
Als allmählich klar wird, dass diese Aussicht mehr als vage ist, da sich mit Ejlert Løvborg ein ernsthafter Konkurrent um die Stelle beworben hat, gerät der korrekte, aber kleinliche Tesman in Erklärungsnot. Dass der genialische, aber unstete Løvborg zudem die Jugendliebe Heddas ist, macht die Lage nicht besser, zumal bei deren Wiederbegegnung alte Gefühle neuerlich geweckt werden. Doch Heddas Einfluss treibt Løvborg in seine bereits überwundene Maßlosigkeit zurück, eine Katastrophe für alle bahnt sich an.
Henrik Ibsen deutet anhand der Nöte, Illusionen und Abhängigkeiten seiner Figuren und ihrer gegensätzlichen Lebensentwürfe auf Grundprobleme des bürgerlichen Selbstverständnisses hin, wenn das Streben nach ökonomischer Sicherheit den Freiheitswillen einschränkt, Aufstiegsglauben und Abstiegsangst einander stetig ablösen, Irritation und Verunsicherung die Existenz bestimmen.
aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel
Inszenierung Andreas Nathusius
Bühne Susanne Harnisch
Kostüme Susanne Weiske
Licht Johannes Grebing
Dramaturgie Dr. Christian Katzschmann
Dramaturgie (Mitarbeit) Natalie Broschat
Regieassistenz & Abendspielleitung Lisa Koenen
Inspizient Oliver Eisenmenger
Soufflage Ruth Dohle
Mit
Maurizio Micksch (Jørgen Tesman, Privatdozent der Kulturgeschichte) Marie Luisa Kerkhoff (Hedda Tesman, seine Frau ) Anne Simmering (Juliane Tesman, Jørgen Tesmans Tante) Alexandra Ostapenko (Thea Elvsted) Markus Hottgenroth (Richter Brack) Frank Röder (Eilert Løvborg)