1607 soll die etwa 10-jährige Matoaka aka Amonute aka Pocahontas den Kolonisten John Smith vor der Hinrichtung gerettet haben, er mitbegründet Jamestown, Virginia, die erste dauerhafte englische Siedlung in Nordamerika. 1613 wurde Pocahontas von den Kolonisten entführt und konvertiert. Sie heiratet den Tabak-Pflanzer John Rolfe, dem sie einen Sohn gebiert und daraufhin nach London reist. 1617 stirbt Pocahontas in Gravesend, England. Die First Families of Virginia wollen Nachkommen von Pocahontas und Rolfe sein. Pocahontas ist zum amerikanischen Gründungsmythos gemacht worden.
Das junge Theaterkollektiv 3000THEATER nimmt diesen Mythos um Pocahontas sowie die Romantisierung der Geschehnisse im Film zum Anlass, die Geschichte mit Nancy Mensah-Offei in der Hauptrolle neu zu schreiben. Pocahontas macht sich auf den Weg über den großen Teich und feiert ihr fulminantes Comeback – losgelöst von allen stereotypen Perspektiven, ganz ohne Walt Disney.
Eine Koproduktion von 3000THEATER und Theater Drachengasse
Text: Effe U Knust
Regie: Anna Laner
Video: Elke Auer
Mit: Nancy Mensah-Offei
Weitere Vorstellungen: 22. – 24. Oktober, 4., 5. und 7. – 9. November 2019,
jeweils um 20 Uhr
Karten: Theater Drachengasse, Bar&Co
Drachengasse 2, 1010 Wien
Telefon: +43 (0) 1 513 14 44
E-Mail: karten@drachengasse.at
Web: www.drachengasse.at/karten.asp
Abendkassa: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn
Uraufführung: "Weißer Rauch - Pocahontas im Virginia-Megastore" - Theater Drachengasse Wien
Premiere 21. Oktober 2019, 20 Uhr, Bar&Co,
17.10.2019
Das Leben und die Geschichten von Pocahontas wurden vielfach in der Populärkultur aufgegriffen und stehen paradigmatisch für die Verharmlosung von gewaltvollen Land- und Körpernahmen in der Kolonialgeschichte der USA. 1995 startete der heute weltberühmte Walt-Disney-Film Pocahontas in den Kinos und ein ikonisches Bild wurde geschaffen: Die Native American wirft ihren Körper schützend zwischen Kolonist und Waffe. Schützt mit ihrem Körper den seinen und gibt mit ihrem Körper das Land.


