Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Ballett-Abend "Changes" am Theater Pforzheim - Neue Tanzwerke von Damian Gmür und Odbayar BatsuuriBallett-Abend "Changes" am Theater Pforzheim - Neue Tanzwerke von Damian Gmür...Ballett-Abend "Changes"...

Ballett-Abend "Changes" am Theater Pforzheim - Neue Tanzwerke von Damian Gmür und Odbayar Batsuuri

Premiere am Freitag, 26. Juni 2020 im Großen Haus

Endlich hebt sich seit der pandemiebedingten Einstellung des Vorstellungsbetriebs im März wieder der Vorhang im Großen Haus des Theaters Pforzheim. 99 Zuschauer*innen – so viele dürfen laut der derzeitigen Bestimmungen Platz nehmen und den neuen, zeitgenössischen Tanzabend „Changes“ genießen.

 

 

 

 

 

 

Copyright: Theater Pforzheim

Gmürs Uraufführung trägt den Titel „45“. Er bezieht sich auf jene 45 Zentimeter, die ein Mensch in alle Richtungen als persönlichen Raum empfindet. Die Überschreitung und Wiederherstellung dieser Grenze bedeutet Nähe, Berührung und Distanz – liebevoll oder getragen von Gewalt. Damian Gmür: „Was passiert, wenn dieser Raum massiv erweitert wird? Wie lassen sich dann Zustände, Bedürfnisse und Geschehnisse von Berührung über Bewegungen generieren?“ Bis zur Grenze lotet der Schweizer in seinem neuen Stück „45“ aus, was Tanz ausmacht: Energie, Rhythmus und Dynamik; starker Ausdruckswille, neue Formen und Abstraktion - Tanz als einmaliges Ereignis, hoch abstrakt und tief eigene Empfindungswelten treffend.

Damian Gmür, geboren und aufgewachsen in der Schweiz, arbeitete als Tänzer in internationalen Engagements, u.a. bei der Iceland Dance Company, der Tanzkompanie Staatstheater Oldenburg/MS Schrittmacher Berlin, Staatstheater Darmstadt, Theater Bern und Theater St. Gallen. Er tanzte außerdem in Werken von Gregor Zöllig, Johannes Wieland, Roberto Olivan, Guy&Ronnie, Nils Christe, Örjan Anderson, Philippe Blanchard, Richard Wherlock, Tamas Juronics, Gonzalo Galguera, Martin Stiefermann und Mei Hong Lin. Seit 2017 ist der international tätige Gastlehrer und Dozent Trainings- und Probenleiter und stellvertretender Ballettdirektor am Theater Pforzheim. „45“ (2020) ist nach „Drift“ (2017) und „Wolken die uns nicht tragen“ Gmürs dritte Uraufführung für das Ballett Theater Pforzheim. Gemeinsam mit Guido Markowitz schuf er zudem die Site Specific-Arbeiten „Schwimm, wenn Du kannst!“ (2017) im Emma Jäger-Bad und „Perfekt unperfekt“ (2018) im Schmuckmuseum.

Mit großer Neugierde darf man des Weiteren der ersten Arbeit des aus der Mongolei stammenden Tänzers und Choreografen Odbayar Batsuuri für eine zeitgenössische Ballettcompagnie begegnen. Batsuuri ist Absolvent renommierten Palucca Hochschule für Tanz Dresden, mit der das Ballett Theater Pforzheim seit einigen Jahren kooperiert, und gilt als hochtalentiert. Seine Uraufführung wird zugleich seine Abschlussarbeit werden.

Dauer des Abends: 60 Minuten ohne Pause

„Changes“
Neue Tanzwerke von Damian Gmür und Odbayar Batsuuri

45
Choreographie – Damian Gmür
Tänzer* – Yannis Brissot, Alex Ferro, Abraham Iglesias Rodriguez, Hyeun Woo Bae, Stella Covi, Fabienne Deesker,; Soraya Leila Emery, Selene Martello
Musik – Collage
Kostüme – Katharina Andes

N.N.
In Kooperation mit der Palucca Hochschule Tanz Dresden
Choreographie – Odbayar Batsuuri

Odbayar Batsuuri stammt aus der Mongolei und lebt seit mehreren Jahren in Dresden, wo er als Studierender im Master-Studiengang Choreographie an der Palucca Hochschule für Tanz bereits mit mehreren Arbeiten u.a. für die Tanzwoche Dresden 2019 oder das American Dance Festival in Durham North Carolina auf sich aufmerksam machte.

Tänzer – Mei Chen, Alba Valenciano Lopez, Dario Wilmington/Hyeon Woo, Willer G. Rocha/Mariana Filipa Rodriguez Romao.
Die Kreation und Besetzung der einzelnen Werke erfolgte gemäß der derzeit geltenden Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Schichtsystem mit festen Teams unter Einhaltung der derzeit geltenden Abstandsregeln und Hygienevorschriften.

Kostüme – Ulrike Wenk

weitere Vorstellung am Freitag, 3. Juli 2020
 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

ATEMLOSE HÖHENFLÜGE -- SWR Symphonieorchester mit Busoni und Sibelius im Beethovensaal der Liederhalle/STUTTGART

Zwei unterschiedliche Zeitgenossen standen diesmal im Zentrum: Jean Sibelius und Ferrucio Busoni. Immerhin weiß man, dass beide in Helsinki Schumanns Klavierquintett in Es-Dur gemeinsam musizierten.…

Von: ALEXANDER WALTHER

GIGANTISCHER SCHWARZER KEIL -- "Don Carlos" in der Staatsoper Stuttgart

In der Regie von Lotte de Beer steht das Thema Macht ganz im Zentrum des Geschehens. Ein gigantischer schwarzer Keil dreht sich immer wieder in geheimnisvoller Weise auf der von Christof Hetzer…

Von: ALEXANDER WALTHER

MACHTVOLLE MOTIVE -- Bruckners fünfte Sinfonie im Beethovensaal der Liederhalle STUTTGART

Für Chefdirigent Dan Ettinger war kurzfristig der durch seine Bruckner-Aufnahmen in St. Florian berühmt gewordene Remy Ballot eingesprungen. Ballot ist der letzte Schüler des legendären…

Von: ALEXANDER WALTHER

EINFALLSREICHES ZUSAMMENSPIEL -- "Enveloppes - Hüllen" im Wilhelma-Theater Stuttgart

Als Produktion des Studiengangs Figurentheater zusammen mit dem Institut für Sprechkunst und dem Institut für Blasinstrumente und Schlagzeug der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart…

Von: ALEXANDER WALTHER

AUSDRUCKSSTARKE KLANGFÜLLE - Neue CD: Tribute to Rachmaninoff mit der Pianistin Shorena Tsintsabadze bei Ars Produktion

Die aus Moskau stammende Pianistin Shorena Tsintsabadze präsentiert hier Rachmaninoff-Aufnahmen mit ungewöhnlicher Brillanz und Sensibilität. Sie wiederlegt auch die Behauptung, die Musik…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑