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DIE DREIGROSCHENOPER von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill - Hessische Staatstheater Wiesbaden

06.09.2014

Premiere am 13. September 2014 um 19.30 Uhr im Großen Haus. -----

Man verrät, schachert und verkauft. Den Geliebten, den Freund, den Feind sowieso und nicht zuletzt gar den eigenen Körper. Aus allem will man Kapital schlagen. »Die Dreigroschenoper«, entstanden und uraufgeführt 1928, ist eine bitterböse Analyse der Gesetze des Marktes:

Auf der einen Seite steht Großunternehmer Peachum, der ein florierendes Geschäft führt, indem er seine »Mitarbeiter« als möglichst bemitleidenswerte Bettler ausstaffiert und inszeniert, um möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Die Devise dieses Lebens lautet kurzerhand: »Ein guter Mensch sein! Ja, wer wär’s nicht gern?«

Auf der anderen Seite agiert Mackie Messer als Chef der Gangsterplatte: Seine »Angestellten« besorgen für ihn Mord und Diebstahl, denn »nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm«.

Jetzt hat Mackie einmal selbst einen (ganz besonderen) Coup gelandet und Peachums nicht nur seligstes, sondern auch einträglichstes Gut – die schöne Tochter – geraubt. Und zudem geheiratet! Er wird ihr Luxus bieten – und pure Romantik, so denkt es sich Polly. Doch für ihren Vater ist diese Verbindung untragbar. Und Peachum ist gerissen, er weiß, die Welt zu lenken. Mackie wird büßen müssen.

Denn, ja: »Das Leben ist kurz und das Geld ist knapp.«

Mit Kurt Weills Musik, die Elemente aus Jazz und der Unterhaltungsmusik sowie Chorälen und Opernmelodien verschmelzen lässt, hat »Die Dreigroschenoper« Weltruhm erfahren.

Mit Beginn der Spielzeit 2014.2015 wird Thorleifur Örn Arnasson leitender Regisseur für Oper und Schauspiel am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Mit Brechts vielgespieltem Werk stellt er sich dem Wiesbadener Publikum vor, mit dem er sich in der kommenden Zeit auf eine Reise durch die Theatergeschichte begeben möchte.

Musikalische Leitung Christoph Stiller, Daniela Musca

Inszenierung Thorleifur Örn Arnarsson

Bühne Matthias Schaller

Kostüme Filíppia Elísdóttir

Dramaturgie Anna-Sophia Güther

Mit Sólveig Arnarsdóttir, Barbara Dussler, Heather Engebretson, Tom Gerber, Janning Kahnert, Uwe Kraus, Chris Pichler, Gloria Rehm, Andreja Schneider , Toomas Täht und Schauspielschülern

Zwei weitere Vorstellungen am 14. und 19. September jeweils um 19.30 Uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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