Der berühmte amerikanische Theater- und Drehbuchautor David Mamet nimmt in seinem 1992 uraufgeführten Dialog die #metoo-Debatte vorweg. Geschickt führt Mamet in den Dialogen die Zuschauer*innen in die Irre und lässt das tatsächlich Geschehene in der Schwebe. Reagiert Carol überempfindlich auf eigentlich normale zwischenmenschliche Kommunikation oder nutzt John das Machtgefälle zwischen ihnen aus? Immer wieder in der Grauzone persönlicher Wahrnehmungen changierend, ist Mamets Stoff brisanter denn je und eine künstlerische Antwort auf aktuelle Missbrauchsfälle, aber auch auf die Ambiguität von Alltagssexismus.
Regie Jule Gröning
Ausstattung Sandra Bröske
Dramaturgie Jens Paulsen
John Oliver E. Schönfeld
Carol Tiffany Köberich
So 19.01. 19:30
Sa 25.01. 20:30
Fr 14.02. 20:30
So 16.02. 19:30
Fr 21.02. 20:30
Das Bild zeigt David Mamet
David Mamet, "Oleanna", Theater Kiel
Premiere 19. Januar 2020 , 19:30, Studio im Schauspielhaus
12.01.2020
Ein Sprechzimmer in einer Universität, irgendwo in den USA. In drei sich immer weiter zuspitzenden Begegnungen treffen hier die junge Studentin Carol und ihr Professor John aufeinander. Aus einer scheinbar harmlosen Beratung über ein Seminar, das Carol besucht, entsteht dabei ein Missverständnis, das John nicht nur seine Karriere, sondern auch seine eigentlich glückliche Ehe kosten kann. Ein Missverständnis? Oder vielleicht doch eher eine sexistisch motivierte Grenzüberschreitung?

