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Uraufführung Musiktheater: "Der Steppenwolf" von Viktor Åslund nach dem gleichnamigen Roman von Hermann Hesse, Mainfranken Theater Würzburg

Premiere Sa., 7. Mai 2016 | 19.30 Uhr (Einführung 19.00 Uhr) | Großes Haus. -----

Hermann Hesses Roman Der Steppenwolf, der erstmals 1927 erschien, avancierte in den 1960er Jahren zum Kultbuch und ist es bis heute geblieben. Millionenfach aufgelegt in fast allen Ländern der Welt, berührt die Geschichte von Hesses Alter Ego Harry Haller viele Menschen; sie ist Schullektüre und dient nicht selten auch als Inspiration bei der Selbstfindung.

Der 1946 mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Autor behandelt in seinem Bestseller Orientierungslosigkeit und Sinnsuche, Materialismus und den Widerstreit von Intellekt und Triebhaftigkeit. Letztere erhält im Steppenwolf ihre sinnfällige Gestalt.

Im Auftrag des Mainfranken Theaters hat Viktor Åslund diesen Stoff jetzt vertont. Rainer Lewandowskis brillante Adaption von Hesses Roman habe ihm den Weg für ein musikdramatisches Werk geebnet, bei dem ein Dreispartenhaus wie das Mainfranken Theater seine kreativen Ressourcen voll ausschöpfen könne, meint Åslund.

Der schwedische Komponist, Dirigent und Pianist hat sich bei seiner Arbeit von Hesse inspirieren lassen. Sein Anliegen ist es, die literarische Qualität des Stoffs hörbar zu machen. So spielt beispielsweise Jazz eine bedeutende Rolle im Roman Der Steppenwolf – ein Gedanke, den Åslund in seinem Schaffen aufgreift und musikalisch weiterentwickelt. Entsprechend wird in der Würzburger Produktion neben dem Philharmonischen Orchester auch eine Jazz-Combo spielen. Åslunds Klangsprache reicht darüber hinaus bis zu Reminiszenzen ans Musicalfach, an elektronische oder beispielsweise an Filmmusik.

Ebenso ist Tanz ein zentrales Thema der Uraufführung. In der Inszenierung von Würzburgs Ballettdirektorin Anna Vita, die hier ihr Debüt als Opernregisseurin gibt, werden die bildhafte Sprache Hermann Hesses und Lewandowskis Libretto in bewegte und bewegende Szenen umgesetzt. Die 1920er Jahre, geprägt von kulturellen und gesellschaftlichen Umbrüchen, bilden den Rahmen für das Bühnengeschehen und die Ästhetik.

Ballettdirektorin Anna Vita gibt bei der Produktion ihr Debüt als Opernregisseurin.

Text von Rainer Lewandowski

Musikalische Leitung: Sebastian Beckedorf

Regie: Anna Vita

Bühne und Kostüme: Verena Hemmerlein

Choreinstudierung: Michael Clark

Dramaturgie: Christoph Blitt

Mit: Polina Artsis, Bryan Boyce, Silke Evers, Daniel Fiolka, Anja Gutgesell, Rupert Markthaler, Barbara Schöller, Joshua Whitener

Philharmonisches Orchester Würzburg

Opernchor, Ballettcompagnie und Komparserie des Mainfranken Theaters Würzburg

Weitere Termine:

11.05. | 21.05. | 31.05. | 02.06. | 15.06. | 17.06. | 01.07

Weitere Informationen und Tickets (Webshop) unter www.theaterwuerzburg.de bzw. www.theaterwuerzburg.de/webshop. Theaterkasse: Tel. (0931) 3908-124 | karten@theaterwuerzburg.de.

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