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Carl Zuckmayers »Der Hauptmann von Köpenick«, Theater Kiel

Premiere Fr | 16. Mai & Sa | 17. Mai 2014 | 20 Uhr | Schauspielhaus Kiel. -----

Wilhelm Voigt ist auf der Suche nach Arbeit, doch das ist gar nicht so einfach. Dem vorbestraften Schuster ohne Papiere wird die Aufenthaltsgenehmigung verweigert, solange er arbeitslos ist – und Arbeit findet er nur, wenn er eine Aufenthaltsgenehmigung vorzuweisen hat.

Ein Teufelskreis. Um einen Pass zu erhalten, schmiedet er einen Plan. Mit einem Einbruch auf dem Polizeirevier will er sich neue Papiere beschaffen und seine Vorgeschichte aus den Akten löschen. Der Coup geht gründlich schief: Voigt wird geschnappt und landet wieder hinter Gittern. Zehn Jahre später wiederholt sich das Spiel und er steht kurz vor der Ausweisung.

In seiner Verzweiflung kauft er sich in einem Trödelladen eine Hauptmannsuniform. Kaum in diese geschlüpft, verwandelt sich die Welt. Aus dem hoffnungslosen Ex-Sträfling wird ein Ehrenmann, dem

man Respekt entgegenbringt. Dank Uniform und Militärton gelingt es ihm, sich einen Trupp Soldaten zu unterstellen, diese für einen bürokratischen Racheakt gradewegs ins Rathaus von Köpenick zu dirigieren und so das System der Ordnungstreuen und Autoritätshörigen mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.

Es ist die Geschichte eines Mannes gegen ein System. In Zeiten von gefälschten Doktortiteln, Rücktritten und auffliegenden Plagiaten wirkt »Der Hauptmann von Köpenick« auch heute noch wie eine Satire auf unsere Gesellschaft.

Robin Telfer (Regie) wurde 1959 im englischen Middlesbrough geboren, studierte Englische Literatur an der Cambridge University, kam durch ein Stipendium Anfang der 80er Jahre nach Deutschland und lebt heute in Heidelberg. Schon bald nach seiner Ankunft fing er an, mit freien Gruppen zu arbeiten, was zu einem Engagement als Regieassistent am Heidelberger Stadttheater führte. Seit 1986 arbeitet er als freischaffender Regisseur im Schauspiel und seit kurzem auch im Musiktheater, u.a. in Heidelberg, Wien, Darmstadt, Saarbrücken, Köln, Karlsruhe, Wuppertal, Düsseldorf, Wiesbaden und Basel. Er inszeniert eine breites Spektrum von Autoren: zuletzt führter er Regie bei Moritz Rinkes Wir lieben und wissen nichts, William Shakespeares Kaufmann von Venedig , Hans Christian Andersens Die Schneekönigin in eignener Bühnenfassung und Heinrich von Kleists Der Zerbrochne Krug inszeniert. Der Hauptmann von Köpenick ist seine erste Arbeit in Kiel.

Regie Robin Telfer | Ausstattung Steven Koop | Musik Axel Riemann

Mit Marius Borghoff, Jennifer Böhm, Imanuel Humm, Ksch. Rainer Jordan,

Christian Kämpfer, Jessica Ohl, Zacharias Preen, Agnes Richter, Oliver E.

Schönfeld, Felix Zimmer

Karten (0431) - 901 901

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