Zeit also für eine Gedenkfeier, die unsere schönsten Erinnerungen mit dem guten alten Gefährten wiederaufleben lässt und zugleich einen Blick in die Zukunft wirft: Samstägliches Autowaschen, eine romantische Fahrt ins Grüne, der Adrenalinkick beim Beschleunigen, gewaltige Crashs, schluchzende Arien und unbändiger Fahrspaß im Geschwindigkeitsrausch verbinden sich in Abwrackprämiere zu einem eigenen Kosmos – und auch der Wagen selbst kommt zu Wort, mit all seinen Klängen vom brünstigen Röhren des Motors bis zum knisternden Rauschen des Autoradios.
Unter freiem Himmel, in der Georg-Moller-Passage zwischen Großem und Kleinem Haus, widmet sich ein bunt gemischtes Ensemble aus Sänger*innen, Schauspielerin, Klarinette, E-Bass und Synthesizer dem Für und Wider des Automobils und lädt mit Musik von Purcell, Schubert über Janis Joplin bis Miss Platnum und den Massiven Tönen zu einem letzten großen Abgesang auf das Auto ein, bevor es endgültig zu Grabe getragen werden muss.
Musikalische Leitung: Michael Millard
Inszenierung: Anselm Dalferth
Mitarbeit Bühne: Christoph Hill
Kostüm: Ronja Bendel
Dramaturgie: Elena Garcia Fernandez
Sängerin: Maren Schwier
Sänger: Stephan Bootz / Michael Dahmen
Schauspielerin: Julia Goldberg
Klarinette: Ates Yilmaz
E-Gitarre / E-Bass: Joscha Glass
Klavier / Keyboard: Outi Rajamäki / Paul-Johannes Kirschner
Weitere Spieltermine: 18., 19., 25. und 26. Juni
Uraufführung: ABWRACKPRÄMIERE - Hörtheater - Staatstheater Mainz
Premiere am 16. Juni um 20:30 Uhr in der Georg-Moller-Passage
09.06.2019
CO2-Ausstoß und Feinstaubbelastung, Dieselskandal und zu viel Lärm: Die Stimmen gegen das Auto werden immer lauter und im Grunde ist schon lange klar: Die Zukunft hat keinen Verbrennungsmotor. Doch das Auto ist mehr als ein Fortbewegungsmittel, es ist Lebensgefühl, Freiheitsversprechen und Prestigeobjekt.


