Was genau meinte Ludwig Wittgenstein, als er den siebten und letzten Abschnitt seines Tractatus logico-philosophicus schrieb: »Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen«? Manches kann durch Worte einfach nicht erfasst werden. Nicht etwa, weil man davor zurückschreckt etwas auszusprechen, von etwas überwältigt wird oder ehrfürchtig zögert, nein. Es gibt Dinge, die sich einfach nicht in Worte fassen lassen, genauso wenig, wie man Duft durch einen Händedruck oder Klang durch ein Gemälde wiedergeben kann.
Somit bleibt uns, wenn wir diese Dinge wirklich erfahren wollen, nichts anderes übrig, als das Sprechen aufzugeben und uns unseren Sinnen hinzugeben. Wie ist es eigentlich beim Tanz?
Choreografie: Dan Pelleg, Marko E. Weigert
Ausstattung: Markus Pysall
Es tanzen:
Amit Abend
Naomi Gibson
Nora Hageneier
Mami Kawabata
Amit Preisman
Marianne Reynaudi
Rafail Boumpoucheropoulos
Joan Ferré Gómez
Ariel Isakowitz
Seung-Hwan Lee
Alexandre May
Marko E. Weigert
Theater Görlitz
Sa., 01.06.19 19:30 Uhr – Premiere
So., 09.06.19 19:00 Uhr
Fr., 14.06.19 19:30 Uhr – Studententag
Sa., 15.06.19 19:30 Uhr
Tanzstück »Wovon man nicht sprechen kann« von Dan Pelleg und Marko E. Weigert - Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau
Premiere Sa., 01.06.19 19:30 Uhr – Theater Görlitz
Dan Pelleg und Marko E. Weigert setzten mit »Wovon man nicht sprechen kann« dort an, wo unsere Sprache an ihre Grenzen stößt. Wir hören Mahlers Sinfonien, folgen den weiten Melodiebögen und tief im Inneren rührt sich etwas in uns. Wir lesen Kafkas Geschichten, zweifeln, verzweifeln und verlieren uns in ihnen. Wir gehen durch die Stadt und plötzlich versetzt uns ein unbestimmbarer Geruch um viele Jahre zurück. Unsere Wahrnehmung ist direkt mit unseren Gefühlen verbunden, doch Sprache vermag es nicht, anderen konkret zu vermitteln, was genau wir empfinden. Was kann Tanz artikulieren und was passiert mit uns beim Betrachten von Bewegungen? Das Tanzstück »Wovon man nicht sprechen kann« nimmt Sie mit auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen.

