Guy Montag, ein "Jedermann" aus der spießigen Vorstadthölle, ist Feuerwehrmann und legt Brände, anstatt diese zu löschen. Seine Mission: Die Welt von Büchern befreien – bis die harmlose Begegnung mit einem kleinen Mädchen seine Welt ins Wanken bringt und zum Brandbeschleuniger eines unumkehrbaren Sinneswandels wird.
Regie: Alexander Simon
Bühne: Wiebke Bachmann
Kostüme: Lotta Zeit
Dramaturgie: Tobias Kluge
Musik: Ralph Heidel
Mit: Mohammad Akeel, Yanina Cerón, Lisette Holdack, Alexandros Koutsoulis, Rebecca Lindauer, Hauke Petersen, Alida Stricker, Hugo Tiedje, Daniel Warland
Am: 10./13./14./27.1. NEUES HAUS
Das Bild zeigt Ray Bradbury
"Fahrenheit 451" von Ray Bradbury im Berliner Ensemble
Premiere Do 09.01.2020, 20:00 Uhr
02.01.2020
Denken wir uns eine Gesellschaft, in der die Diktatur durch den Willen des Volkes legitimiert ist; in der die Selbstzensur mündige Bürger*innen zu schweigenden Mitläufer*innen ummontiert hat; in der unter dem Vorwand eines Individualitätsversprechens eine homogene und exklusive Gemeinschaft gewachsen ist; in der eine glatte, reibungslose Oberfläche all den unliebsamen Schmutz abperlen lässt; in der jeder schlechte Gedanke durch die nächste digitale Ablenkung getilgt wird; in der es kein Innen und Außen, kein Oben und Unten, kein Gut und Böse gibt; in der die lästige Suche nach Sinn und Bedeutung final abgeschlossen ist – in dieser Gesellschaft sprengt ein naives "Warum ist das eigentlich alles so?" die Grenzen des Sag- und Denkbaren.


