A Streetcar Named Desire, 1947 in New York uraufgeführt und bald darauf von Elia Kazan verfilmt, ist Tennessee Williams’ bekanntestes Drama. 1948 erhielt er dafür den Pulitzer-Preis. Meisterhaft beschreibt Williams das Aufeinandertreffen zweier Welten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Der Konflikt zwischen Blanche, Stella und Stanley ist der Konflikt zwischen Illusion und Wirklichkeit, zwischen weiblicher Poesie und männlicher Härte, zwischen Sehnsucht und Trieb – ein psychologisch subtiles und ungemein packendes Drama um menschliche Leidenschaften und Lebenslügen.
In der Inszenierung von Jonas Knecht werden Elemente aus Theater und Film zusammengeführt. Kameraleute auf der Bühne produzieren Filmsequenzen, welche klassischen Theaterspielszenen gegenüber gestellt werden. Dadurch entsteht eine Interaktion zwischen filmischem Realismus und Theater, die es ermöglicht, das Kammerspielartige des Stücks immer wieder aufzubrechen und auszuweiten.
Verantwortlich für das Videodesign ist Clemens Walter, dessen spektakuläre Inszenierung von George Brants Am Boden im Herbst 2016 in der Lokremise zu sehen war.
Inszenierung Jonas Knecht
Bühne Michael Köpke
Kostüm Friederike Meisel
Video Clemens Walter
Licht Andreas Volk
Dramaturgie Armin Breidenbach
Live-Musik Andi Peter
Live-Video Kristian Breitenbach, Zeno Georgiou
Blanche DuBois Anja Tobler
Stella Kowalski Anna Blumer
Stanley Kowalski Frederik Rauscher
Mitch Oliver Losehand
Eunice Jessica Cuna
Steve Christian Hettkamp
Pablo Matthias Albold
Ein junger Mann / Ein Arzt Tobias Graupner
Eine Krankenschwester Dorothea Gilgen
Einführungsmatinee
Sonntag, 2. Juni 2019, 11 Uhr, Lokremise
Vorstellungen
Freitag, 7. Juni 2019, 19.30 Uhr (Premiere)
Mittwoch, 12. Juni 2019, 19.30 Uhr
Freitag, 14. Juni 2019, 19.30 Uhr
Wiederaufnahme
Dienstag, 19. November 2019, 20 Uhr
Das Bild zeigt Tennessee Williams
Theater St.Gallen: "Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams
Premiere: Freitag, 7. Juni 2019, 19.30 Uhr, Grosses Haus
31.05.2019
Einst Angehörige des Südstaaten-Geldadels und nun mittellos, steigt Blanche DuBois aus der Strassenbahn mit der Endhaltestelle ‹Sehnsucht›, um sich auf unbestimmte Zeit bei ihrer Schwester Stella einzuquartieren. Ihre herrschaftlichen Lebensverhältnisse sind längst Vergangenheit, der gesamte Besitz ist soeben versteigert worden. Die Schwestern haben beide nichts mehr als ihr Leben. Die Ehe von Stella und ihrem proletarischen Mann Stanley wird durch eine starke erotische Anziehung zusammengehalten, erweist sich aber mit der Anwesenheit von Blanche als konfliktanfällig. Eine stürmische Zeit zu dritt in der schwülen Hitze von New Orleans beginnt.

