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Staatstheater Cottbus: "Le nozze di Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere Sa 26.02.2022, 19:30-22:50 Uhr | Großes Haus

20.02.2022
Kategorien: Deutschland, News, Oper

An einem einzigen verrückten Tag verkehrt sich alles von unten nach oben. Der Diener legt seinen Herren rein, ein alter Erzfeind entpuppt sich als der eigene Vater und die Frauen triumphieren über die Männer. Dass das Ganze nicht in einer Revolution endet, bewirkt die Kraft der Versöhnung, die alle Gegensätze von Stand, Geschlecht, Klasse oder Herkunft für einen kurzen, utopischen Moment aufzuheben vermag.

© Portrait W.A.Mozart

Mozarts erste Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo Da Ponte im Jahr 1786 war nichts weniger als skandalös. Das Schauspiel von Beaumarchais, das dem Komponisten und seinem Dichter zur Vorlage diente, war durch die Zensurbe­hörde bereits verboten worden. Allzu deutlich verhandelte das Stück die Ideale der Französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – den Sturz des Adels und den Sieg der sogenannten kleinen Leute. Drei Jahre vor dem Sturm auf die Bastille uraufgeführt, war Mozarts FIGARO nicht bloß ein Stück zeitgenössische Kunst, er war ein Politikum.

Dabei sind in der Oper viele politische Dreistigkeiten des Originals ins Menschliche gemildert. Der entscheidende Moment hat die schönste Musik: Die Gräfin vergibt ihrem reumütigen Gatten seine Seitensprünge und den schamlosen Machtmissbrauch. Die Revolution ist abgewendet, sie hat bereits stattgefunden. Auf der Bühne stehen weder Herr noch Diener. Hier singen Menschen in ihrer großen Ver­letzlichkeit vom vergänglichen Streben nach Glück.

Libretto von Lorenzo Da Ponte nach „La folle journée ou Le mariage de Figaro“ von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais
Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 
Besetzung
Musikalische Leitung     
Johannes Zurl
Regie     
Jasmina Hadžiahmetović
Bühne/Kostüm     Sonja Füsti, Sabine Mončys
Choreinstudierung     
Christian Möbius
Dramaturgie     
Katharina Duda
Musikalische Assistenz     
Frank Bernard
    Andreas Simon, Christopher Cartner, Gyuesong Lee
Chorassistenz     Christian Georgi
Regieassistenz     Luisa Koepp
    
Graf Almaviva     
Dániel Foki
Gräfin Almaviva     
Nina-Maria Fischer
Susanna     
Ketevan Chuntishvili
Figaro     
Philipp Mayer
Cherubino     
Rahel Brede
Marcellina     
Gesine Forberger
Bartolo     
Ulrich Schneider
Basilio     
Dirk Kleinke
Don Curzio     
Dirk Kleinke
Barbarina     
Anne Martha Schuitemaker
Antonio     Alexander Trauth
Zwei Frauen     Zela Corina Calita, Aneta Kolton
    
Opernchor     
Philharmonisches Orchester     

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