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"schlammland gewalt" von Ferdinand Schmalz im Artheater Köln

Premiere am Sonntag, den 21. November um 19:30 Uhr, Artheater Köln, Ehrenfeldgürtel 127, 50823 Köln

18.11.2021

Am Anfang scheint noch Rettung möglich. Eindringlich - nahezu prophetisch - wird da gewarnt vor der drohenden Naturkatastrophe, die in Form einer Schlammlawine zurollt auf ein feierndes Dorf. Doch die bierselige Gemeinde ist zu sehr verstrickt in ihre Hierarchien, Feindseligkeiten, Triebe und Beziehungsgeflechte, als dass Raum bliebe, dem tatsächlich Lebensnotwendigen Beachtung zu schenken. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf, ohne jedoch die letzte, kleine Hoffnung auf einen Neubeginn zu zerstören.

© Andre Lehnert

In „schlammland gewalt“ macht der Grazer Autor Ferdinand Schmalz (Bachmann-Preisträger 2017) im Mikrokosmos eines Dorflebens soziale Zusammenhänge sichtbar, die weit über das ländliche Ambiente, in das er sie einbettet, hinausweisen. Durch Verwendung einer drastischen, metaphorisch verdichteten  Kunstsprache  schafft  Schmalz  ein  Figurenpersonal,  das  innerhalb  eines  Druckkessels scheinbarer Alltäglichkeiten in Extremen agiert: skurril, makaber, brutal und verzweifelt-komisch.  
 
Thomas Hupfer bringt den Text in einer Solo-Performance für das movingtheatre.de am 21. November
2021 um 19:30 Uhr auf die Bühne des artheater in Köln.  
 
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Thomas Hupfer war als Schauspieler  in Salzburg, St. Gallen, Aachen und Neuss tätig und leitete von 2001 – 2009 mitNicolas Marchand die Theatergruppe TRT, um seitdem Produktionen als Darsteller, Autor  oder  Regisseur  zu  realisieren.  Seit  2016  ist  Thomas  Hupfer  fester  Bestandteil  des  Kollektivs movingtheatre.de in Köln. Er erhielt 2004 beim NRW-Theatertreffen den Preis als bester Nachwuchsdarsteller und 2014 den Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung. Das korso.op Kollektiv mit Sitz in Saarbrücken, für das Thomas Hupfer seit 2018 als Dramaturg tätig ist, erhielt 2020 den Kulturpreis für Kunst des Regionalverbandes Saarbrücken und war von der Fachzeitschrift theater heute  mit  den Produktionen  „Tristesse Royale“ 2020 und „Lost Puppy“ 2021 in  der  Kategorie Inszenierung des Jahres nominiert. www.hupfer-thomas.de
 
movingtheatre.de, ein Kollektiv mit Sitz in Köln, entwickelt und realisiert seit 2003 mobile Bühnenproduktionen, die unterschiedlichste Lebenszusammenhänge auch in internationalem Kontext so genau wie möglich  fokussieren,  “vom  Kindergarten  bis  zum  Altersheim“.  Dabei  reicht  das 'Einsatzgebiet' von der Schule vor Ort über freie und städtische Theater bis zur internationalen Tournee auf Einladung des Goethe-Instituts. Koproduktionspartner sind u.a. Teatr Baj / Warschau, Kreuzgangspiele  Feuchtwangen,  Duisburger  Philharmoniker,  Staatstheater  Mainz,  Freies  WerkstattTheater, artheater/Köln, theaterspiel/Witten. Die oft spartenübergreifende Arbeit von movingtheatre.de wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kölner Theater- und Tanzpreis sowie den Hauptpreisen der Festivals 'penguin's days' und 'TheaTrend'. Seit 2016 erarbeiten die Schauspieler und Regisseure Achim Conrad und Thomas Hupfer die Trilogie AUF-BRÜCHE, deren erster Teil LENZ für den Kölner Theaterpreis nominiert wurde.

Produktion: movingtheatre.de Köln  
Spiel, Regie, Ausstattung: Thomas Hupfer  
 

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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