02.2020, 20.00 Uhr, Studio Werkhaus
Weitere Termine folgen
»Hundeherz« nach der Erzählung von Michail Bulgakow m Natonaltheater Mannheim
Premiere am Freitag, 10. Januar 2020 um 20 Uhr im Studio Werkhaus
02.01.2020
Der Moskauer Professor Preobrashenski ist auf Verjüngung spezialisiert. Indem er einem Straßenköter Hirn und Hoden eines Kleinkriminellen einsetzt, will er seine Forschung vorantreiben und den »Neuen Menschen« erschaffen. Doch das Experiment geht gründlich schief: Wie der unfreiwillige Spender hat der Menschenhund eine Vorliebe für Alkohol, Kraftausdrücke und Gewalt und macht das Leben seines Schöpfers zur Hölle.


