Schließlich wird er Zeuge, wie der erste Mensch aus der Retorte geschaffen wird und wohnt der Erfindung des Papiergeldes bei. Erneut beginnt er, an der eigenen Existenz zu zweifeln. Der Vollkommenheit immer weiter entrückt, greift er zu einem letzten Mittel und plant, ein neues Weltreich ganz nach seinen Vorstellungen zu gründen.
Das Theater Pforzheim zeigt die Premiere von „Faust II“ anlässlich des 75. Jubiläums des Pforzheimer Gedenktags „23. Februar 1945“. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges hatten britische Bomber die Stadt weitgehend zerstört.
Die Neuinszenierung folgt jener Aufführungsserie des ersten Teils von Goethes Tragödie und gewinnt vor dem Hintergrund des Gedenktages große Symbolkraft. Denn Goethe entfaltete in seinem Werk ein assoziationsreiches Welttheater, das die Sehnsucht nach dem Paradies zum Ausdruck brachte, zugleich aber eine Vorahnung der Moderne mit ihren menschlichen Katastrophen einschloss.
Mit Steffi Baur, Jörg Bruckschen, Lars Fabian, Michaela Fent, Klaus Geber, Lilian Huynen, Thorsten Klein, Johanna Liebeneiner, Markus Löchner, Bernhard Meindl, Sascha Mey, Jens Peter und Aki Tougiannidis
sowie Mitglieder des Vereins „Kultur Schaffer e.V.“
Inszenierung und Raumgestaltung Thomas Münstermann
Kostüme Alexandra Bentele
Weitere Vorstellungen am 27. Februar, 5., 7., 18., 20. und 27. März sowie an weiteren Terminen im Laufe der Spielzeit,
jeweils mit Einführung 20 Minuten vor Beginn im Foyer
Das Bild zeigt Johann Wolfgang von Goethe
Theater Pforzheim: „Faust II“ Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe
Premiere am Sonntag, 23. Februar 2020 um 19 Uhr im Großen Haus mit Einführung um 18.40 Uhr im Foyer
16.02.2020
Faust ist der ewig Suchende, der an die Grenzen seiner Möglichkeiten gelangen will – und über diese hinaus. Nachdem er Gretchen ins Unglück gestürzt hat, setzt er seine Reise mit Mephisto fort. Sie eröffnet ihm einen weltgeschichtlichen Kosmos, der ihn unter anderem in die Antike führt, wo er Helena begegnet.

