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Gioachino Rossinis "La gazzetta"

Premiere Sonntag, dem 2. Februar 2020, um 19.30 Uhr im Bockenheimer Depot

26.01.2020
Kategorien: Deutschland, News, Oper

Don Pomponio, Neapolitaner, geschäftstüchtig und neureich, versucht seine Tochter mit einer Heiratsanzeige loszuwerden – doch sie hat andere Pläne.

© Barbara Aumüller: Regisseurin Caterina Panti_Liberovici__

Seit 1815 werden Rossinis Opern wie am Fließband gespielt – und das nicht nur in Italien. Der Komponist erhält den Auftrag, dem stagnierenden Opernbetrieb Neapels mit gleich drei Opern in einem Jahr neues Leben einzuhauchen. So entsteht 1816 für das Teatro Fiorentini die beinahe in Vergessenheit geratene La gazzetta zwischen seinen beiden Kassenschlagern Il barbiere di Siviglia (1816) und La Cenerentola (1817) – so gesehen das eigentliche »Aschenputtel« dieser drei Opern, und das, obwohl die Uraufführung als ein großer Erfolg gefeiert wurde.

Rossini schreibt an seine Mutter: »Die Oper hat Furore gemacht, und alle sind überrascht, mit wie viel Leichtigkeit und Effekt ich den neapolitanischen Dialekt in Musik setzen konnte. Ich versichere euch, dass ich mein Herz nie stärker habe klopfen hören als bei der Premiere dieser Aufführung.«

Gut fünfzig Jahre nach der Uraufführung von Carlo Goldonis Il matrimonio per concorso benutzt Rossini das Schauspiel als Vorlage für seine Gazzetta. Das Sujet steht damals hoch im Kurs. In der Zwischenzeit sind mindestens fünf verschiedene Opern entstanden, denen die Geschichte um jene Heiratsanzeige zugrunde liegt. Die Texte ähneln sich. Auch manche musikalische Nummer ist bekannt – etwa aus Il turco in Italia oder La Cenerentola, die sogar die Ouvertüre mit La gazzetta teilt.

Dramma per musica in zwei Akten
Text von Giuseppe Palomba nach Carlo Goldoni. Uraufführung am 26. September 1816, Teatro dei Fiorentini, Neapel.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Bockenheimer Depot

Musikalische Leitung
    Simone Di Felice
Inszenierung
    Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild
    Sergio Mariotti
Kostüme
    Raphaela Rose
Choreografie
    David Laera
Licht
    Jan Hartmann
Dramaturgie
    Deborah Einspieler

Don Pomponio Storione
    Sebastian Geyer
Lisetta
    Elizabeth Sutphen
Filippo
    Mikołaj Trąbka
Alberto
    Matthew Swensen
Doralice
    Angela Vallone
Madama La Rose
    Nina Tarandek
Monsù Traversen
    Danylo Matviienko °
Anselmo
    Franz Mayer

Vokalensemble
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

° Mitglied des Opernstudios

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