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"Antigone" von Sophokles - Junges Düsseldorfer Schauspielhaus

Premiere am 9. November 2019, in der Münsterstraße 446

07.11.2019

Durch ihre Familiengeschichte ziehen sich seit Generationen Intrige, Mord und Krieg. Und wieder: Nach dem Tod ihrer Eltern Ödipus und Iokaste schlachten sich die Brüder Eteokles und Polyneikes im Kampf um den Thron gegenseitig ab. Die Macht übernimmt ihr Onkel Kreon. Er ordnet für den einen Bruder ein Staatsbegräbnis an, der andere soll auf dem Schlachtfeld verrotten. Antigone will trotz drohender Todesstrafe auch den zweiten Bruder beerdigen.

© Thomas Rabsch

Sind Menschenrechte teilbar? Und gelten die Grundrechte wirklich für alle? Kreon vertritt die Seite des geltenden Rechts. Aber bedeutet das gleichzeitig, dass Antigone Unrecht hat? In Sophokles’ Tragödie, uraufgeführt vor rund 2.500 Jahren, steht Staatsräson gegen Geschwisterliebe, Ratio gegen Gefühl. Antigones Schicksal wirft Fragen nach Verantwortung, Moral und Zivilcourage auf. Die Inszenierung untersucht »Antigone« auch ästhetisch auf ihre Heutigkeit. So wird der antike Chor der Bürger im Jungen Schauspiel von Rapper*innen übernommen. Die klassische Sprache trifft auf Rhythmen einer urbanen Straßenkultur.

Liesbeth Coltof ist eine der renommiertesten Regisseur*innen der Niederlande. In Düsseldorf stellte sie sich mit ihrer Inszenierung »Der Junge mit dem Koffer«, für die sie den Deutschen Theaterpreis Der Faust erhielt, sowie Shakespeares »Sturm« vor.

ab 14

Mit: Selin Dörtkardeş, Jonathan Gyles, Natalie Hanslik, Noëmi Krausz, Eduard Lind sowie den Rapper*innen Aylin Celik und Ugur Kepenek aka Busy Beast 

Regie: Liesbeth Coltof
Bühne: Guus van Geffen  
Kostüm: Martina Lebert  
Dramaturgie: Kirstin Hess
Theaterpädagogik: Saliha Shagasi

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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