Diese Liebe erstarkt, als sich Maude sowie Harold in ihrer Eigenartigkeit fast anarchisch gegen Normen und Konventionen sowie deren Vertreter:innen behaupten müssen. Zumal auch der Tod als überpräsentes Motiv ihrer Geschichte, bis zum Schluss – mal mehr, mal weniger ernsthaft – auf seine gesellschaftliche Funktion und deren Bedeutung befragt wird.
Als Hal Ashbys bekannte Erzählung von Harold und Maude im Jahr 1971 die Kinoleinwände erblickte, war das Publikum vorerst schockiert: Zu düster der Humor, zu rabiat die Darstellungen von (Frei-) Tod, zu unkonventionell die Liebesgeschichte der beiden Titelfiguren. Harold und Maude, mittlerweile als Kultfilm bekannt, wurde bereits mehrfach für die Bühne adaptiert, denn in dieser düsteren Komödie steckt so viel: Sie ist ein berührender, irrwitziger, die Widersprüchlichkeiten des menschlichen Daseins zelebrierender Flirt mit dem Thema Vergänglichkeit.
Mit dieser Inszenierung feiert Regisseur Dante Nicolai Rafalski sein Hannover-Debüt auf der Cumberlandschen Bühne.
Regie Dante Nicolai Rafalski
Bühne Florence Schreiber, Sophie Schröder
Kostüme Lisa Rilka
Musik Henri Maximilian Jakobs
Video Florence Schreiber, Sophie Schröder
Dramaturgie Saskia Jabłońska
Irene Kugler,
Alban Mondschein
Stimme Lukas Holzhausen
Videoaufnahmen von Anja Herden