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Uraufführung: "Ein Gedächtnis für das Vergessen" nach Machmud Darwisch (1941–2008), Theater Krefeld und Mönchengladbach

Premiere: 21. September 2013, 20 Uhr, Fabrik Heeder, Krefeld im Rahmen der Reihe Außereuropäisches Theater. -----

Machmud Darwisch beschreibt einen Tag im August 1982 während der israelischen Belagerung von Beirut. Schon der Beginn des Tages ist schwierig für den Erzähler:

Wegen des Bombenangriffs ist es zu gefährlich, die Küche der Wohnung zu betreten.

Doch was ist ein Morgen ohne eine duftende Tasse Kaffee? Berührend und poetisch verbindet Machmud Darwisch, der als herausragendster Dichter des palästinensischen Volkes gilt, alltägliche Geschehnisse mit Gedanken zur Situation im Mittleren Osten.

Zeitlebens setzte Darwisch sich für ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern ein,

gleichzeitig war er ein scharfer Kritiker der israelischen Politik und der palästinensischen Führung.

Thema der Reihe Außereuropäisches Theater ist diesmal die ReEexion über die Auseinandersetzungen

im arabischen Raum, die 2010 als „Arabischer Frühling“ begannen.

Die Regisseurin und Schauspielerin Maya Zbib ist Mitglied des Beiruter Theaterkollektivs Zoukak. Neben

Inszenierungen wie Hamletmaschine (2009) von Heiner Müller und Silk Thread (2012), einer Auseinandersetzung mit Gewalt und Geschlechterbildern im arabischen Märchen, gibt sie unter anderem

Theaterworkshops für Menschen im Libanon, die direkt oder indirekt vom Krieg betroffen sind.

Dramatisierung von Maya Zbib/Omar Abi Azar Deutsch von Kristina Stock

Regie: Maya Zbib

Bühne und Kostüme: Lydia Merkel

Dramaturgie: Barbara Kastner

Mit: Eva Spott; Daniel Minetti, Bruno Winzen

Weitere Termine: 22.9., 5., 8., 20., 29.10., 4., 21.12.2013

Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr.

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