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Uraufführung: "Aida – der fünfte Akt" - Kammeroper von Stefan Heucke - Theater Krefeld und Mönchengladbach

Premiere 13. Januar 2024, 20 Uhr, Fabrik Heeder

Am Ende von Giuseppe Verdis Oper Aida wird der des Hochverrats beschuldigte Radamès unter einem Tempel lebendig eingemauert. Seine Geliebte Aida hatte sich zuvor unbemerkt in die Gruft geschlichen und ist bereit, dieses Los mit ihm zu teilen. Vorhang. – Doch was passiert dann? Wie verhalten sich die beiden Liebenden in den letzten Stunden ihres Lebens? Gelingt es ihnen, als liebendes Paar zu sterben, oder hassen sie sich und gehen aufeinander los? Wie gelingt es dem Menschen, in einer ausweglosen Situation, angesichts des Todes, seine Würde zu bewahren?

Copyright: Theater Krefeld und Mönchengladbach

Den deutschen Komponisten Stefan Heucke, der dem Theater Krefeld und Mönchengladbach bereits seit vielen Jahren verbunden ist (zum Beispiel durch das Werk Das Frauenorchester von Auschwitz), beschäftigten diese Fragen schon lange. Gemeinsam mit Librettist Ralph Köhnen hat er nun, als Auftragswerk für das Theater Krefeld und Mönchengladbach, eine ca. 70-minütige Kammeroper für Mezzosopran, Bariton und Kammerorchester über diesen packenden Stoff geschrieben. Mit dem Bunker Güdderath steht der perfekte Uraufführungsort zur Verfügung, bevor das Stück auch in der Fabrik Heeder in Krefeld zu sehen sein wird.

Uraufführung im Rahmen des Festivals Herbstzeitlose 2023 als Kooperation zwischen dem Theater Krefeld und Mönchengladbach und Bernhard Petz.

Infos zum Komponisten
Das Werkverzeichnis von Stefan Heucke (*1959) umfasst über 120 Werke aller Gattungen, Opern, Oratorien, Sinfonien, Konzerte, geistliche Musik, Kammermusik und Lieder. Seine Werke werden in der ganzen Welt von prominenten Orchestern und Solisten aufgeführt. Zahlreiche seiner Werke liegen als CDs und Rundfunkproduktionen vor. Besonderes Aufsehen erregte seine große Oper über „Das Frauenorchester
von Auschwitz“ (2006). Heucke war Composer-in-residence bei mehreren Orchestern und internationalen Festivals. 2016 eröffnete der neue Bochumer Konzertsaal seine Tore mit Heuckes Kantate Baruch ata Adonaij – Gesegnet seist Du Herr“. 2017 wurde seine abendfüllende „Deutsche Messe“ für Soli, Chor und Orchester anlässlich des Luther-Jahres in Berlin vom Deutschen Symphonie-Orchester und dem Berliner Rundfunkchor uraufgeführt. 2021 erhielt Heucke drei Aufträge für zwei neue Opern und eine Markus- Passion für Soli, Chor und Orchester für das Bach-Fest in Münster 2024 Seit 1996 werden Heuckes Werke bei Schott Music International verlegt. Er lebt als freischaffender Komponist abwechselnd in Deutschland und in Italien.

Jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn bietet die Dramaturgie an allen Vorstellungsterminen (auch Premiere) in der Fabrik Heeder eine Stückeinführung im Foyer vor Ort an. Der Eintritt ist im Ticket enthalten. An den Terminen 13.1. (Premiere), 30.3. und 1.4. (Ostermontag) findet die Einführung als Interview mit dem Komponisten Stefan Heucke statt.

Libretto von Ralph Köhnen

Giovanni Conti
Musikalische Leitung
Dennis Krauß
Inszenierung, Bühne & Kostüme
Ulrike Aistleitner
Dramaturgie

Mit
Eva Maria Günschmann und Rafael Bruck

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