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Uraufführung: Inferno von Peter Weiss im Staatsstheater Karlsruhe

21.01.2008

26.1.2008 um 19.30 Uhr im Schausöielhaus

Der Dichter Dante, der Vernichtungsmaschinerie entkommen, kehrt aus dem Exil zurück in das Land der unbestraften und immer noch mächtigen Täter.

Der Überlebende verweigert sich dem zynischen Integrationsversuch - die Macht zeigt ihre Krallen. Unverhohlen verweist Peter Weiss auf das deutsche Inferno: sowohl auf den Holocaust selbst als auch auf die latente Vernichtungsdrohung einer postfaschistischen bürgerlich-kapitalistischen Nachkriegsgesellschaft.

"Inferno" war als erster Teil einer Trilogie konzipiert, die sich an Dantes "Divina Commedia" orientierte und ein Welttheater über den Kapitalismus gestalten wollte. Der dritte Teil, "Paradiso", trat unter dem Titel "Die Ermittlung", ein dokumentarisches Drama über die Frankfurter Auschwitzprozesse, in den 60er Jahren seinen Siegeszug über die deutschen Bühnen an.

Das Badische Staatsschauspiel präsentiert als Uraufführung das im Nachlass entdeckte Stück von 1964, das zwar als Oper in einer Fassung von Johannes Kalitzke 2005 am Theater Bremen gezeigt wurde, als Schauspiel aber, als das es konzipiert ist, noch nie zu sehen war: "Inferno", ein Text in 33 Gesängen.

nszenierung:

Thomas Krupa

Ausstattung:

Valerie von Stillfried

Co-Bühnenbild:

Katja Reetz

Musik:

Mark Polscher

Dramaturgie:

Tilman Neuffer

Regieassistenz:

Matthias Bauerkamp

Dante Alighieri:

Staatsschauspieler Sebastian Kreutz

Vergil tritt auch auf als Lateiner und Giotto:

Staatsschauspieler Stefan Viering

Beatrice:

Annika Martens

Chef tritt auch auf als Charon, Minos, Pluto, Phlegias, Minotaurus, Futschi, Odysseus, Montefeltro:

Timo Tank

Figur 1 tritt auch auf als Luchs:

Jochen Neupert

Figur 2 tritt auch auf als Löwe:

Thomas Schrimm

Figur 3 tritt auch auf als Wölfin und Medusa:

Eva Derleder

Figur 4:

Ursula Grossenbacher

Figur 5:

Thomas Birnstiel

Figur 6:

Teresa Trauth

Tschacko, Filipp, Patzo, Capaneus, Geryon:

André Wagner

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