Beim nächsten Treffen hat sich das Blatt gewendet: Carol hat John wegen seines aus ihrer Sicht sexistischen Verhaltens bei der Berufungskommission gemeldet. Damit steht seine Beförderung auf dem Spiel. Das klärende Gespräch, das er sich erhofft, endet als Zweikampf.
David Mamets Theaterstück von 1992 ist immer noch und wieder hochaktuell. In Zeiten von #metoo und neuen Debatten um die Deutungshoheit, die sich durch Internet und soziale Netzwerke noch verschärft haben, ist Mamets Spiel um Macht und Wahrheit ein brisanter Theaterstoff.
Axel Sichrovsky, der zum ersten Mal am Theater Augsburg inszenieren wird, zeigt Mamets Stück über die (Ohn-)Macht der Worte als intimes Kammerspiel.
Kooperation des Staatstheater Augsburg im Rahmen von »Plan A« mit der Universität Augsburg, insbesondere mit dem AStA-Referat für Gender und Gleichstellung und dem Büro für Chancengleichheit
Inszenierung Axel Sichrovsky
Bühne und Kostüme Jan Steigert
Dramaturgie Sabeth Braun
John Andrej Kaminsky
Carol Katja Sieder
Bild: David Mamet
Staatstheater Augsburg: »Oleanna – Ein Machtspiel« von David Mamet
Premiere 10.1.2019 20:00 | Hörsaal II Universität Augsburg
03.01.2019
John ist Professor, Carol Studentin. Sie treffen sich in seinem Büro, unter vier Augen. Carol will etwas verstehen, John versteht nichts. Die Machtverhältnisse sind klar – auf der einen Seite der gemachte Mann, kurz vor einem beruflichen und privaten Aufstieg, auf der anderen Seite die fleißige Frau, die sich in der Wissenschaftssprache nicht zurechtfindet. Er bietet ihr Hilfe an, weil er sie »sympathisch« findet.

