Er hofft, sich ihnen damit von seiner menschlichen Seite zu zeigen und von ihnen verschont zu werden. Er verrechnet sich. Schließlich reicht er sogar selbst das Streichholz, das die ganze Stadt vernichten wird.
Das Stück entlarvt präzise die opportunistische Geisteshaltung, die der Technik des Totalitären zum Erfolg verhilft. „Biedermann und die Brandstifter“ - eine politische Parabel, die ihre kritische Kraft nicht aus der Entlarvung der Lüge bezieht, sondern aus der Inszenierung der biedermännischen Wehrlosigkeit gegenüber Verbrechern, die von Anfang an sagen, was sie wirklich wollen.
Mit „Biedermann und die Brandstifter“ kommt der Literaturklassiker von Max Frisch auf die Große Bühne, der bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Sonja Wassermann hat eine moderne Fassung des bereits 1958 erschienen Theaterstücks inszeniert, welche die „Biedermanns“ im Hier und Heute unter die Lupe nimmt.
Regie Sonja Wassermann
Ausstattung Eckhard Reschat
Dramaturgie Ann-Kathrin Hanss
Regieassistenz / Inspizienz Sylvia Metz
Soufflage Antje Myller
Herr Biedermann Philip Dobraß
Babette, seine Frau Almut Liedke
Anna, ein Dienstmädchen Ronja Jenko
Schmitz, ein Ringer Julius Oscar Marin Janew Christodulow
Eisenring, ein Kellner Christopher Wartig
Polizist Tom Bayer
ein Dr.phil Oliver Beck
Witwe Knechtling Annette Baldin
Chor Annette Baldin
Chor Oliver Beck
Theaterkarten gibt es an der Theaterkasse, Bucherstraße 14, telefonisch unter 03475 602070, kartenservice@theater-eisleben.de oder online unter www.theater-eisleben.de. Die Theaterkasse öffnet Montag und Mittwoch 12.00–17.00 Uhr, Dienstag und Donnerstag 10.00–13.30 und 14.00–17.00 Uhr, Freitag 10.00–14.00 Uhr.
Das Bild zeigt Max Frisch
Theater Eisleben: "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch
Premiere Samstag, den 14. März 2020, 19.30 Uhr, Große Bühne
07.03.2020
Eine Stadt wird von einer Serie von Brandstiftungen terrorisiert. In die Villa des Fabrikanten Biedermann und seiner Frau verschaffen sich nacheinander drei zwielichtige Gestalten Einlass. Biedermann, der einen maßlosen Zorn auf die Brandstifter in sich trägt und sie am liebsten aufgehängt sähe, weist die drei Männer nicht ab, sondern lädt sie in sein Haus ein und lässt sie bewirten.


