In der Zeit der Pandemie haben sich viele Menschen nach durchtanzten Nächten und Unbeschwertheit gesehnt, nach Ekstase und nach anderen Körpern, dicht an dicht im Club. In der nächsten Premiere “Und ihr wolltet tanzen, also: TANZT!”, beschäftigt sich das Team um Regisseurin und Performerin Antje Prust mit dem Tanzen als Form des Protests: von den Tanzplagen des Mittelalters, als hunderte Menschen auf den Straßen bis zur Erschöpfung zu tanzen anfingen, über die untoten Bräute des Balletts „Giselle“ bis zu den heutigen Clubs, die gerade in der Queer-Culture Orte des Rückzugs und Widerstands sind.
So bringt der Abend unterschiedliches Text- und Bewegungsmaterial zusammen und verwebt im Tanz durch die Zeiten Rave und Ballett oder persönliche Kellerclub-Geschichten mit Erinnerungen an die frühe Loveparade. Zusammen mit dem Publikum entsteht ein performativer Clubabend auf der Hinterbühne des Schauspielhauses, in dem über die gemeinsame Ekstase am Ende die Frage steht, wie wir in Zukunft zusammen leben wollen.
Auf der Bühne stehen und tanzen Alexander Darkow, Marie Popall, Antje Prust und Mervan Ürkmez. Meike Kurella ist für die Ausstattung verantwortlich, Kirsten Möller ist Dramaturgin der Produktion.
Restkarten gibt es für den zweiten Termin am 20. März (18 Uhr) sowie für den 14. und 30. April (jeweils 19.30 Uhr) an der Vorverkaufskasse im Kundencenter (Platz der Alten Synagoge), unter 0231/50-27222 und www.theaterdo.de.