Sie stand auf den größten Opernbühnen der Welt, wurde bewundert und verehrt: Maria Callas, »La Divina«, die Göttliche, war eine der größten ihrer Zunft. Das Stück zeigt sie als gealterte Diva, die in ihrem Meisterkurs ihren Hang zur Perfektion die Schüler*innen spüren lässt. Bei den Arien, die diese singen, kommen bei der Callas keineswegs nur positive Erinnerungen an ihr Leben hoch, an Luchino Visconti, Aristoteles Onassis, ihre Ängste und Konkurrenzkämpfe. Terrence McNally zeichnet das berührende Porträt der Diva, das 1996 mit dem Tony Award ausgezeichnet wurde, zwischen Arien aus »La Sonnambula«, »Tosca« und »Lady Macbeth« sowie einem Fußschemel.
Iris Albrecht zieht als Diva alle Register ihres Könnens und junge Sänger*innen des Opernhauses, Hyejin Lee sowie Marijana Mladenov und Anders Kampmann als Gäste, spielen ihre Gesangsstudent*innen. Ulrich Wiggers, selbst erklärter Bewunderer der Callas, interessiert gerade die Ambivalenz von absoluter Hingabe zur Musik bis hin zur schieren Selbstzerstörung und harter Einforderung derselben Perfektion bei ihren Student*innen.
Deutsch von Inge Greiffenhagen und Bettina Leoprechting
Musikalische Leitung Justus Tennie/Jovan Mitic
Inszenierung Ulrich Wiggers
Bühne/Kostüme Leif-Erik Heine
Dramaturgie Laura Busch
Maria Callas Iris Albrecht
Sopran 1 (Sonnambula) Hyejin Lee
Sopran 2 (Lady Macbeth) Marijana Mladenov
Tenor (Tosca) Anders Kampmann
Weitere Vorstellungen: Fr. 24. 1. / Do. 30. 1. / So. 9. 2. / So. 16. 2.
Do. 5. 3. / Do. 19. 3./ So. 19. 4. / Fr. 8. 5. 2020
Karten an der Theaterkasse, Tel: (0391) 40 490 490, kasse@theater-magdeburg.de und www.theater-magdeburg.de
Theater Magdeburg: »Meisterklasse« von Terrence McNally
Premiere am 17. 1. 2020, 19.30 Uhr, Schauspielhaus/Foyer
10.01.2020
Mit »Meisterklasse» setzte Terrence McNally, selbst Dozent für Szenisches Schreiben an der Juilliard School in New York, der Diva Maria Callas ein Denkmal. In Magdeburg wird es als spartenübergreifendes Stück von Schauspiel- und Opernhaus konzipiert. Ulrich Wiggers inszeniert nach »3 Musketiere« nun im Foyer des Schauspielhauses diese Geschichte über Größe und Grausamkeit der Kunst. Premiere ist am Fr. 17. 1. 2020, 19.30 Uhr im Schauspiel-haus/Foyer.

