»Die kahle Sängerin« ist einer der Klassiker des absurden Theaters. Aber – vielleicht ist das Stück gar nicht so absurd. Zumal heute nicht, im Zeitalter der mobilen, grenzenlosen und permanenten Kommunikation. Die Realsatire spielt sich in diesen Tagen ja oft genug überall dort ab, wo Menschen zusammenkommen.
Vorgeführt wird in »Die kahle Sängerin« das gesteigerte Austauschbedürfnis von Menschen, die (sich) eigentlich nichts zu sagen haben. Fast wie in einem klinischen Versuch – aber mit einer großen Portion grotesken Humors – führt Ionesco Möglichkeiten vor, wie mit großem rhetorischem Aufwand ein Minimum an Sinn produziert wird.
Die kahle Sängerin ist eines der bekanntesten absurden Theaterstücke und wurde 1950 in Paris uraufgeführt.
Regie:Julia Karl
Es spielen: Nathalie Dudzik, Julia Karl, Juliana Wagner, Ursula Wüsthof, Volker Lippmann
Weitere Spieltermine:
30. April um 20.30Uhr
16./17./18. Mai jeweils um 20.30Uhr
19. Mai um 19.30Uhr
Kartenvorbestellung: 0221- 46 00 911
info@theater-tiefrot.de
Das Bild zeigt Eugene Ionesco
"Die kahle Sängerin" von Eugene Ionesco im Theater Tiefrot ion Köln
PREMIERE: 27.04.2019 um 20:30 Uhr
20.04.2019
Das Ehepaar Martin besucht das Ehepaar Smith. Vorgeblich befreundet, sind die vier einander fremd. Nur schwerlich und stockend entspinnt sich eine Abendunterhaltung, die durch verunglückte Anekdoten eines Feuerwehrhauptmannes und pseudo-detektivische Ermittlungen des Dienstmädchens Mary »aufgelockert« wird. Die Aggressivität steigert sich zum Krieg im Wohnzimmer. Jeder gegen jeden, verbal ausgetragen. Die Zungen sind die Waffen, Silben und Wortfetzen die Munition.

