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Jacques Offenbach, "Orpheus in der Unterwelt", Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg

Premiere Freitag, der 11. März 2022, 19.30 Uhr, im Opernhaus Düsseldorf

15.02.2022
Kategorien: Deutschland, News, Oper

Es ist ein echter Wolf im Schafspelz, der Eurydike aus der Fassung bringt. In Gestalt des liebreizenden und naturverbundenen Monsieur Aristée tritt Pluton, der Gott der Unterwelt, in ihr Leben und plötzlich ist alles anders: Voll Sehnsucht tauscht sie ihr unerfülltes Dasein an der Seite ihres Orpheus, einem so genialen wie eitlen Geigen-Virtuosen, kurzerhand gegen die erotischen Verlockungen des Schattenreichs von Pluton ein.

© Per Appelgren

Eine Wendung des Schicksals, der Orpheus keinesfalls im Weg stehen will. Im Gegenteil: Eurydikes lustvolles Entfliehen ins Reich des Todes kann ihm gar nicht schnell genug gehen. Und so will er eigentlich auch nichts weniger, als seine ausschweifende Frau zurückgewinnen zu müssen.

Jacques Offenbach und sein Librettist Ludovic Halévy stellen mit ihrem „Orpheus in der Unterwelt“ die antike griechische Mythologie gehörig auf den Kopf. Mit Witz und doppeltem Boden treiben sie Orpheus’ Suchen nach seiner Ungeliebten von einer bitterbösen Pointe zur nächsten und machen die wilde Travestie, der Offenbach eine zitatreiche Musik auf den Leib geschneidert hat, salonfähig. Dem eskapistischen Leben der göttlichen Hallodris rückt Regisseur Barrie Kosky zuleibe, der mit dieser gefeierten Koproduktion mit den Salzburger Festspielen und der Komischen Oper Berlin an die Deutsche Oper am Rhein zurückkehrt.

    Opéra-bouffon in zwei Akten und vier Bildern (Mischfassung 1858/1874)
    Libretto von Hector Crémieux und Ludovic Halévy

    In französischer und deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

    Dauer: ca. 2 ¾ Stunden, eine Pause

    Empfohlen ab 14 JahrenMit Tempo, Taktgefühl, großer Präzision und Spielfreude erarbeitet das Ensemble Barrie Koskys hemmungslos unterhaltsamen Höllenritt in Düsseldorf. Immer mittendrin:

    Der schon in Salzburg und Berlin gefeierte Schauspieler Max Hopp in der Rolle des geheimnisumwitterten John Styx, der die Sprechstimmen aller Figuren auf der Bühne live synchronisiert. Marie Jacquot entfacht das musikalische Feuer mit Elena Sancho Pereg (Eurydike), Andrés Sulbarán (Orpheus), Susan Maclean (Die öffentliche Meinung), Florian Simson (Aristeus/Pluto) Peter Bording (Jupiter) und weiteren Solist*innen, dem Chor der Deutschen Oper am Rhein, den Düsseldorfer Symphonikern und dem von Otto Pichler choreo­gra­phierten Tanzensemble.

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    Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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