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IN DER LÖWENGRUBE von Felix Mitterer - Theater in der Josefstadt Wien

Premiere am Do, 15. März 2018, 19.30 Uhr

Zum 70. Geburtstag von Felix Mitterer. --- Dass die Welt im Wandel ist muss Leo Reuss Mitte der 1930er Jahre am eigenen Leib erfahren. Als Schauspieler hatte er sich in Berlin einen Namen gemacht, doch als Jude erhält er von den Nazis Auftrittsverbot. Doch Reuss nimmt eine neue Identität an: die Haare blond gefärbt, der Bart voll, der Name Kaspar Brandhofer. Als Naturtalent aus den Bergen spricht er Josefstadt-Direktor Ernst Lothar vor, der ihm sofort eine Hauptrolle anbietet. Die Presse bejubelt Brandhofers arische Schauspielkunst...

 

Copyright: Florian Teichtmeister, Jan Frankl

Dieses waghalsige Verwirrspiel fand tatsächlich statt:
Aus dem jüdischen Schauspieler Leo Reuss wurde nach seinem Auftrittsverbot der arische, blonde, vollbärtige Naturbursche „Kaspar Brandhofer“, der als „Naturtalent“ aus den Bergen den Sprung auf die Bühne schafft. Auf Empfehlung von Max Reinhardt erhielt er bei Ernst Lothar im Theater in der Josefstadt ein Engagement und debütierte im Dezember 1936 erfolgreich in der Schnitzler-Novelle "Fräulein Else". Doch bereits wenige Tage nach der Premiere flog die Verkleidung auf. Diese wahre Geschichte des Schauspielers Leo Reuss, der sich mittels falscher Identität in die „Löwengrube“ begab, diente als Ausgangspunkt für Felix Mitterers theatrale Zuspitzung.

Die Hauptfigur Arthur Kirsch alias Benedikt Höllrigl, so die Bühnennamen bei Mitterer, geht nicht nach Wien, sondern feiert seinen Triumph mitten im nationalsozialistischen Berlin. Der unbändige Wunsch nach Rache übersteigt dabei die rationale Beurteilung der Lage und Kirsch bringt somit nicht nur sich selbst, sondern auch seine Familie und Freunde in eine lebensbedrohliche Situation.

Felix Mitterer hat basierend auf der irrwitzigen historischen Geschichte "In der Löwengrube" geschrieben, anlässlich seines 70. Geburtstags inszeniert seine  Lieblingsregisseurin Stephanie Mohr („Jägerstätter“, „Der Boxer“, „Galápagos“) mit Florian Teichtmeister in der Hauptrolle.

Regie: Stephanie Mohr
Bühnenbild: Miriam Busch
Kostüme: Nini von Selzam
Musik: Stefan Lasko
Video: Philine Hofmann
Dramaturgie: Matthias Asboth
Licht: Manfred Grohs

Mit:
Florian Teichtmeister (Kirsch, Schauspieler)
Pauline Knof (Helene Schwaiger, Kirschs Frau, Schauspielerin)
André Pohl (Polacek, Schauspieler)
Alexander Absenger (Strassky, Schauspieler)
Tobias Reinthaller (Jakschitz, Schauspieler)
Alma Hasun (Olga, Schauspielerin)
Peter Scholz (Meisel, Theaterdirektor)
Alexander Strobele (Eder, Bühnenmeister)
Claudius von Stolzmann (Goebbels)
Gerhard Kasal (Höllrigl)
Jörg Reifmesser (Erster Gestapo-Beamter)

Vorstellungstermine bis 29. Juni 2018:
März: 14. (Vorauff.), 15. (Prem), 16., 19., 20.
April: 7., 8. (15h u. 19.30h), 14., 15. (15h u. 19.30h)
Mai: 7., 10., 11., 22., 23., 30., 31.
Juni: 9., 10. (15h u. 19.30h), 11., 12., 13., 28., 29.
Jeweils 19.30 Uhr

Karten und Info:
Tel. +43-1-42 700-300
eMail: ticket@josefstadt.org
www.josefstadt.org

Öffnungszeiten
Theaterkassen und Telefonverkauf
werktags Montag bis Freitag von 10.00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag von 13.00 Uhr
bis jeweils Vorstellungsbeginn

 

 

 

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