Burchard Dabinnus hat die Zettel entziffert, transkribiert und ausgewählt und zeitgeschichtliches Hintergrundmaterial recherchiert. Aus Reflexen und Fragen aus der heutigen Perspektive des Auffinders der Korrespondenz entspinnt sich ein Dialog zwischen heute und damals. Das Publikum sitzt in dem dunklen Kellerraum, in dem die Korrespondenz jahrzehntelang aufbewahrt wurde. Es öffnen sich Ausschnitte nach draußen und schließen sich wieder. Licht fällt herein. Stimmen und Geräusche, Musik, dann wieder Stille und Dunkelheit. In diesen Schutz- und Angstraum tasten sich die Texte der Zettel und ihre Stimmen. So entsteht eine surreale Erweiterung und Verdichtung von Wahrnehmung.
Konzept und Regie: Burchard Dabinnus
Raum: Katharina Schmidt, Barbara Westernach
Licht: Barbara Westernach
Kostüme: Katharina Schmidt
Musik/Video: Ardhi Engl
Mit Katja Amberger, Isabell Kott, Christian Buse und Arno Friedrich
"Flüsterzettel Eine geheime Liebe beim BND" von Burchard Dabinnus - HochX Theater und Live Art München
12. bis 16. Juni 2019 jeweils 20.00 Uhr, Entenbachstr. 37, 81541 München
05.06.2019
Mitte der 1950er Jahre in einem Büro des BND in München-Pullach: Heiko und Silvie, beide Mitarbeiter des BND, lernen sich kennen und werden ein Paar. Das muss vorerst, wie so vieles andere, auch geheim bleiben. Lange vor der Zeit der SMS, schreiben sie sich zahlreiche kleine Zettel, die sie sich im Büro zustecken. Darin enthalten: Liebessehnsucht und Verabredungen, Gesellschaftszwänge und Kino, Freude und Trauer und die Schatten der Vergangenheit. Es ist die Liebesgeschichte der Eltern von Burchard Dabinnus, der diese „Zettelpost" Jahre später in einem Kellerschrank entdeckte.

