Unter ihnen auch Franz, ein junger Deutscher, der aus einem Arbeitslager bei Rouen geflohen ist. Zufällig gelangte er an die Papiere eines toten Schriftstellers, dessen Identität er fortan annimmt. In der Hafenstadt verliebt er sich in Marie, die wiederum auf der Suche nach ihrem Mann, einem Schriftsteller namens Weidel, ist.
Es ist der Alptraum des Wartens: Seghers verwandelt hier ein realistisches Szenario in eine klaustrophobische Kafka-Welt und beschreibt mit kristallklarer Sprache den menschenunwürdigen Transitzustand, der aktuell für Millionen von Menschen bittere Realität ist.
Spielfassung von Julia Weinreich
MIT Henriette Hölzel, Moritz Kienemann, Ahmad Mesgarha
REGIE Data Tavadze
BÜHNE Kathrin Frosch
KOSTÜME Julia Plickat
MUSIK Nika Pasuri DRAMATURGIE Julia Weinreich
Das Bild zeigt Anna Seghers
TRANSIT nach dem Roman von Anna Seghers im Staatsschauspiel Dresden
PREMIERE 08.11.2019, 19.30 Uhr, Kleines Haus 2
06.11.2019
Marseille: Dort hat Anna Seghers 1940 – auf der Flucht vor den Nationalsozialisten – ihren berühmten Roman transit zu großen Teilen geschrieben. Wie sie selbst versuchen tausende Flüchtlinge, sich vor dem drohenden Zugriff der Nazis, die gerade Frankreich besetzt haben, zu retten und eine Schiffspassage in die Freiheit zu ergattern.

