Alexander Eisenachs Finanzwestern spiegelt die Auswirkungen eines entfesselten Finanzkapitalismus in einem der populärsten Settings der Filmgeschichte. Das Stück katapultiert uns in den wilden Weste(r)n - starke Männer, schöne Frauen, Kampf, Gefahr und, vor allem: Gold. Wer sein Glück machen will, sucht es hier. Es gibt Gewalt, aber keine Unklarheiten, das Recht schützt den Besitz und damit basta.
Doch als die Eisenbahnschienen schon fast an den Ort heranreichen, gehen die Bodenschätze zur Neige. Was liegt da näher, als eine Bank zu gründen? Was soll das Starren auf den Goldpreis von heute, wenn ich eine Wette auf den von morgen abschließen kann? Aber es regt sich leiser Widerstand – und wer ist der mysteriöse Fremde, der offenbar ganz eigene Ziele verfolgt? Im anspielungsreichen Miteinander von Filmzitaten und Wirtschaftstheorie beginnen die Verhältnisse zu tanzen - bis hin zum obligatorischen Showdown.