
Am Samstag, 15. Januar, öffnet das UFO-Team die Türen und lädt zum großen Eröffnungsfest ein: Von 14.00 bis 18.00 Uhr kann man den mobilen Theaterraum erkunden, eine kreative Pause einlegen, Musik hören und mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen. Einen Monat später, am Dienstag, 15. Februar, 11.00 Uhr, findet im UFO die Uraufführung des neuen Musiktheaters „Als wir nicht wussten wer wir waren“ für alle ab 8 Jahren statt. Bis zum 27. Februar folgen acht Aufführungen für Familien mit Kindern und Schulklassen. Wer sie miterleben möchte, bekommt Tickets für 10,– € (ermäßigt 6,– €) im Opernshop Düsseldorf, Tel. 0211-89 25 211, über www.operamrhein.de oder direkt vor Ort an der mobilen Spielstätte.
Dienstag, 15. Februar, 11.00 Uhr: Uraufführung „Als wir nicht wussten wer wir waren“
„Als wir nicht wussten wer wir waren“ erzählt die Geschichte einer Freundschaft: Ein Kind läuft von zuhause weg, weil es dort nicht mehr zum Aushalten ist. Eine alte Dame schreibt einen Erinnerungszettel nach dem anderen, um sich selbst nicht zu vergessen. Die Welt der beiden droht, wenn auch auf jeweils unterschiedliche Weise, zu zerfallen – bis zu dem Tag, an dem sie sich begegnen. Auf ihrem gemeinsamen Weg entdecken sie die Wirklichkeit des jeweils anderen und auch, dass sie zusammen weniger allein sind. Morenike Fadayomi, Sopranistin im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein, übernimmt die Partie der Operndiva Gabriella, Florentine Kühne spielt die 10-jährige Nicky. Zusammen mit zwei Musiker*innen der Düsseldorfer Symphoniker werden sie das UFO zum Klingen bringen.
Die Geschichte stammt von Jan Sobrie, einem vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur aus Belgien. Sein Theaterstück „Wutschweiger“ gewann 2020 den Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg und war im selben Jahr für den Deutschen Kindertheaterpreis nominiert. Für die Uraufführung im UFO hat er sein erstes Libretto geschrieben, das er zur Musik der serbischen Komponistin Misha Cvijović selbst auf die Bühne bringen wird. Die vielseitige Musikerin ist ebenso im zeitgenössischen Musiktheater wie in der Synthesizer- und Elektronikwelt zuhause.
Kaum ist das UFO in Garath gelandet, öffnet die Junge Oper Urban in Zusammenarbeit mit dem Anne-Frank-Haus immer wieder die Türen des mobilen Proben- und Theaterraums, um mit Groß und Klein den Kosmos des Musiktheaters neu zu erkunden. Zum Beispiel mit dem interaktiven Tanzformat „Leichter getan(zt) als gesagt“, das das Ballett am Rhein im Rahmen seines Programms „TANZ MIT!“ anbietet. Das Berliner Zafraan Ensemble gastiert mit „SCHRUMPF! Like Tears in Rain“ im UFO, einer Produktion, die 2020 mit dem 15. Junge Ohren Preis des Netzwerks Junge Ohren ausgezeichnet wurde. Sie lässt das Publikum aktiv und ganz buchstäblich an der Gestaltung eines Konzerts „mitmischen“.
Das UFO
Der von raumlabor berlin entwickelte mobile Theaterraum bietet Platz für etwa 30 Gäste. Das Architekturkollektiv, das Anfang September 2021 bei der Architektur-Biennale in Venedig für zwei seiner Projekte mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, hat sich für das UFO von einem Raumfahrzeug inspirieren lassen, das sich nach verschiedenen Seiten öffnet. Je nach Bedarf kann es kleinere Experimentier- und Begegnungsräume an- und abdocken, z. B. einen Bauwagen mit Tonstudio oder eine transparente Blase, so dass es vielfältige Interaktionen zwischen den künstlerischen Teams und dem Publikum ermöglicht.
Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat Wuppertal gefördert.
Aktuelle Informationen zum UFO – Junge Oper Urban sind auf der Website www.operamrhein.de hinterlegt. In der Rubrik „Satellit“ finden Kinder dort auch einen digitalen Spielplatz, auf dem sie das UFO selbst konfigurieren und unterschiedliche Klänge erzeugen können.