Heute erscheint der Skandal, den Jarrys fressender, mordender König Ubu 1896 auslöste, harmlos, angesichts einer politischen Landschaft, die denjenigen zur Macht verhilft, die am schamlosesten nach ihr greifen; die diejenigen belohnt, die am lautesten schreien und die Schuld stets bei den anderen finden. Für das Berliner Ensemble schreibt der belgische Autor und Regisseur Stef Lernous die Groteske des mordenden Egomanen Ubu neu und versetzt sie in seine abgründig düsteren Bildwelten.
Aus dem Niederländischen von Rainer Kersten
Regie: Stef Lernous
Bühne: Sven van Kuijk
Kostüme: Stef Lernous, Elina Schnizler
Dramaturgie: Johannes Nölting
Musik: Jörg Gollasch
Licht: Arnaud Poumarat
Übersetzung: Rainer Kersten
Künstlerische Mitarbeit Regie: Maja Westerveld
Musiker: Lukas Fröhlich, Peer Neumann, Tilo Weber
Mit: Cynthia Micas, Tilo Nest, Owen Peter Read, Stefanie Reinsperger, Paul Zichner sowie Lukas Fröhlich, Peer Neumann und Tilo Weber (Live-Musik)
Weitere Vorstellungen am 14./21./22./26./27./28.2. NEUES HAUS
Uraufführung: „Ubu Rex“ von Stef Lernous nach Alfred Jarry - Berliner Ensemble
Premiere 13. Feb 2020, 20.00 Uhr, Neues Haus
07.02.2020
„Die Welt soll sich mir beugen oder zerbrechen“, meint Ubu. Er glaubt nicht an Demokratie, Gleichberechtigung oder den Klimawandel – einzig sein unstillbarer Hunger zählt. Wenn Asozialität und Narzissmus zum politischen System werden, verkommt die Realität zur Ansichtssache der Mächtigen.


