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Uraufführung: Chaya Czernowins Musiktheater "Infinite Now" im NATIONALTHEATER MANNHEIM

Mannheim-Premiere Freitag, 26. Mai 2017 um 19 Uhr im Opernhaus. -----

Der Krieg ist ein unaufhaltsamer, zerstörerischer Rausch, den kein Bild, kein Wort und kein Klang abbilden können. Mit seinem erfolgreichen Schauspiel Front hat Regisseur Luk Perceval einen Zugriff zu einem der schwierigsten Themen der Bühne gefunden.

Erich Maria Remarques Jahrhundertwerk Im Westen nichts Neues überschreibt er mit der Geschichte Belgiens und untersucht die Rolle seines Heimatlandes als Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges.

Chaya Czernowins Uraufführungswerk Infinite Now, das in Kooperation mit dem Kunsthuis Opera Vlaanderen im April in Gent unter großer internationaler Beachtung erstmals zu erleben war, feiert am Freitag, 26. Mai seine Mannheim-Premiere am Nationaltheater.

Während Luk Perceval, der Regisseur dieser Bühnenarbeit, bereits mit seinem erfolgreichen Schauspiel Front Erich Maria Remarques Jahrhundertwerk Im Westen nichts Neues mit der Rolle Belgiens im Ersten Weltkrieg überschrieben hatte, verschmolz die israelische Komponistin Czernowin dieses Schauspiel weiter mit der surrealen Kurzgeschichte Homecoming der gefeierten chinesischen Autorin Xue Can. Sie kontrastierte dabei die gewaltsame Geschichte europäischer Männer mit der einer jungen Frau, die Zuflucht am Ende der Welt findet.

Die Texte des Schauspiels Front hat er nun in die Hände der israelischen Komponistin Chaya Czernowin gelegt. Behutsam verschmilzt sie Percevals Stück mit der surrealen Kurzgeschichte Homecoming der gefeierten chinesischen Autorin Xue Can und kontrastiert die gewaltsame Geschichte europäischer Männer mit der einer jungen Frau, die Zuflucht am Ende der Welt findet. Unter der musikalischen Leitung von Titus Engel entsteht hier mit sechs Sängerinnen sowie sechs Schauspielerinnen und Schauspielern eine zeitgenössische Oper um die Zentrifugalkräfte der modernen Welt.

Musiktheater. Texte von Can Xue, Czernowin, Perceval, Remarque.

Vielsprachiges Libretto, teilweise übertitelt. Deutschsprachiges Libretto liegt aus.

Musikalische Leitung: Titus Engel (Gast)

Inszenierung: Luk Perceval

Bühne, Video: Philip Bußmann

Kostüme: Ilse Vandenbussche

Licht: Mark van Denesse (Gast)

Dramaturgie: Luc Joosten

Sopran: Karen Vourc’h (Gast)

Mezzosopran: Ludovica Bello

Alt: Noa Frenkel (Gast)

Countertenor: Terry Wey (Gast)

Bariton: Vincenzo Neri (Gast)

Bass: David Salsbery Fry (Gast)

Schauspieler: Roy Aernouts, Benjamin-Lew Klon, Didier de Neck, Oana Solomon, Rainer Süßmilch, Gilles Welinski

Solo-Instrumentalisten: Nico Couck (Gitarre); Yaron Deutsch (E-Gitarre); Christina Meissner, Séverine Ballon (Cello)

Ein Kooperationsprojekt von Nationaltheater Mannheim, Kunsthuis Opera Vlaanderen (Gent / Antwerpen) und IRCAM - Centre Pompidou (Paris)

Kompositionsauftrag gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

Weitere Aufführungen finden am 28. und 31. Mai sowie am 7. und 18. Juni statt.

30 Minuten vor Beginn einer jeden Vorstellung wird eine Kurzeinführung, teilweise zusammen mit der Komponistin, angeboten.

www.nationaltheater-mannheim.de; Kartentelefon: 0621 – 16 80 150

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