Blanches Traumwelt kollidiert mit Stanleys brutalem Realismus und wird zum Albtraum mit katastrophalem Ausgang. »Endstation Sehnsucht« wurde 1947 am Broadway uraufgeführt und ist ein moderner Klassiker. Die berühmte Verfilmung von Elias Kazan mit Marlon Brando und Vivian Leigh in den Hauptrollen prägt unser Bild des Stücks bis heute. Hausregisseur Christian Weise untersucht in seiner Inszenierung Blanches Forderung nach »Magie« als utopischen Moment und vorprogrammierten Absturz zugleich.
Regie: Christian Weise
Bühne & Kostüme: Paula Wellmann
Musik: Falk Effenberger
Choreografie: Michael Bronczkowski
Licht: Robby Schumann
Dramaturgie: Sascha Hargesheimer
Blanche: Johanna Eiworth
Stella: Nancy Mensah-Offei
Stanley: Christoph Bornmüller
Mitch: Matthias Breitenbach
Eunice: Almut Henkel
Steve: Robin Krakowski
Pablo / Ein Arzt: Sebastian Kempf (Schauspielstudio)
Eine Krankenschwester: Tala Al-Deen
Ein junger Kassierer: Rocco Brück
Musik: Falk Effenberger
So, 10.02.2019, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Kurzeinführung um 19.00 Uhr im Unteren Foyer
Fr, 15.02.2019, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Mi, 20.02.2019, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Bild: Tennessee Williams
Nationaltheater Mannheim: "Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams
Premiere Sa, 02.02.2019, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
26.01.2019
Blanche DuBois hat alles verloren, was man nur verlieren kann: Das Elternhaus, den Job und ihren guten Ruf. Geblieben sind ihr nur die Fassade des einstigen Wohlstands und das krampfhaft aufrecht erhaltene Selbstbild der Tochter aus gutem Hause. Blanche flieht zu ihrer Schwester Stella und deren Mann Stanley Kowalski, die in einfachen Verhältnissen leben. Für die Nöte und Sehnsüchte Blanches ist in Stanleys Weltbild kein Platz. Und Blanche kann ihre Verachtung für den proletarischen »Polacken« ebenfalls nicht verbergen.

