Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Telemaco ossia L'isola di Cicre" von Christoph Willibald Gluck - Theater Erfurt"Telemaco ossia L'isola di Cicre" von Christoph Willibald Gluck - Theater..."Telemaco ossia L'isola...

"Telemaco ossia L'isola di Cicre" von Christoph Willibald Gluck - Theater Erfurt

Premiere am 22. April 2023 um 19 Uhr im Großen Haus

Die Irrfahrten des griechischen Königs Odysseus auf seiner Rückreise vom Trojanischen Krieg sind berühmt und als Odyssee in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen. Weniger bekannt ist eine Variante des Mythos, in der sich sein Sohn Telemaco auf die Suche nach seinem Vater begibt und ihn schließlich auch wiederfindet. Unterwegs verliebt er sich in die kretische Prinzessin Asteria, die ihre Herkunft nicht kennt, und muss sich mit der launischen Zauberin Circe auseinandersetzen, die seinen Vater nicht von ihrer Insel ziehen lassen möchte.

 

Copyright: Lutz Edelhoff

Christoph Willibald Gluck ist bekannt als ein Komponist, der die Oper seiner Zeit von überholten Konventionen zu befreien versuchte. Sein Telemaco stammt aus dieser Phase der Opernreform. Gluck geht sehr frei mit den musikalischen Gestaltungsmöglichkeiten um, integriert prachtvolle Chöre und Tanzmusik in die Handlung, verwendet aber auch kunstvolle Da-capo-Arien aus der Tradition der barocken Opera seria. Er verfasste das Werk anlässlich der zweiten Hochzeit des österreichischen Thronfolgers und späteren Kaisers Joseph II. Zu jener Zeit waren Zauberstoffe sehr beliebt und Gluck macht die Magie mithilfe seiner Musik hörbar.

Glucks Oper Telemaco wurde lange Zeit als zweitrangiges Werk angesehen, welches sich bei näherer Betrachtung aber als wahres Juwel darstellt. An dieser Oper wird nebeneinander gezeigt, was die alte und im 18. Jahrhundert noch lange nachwirkende Tradition der Opera Seria ausmachte und welcher neue, dem alten entgegengesetzte Stil sich ab 1760 langsam, aber sicher im Musiktheater durchsetzte. Der Komponist Christoph Willibald Gluck und Marco Coltellini, der Librettist des großen Opernreformators, fügten der berühmten Irrfahrt des Odysseus eine neu erdachte Episode ein. Sie dichten dem mythologischen Stoff neue Wendungen zu und vermischen Figuren und Musikstile miteinander. Dies führt zu einer Geschichte, die sich um folgende Frage dreht: Wie weit reicht Macht, wenn die Liebe im Spiel ist?

Musikalische Leitung / Nicolas Krüger
Inszenierung / Stephan Witzlinger
Ausstattung / Hank Irwin Kittel
Dramaturgie / Bartholomäus Pakulski

Weitere Vorstellungen: 22.04.2023, 19:00 | 30.04.2023, 15:00 | 03.05.2023, 19:30 |
12.05.2023, 19:30 | 21.05.2023, 18:00 | 28.05.2023, 15:00

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

SPIELTECHNISCHE RASANZ -- 6. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Stuttgart unter Cornelius Meister im Beethovensaal der Liederhalle STUTTGART

Ein abwechslungsreiches Programm präsentierte das Staatsorchester Stuttgart unter der inspirierenden Leitung von Cornelius Meister im Beethovensaal der Liederhalle. Gleich zu Beginn überzeugte die…

Von: ALEXANDER WALTHER

MUSIK UND WORT VEREINT -- Rothko String Quartet im Ordenssaal bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Ende 2022 wurden die Briefe von Ingeborg Bachmann und Max Frisch im Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Sehnsuchtstöne, Eifersüchteleien und Streitgespräche wechseln sich ab. Amelie Schmidt (Rezitation)…

Von: ALEXANDER WALTHER

SPHÄRENHAFTES KLANGSPEKTRUM -- Werkstattfestival Studio Neue Musik & Campus Gegenwartim Konzertsaal der Musikhochschule STUTTGART

Wieder war Neues aus den Kompositionsklassen von Prof. Marco Stroppa und Prof. Martin Schüttler zu hören. Das Konzert I stellte Kompositionen von begabten Hochschulstudenten vor. Von der Koreanerin…

Von: ALEXANDER WALTHER

IMPROVISATION ZWISCHEN JAZZ UND KLASSIK -- Quatuor Ebene Waves im Ordenssaal bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Seit über 20 Jahren feiert das Ensemble Quatuor Ebene mit Pierre Colombet (Violine), Gabriel Le Magadure (Violine), Marie Chilemme (Viola) und Yuya Okamoto (Violoncello) sowie Xavier Tribolet…

Von: ALEXANDER WALTHER

NEUES VOM SEEMANN POPEYE -- "Liebe - eine argumentative Übung" im Foyer des Kammertheaters STUTTGART

"Olivia liebte den Schwanz ihres Freundes" - so heißt es im Stück "Liebe - eine argumentative Übung" von Sivan Ben Yishai. Es geht darin um den spinatliebenden Seemann Popeye und seine Freundin Olivia…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑