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61. Berliner Theatertreffen

2. bis 20. Mai 2024

Das diesjährige Theatertreffen, erstmalig unter Leitung von Nora Hertlein-Hull, präsentiert die von der Kritiker*innen-Jury ausgewählten 10 bemerkenswerten Inszenierungen im Haus der Berliner Festspiele, in der Schaubühne am Lehniner Platz, in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und im Hans Otto Theater in Potsdam.

 

Copyright: Monika Ritterhaus

Festivaleröffnung
Eröffnet wird die 61. Festivalausgabe am Donnerstag, 2. Mai auf der Großen Bühne des Festspielhauses mit der Inszenierung „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing in der Regie von Ulrich Rasche, eine Produktion der Salzburger Festspiele. Lessings letztes und berühmtestes Stück spielt in einer von Ab- und Ausgrenzungen bestimmten Gesellschaft. Ulrich Rasche und sein exzellent besetztes Ensemble, im Zentrum Valery Tscheplanowa als Nathan, betonen in ihrer eindrücklichen Inszenierung scharfsinnig den gesellschaftlichen Druck, der auf Nathan lastet.

Die Aufführungen der 10 bemerkenswerten Inszenierungen finden in deutscher und teilweise französischer Sprache mit englischen und teilweise deutschen Übertiteln statt.

Weiteres Programm
Ausgehend von den Themen der 10er-Auswahl lädt das Theatertreffen zum weiteren Programm ins Haus der Berliner Festspiele ein, gemeinsam erarbeitet von Nora Hertlein-Hull mit den Dramaturg*innen Aljoscha Begrich und Sima Djabar Zadegan. Am 6. Mai finden die Lecture Performance „Rede in Es-Dur“ von Luisa Neubauer und dem Ensemble Resonanz und anschließend die kollektive Tanzerfahrung „No Lights No Lycra“ sowie am 17. Mai das Gespräch zum Umgang mit neurechten Kulturkämpfen „Art of Assembly XXVIII“ statt. Im Anschluss an die Vorstellungen ist das Publikum zu zahlreichen „Nachtgesprächen“ mit Beteiligten der eingeladenen Produktionen und Impulsen von Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen eingeladen, moderiert von dem Dramaturgen Florian Malzacher. Auch die Theatertreffen-Jury stellt sich in der Abschlussdiskussion wieder den Fragen des Publikums.

Im Rahmen des Theatertreffens werden drei Preise für besondere künstlerische Leistungen vergeben: am 12. Mai der Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung, am 20. Mai der 3sat-Preis sowie der Alfred-Kerr-Darstellerpreis der Alfred-Kerr-Stiftung.

Unter dem Titel „The Forum’s Forum“ präsentieren am 11. Mai die 30 Stipendiat*innen des Internationalen Forums in spielerischen Mini-Lectures einen Ausschnitt ihrer Arbeits- und Denkweisen.

Das weitere Programm im Festival findet größtenteils in deutscher Sprache mit englischer Verdolmetschung statt. Bitte beachten Sie, dass Sie für einige Veranstaltungen ebenfalls ein Presseticket benötigen oder sich ggf. vorab verbindlich per E-Mail anmelden müssen. Die betreffenden Veranstaltungen sind im Akkreditierungsformular aufgeführt.

BURNING ISSUES x Theatertreffen
BURNING ISSUES geht 2024 in die sechste Runde und wirft – zum dritten Mal in Kooperation mit dem Theatertreffen – einen Blick auf Entwicklungen in der deutschen Theaterlandschaft. Unter dem Titel „PERFORMING ARTS & SOLIDARITY“ lädt die Konferenz für (Gender-)Gerechtigkeit vom 10. bis 12. Mai ein zu einem Rückblick auf bisherige kulturpolitische Erfolge, zu einem solidarischen Innehalten und Diskutieren über aktuelle Gemeinschaftsgefüge in der Theaterarbeit sowie zu einem gemeinsamen Imaginieren von Zukünften in den Darstellenden Künsten – ein Projekt von SAVE THE WORLD in Zusammenarbeit mit dem Theatertreffen und dem Szenografie-Bund sowie in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin und den Sophiensælen. Im Haus der Berliner Festspiele finden am 11. Mai ein Gespräch der Kuratorin und Gründerin der Initiative SAVE THE WORLD Nicola Bramkamp mit der Autorin und Journalistin Mareice Kaiser sowie am 12. Mai ein Gespräch von Thea Hoffmann-Axthelm, Vorstand Szenografie-Bund und Bühnen- und Kostümbildnerin, mit der Kostümbildnerin Pauline Hüners und dem Bühnenbildner Florian Lösche der Inszenierung „Die Vaterlosen“ (Münchner Kammerspiele) statt. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen zum Programm unter: burning-issues.de
Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch die Rudolf Augstein Stiftung.

3sat „Starke Stücke“
Die Sendetermine finden Sie auf der Website unseres Medienpartners 3sat. Die eigens produzierten Fernsehaufzeichnungen von „Bucket List“, „Laios. ANTHROPOLIS II“ und „Macbeth“ sind zudem vom 2. Mai bis zum 30. August („Bucket List“ bis zum 2. Mai 2027) in der 3sat Mediathek und in der Berliner Festspiele Mediathek verfügbar.

Alle Infos: www.berlinerfestspiele.de/theatertreffen

 

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