Es besteht kein Kontakt zu anderen Menschen, außer zu Nagg und Nell, Hamms Eltern, die etwas abseits in Mülleimern hausen. So existieren die vier Figuren in einem Raum und sitzen ihre Zeit ab. Ein Gefühl des Wartens stellt sich ein, doch worauf? Was erwartet sie und was sind ihre Möglichkeiten, um weiterhin zu leben?
ENDSPIEL, 1957 in London uraufgeführt, ist ein Stück über Leben, Loslassen und Auflösung. Adorno nannte es eine »Parodie auf den Existentialismus«.
Inszenierung & Ausstattung: Max Claessen
Dramaturgie: Barbara Bily / Michael Letmathe
Mitwirkende:
Clov (Frank-Peter Dettmann), Hamm (Wilhelm Schlotterer)
Weitere Vorstellungen im September:
Samstag, 14. September, 19.30 Uhr, U2
Samstag, 21. September, 18.00 Uhr, U2
Theater Münster: ENDSPIEL von Samuel Beckett
Premiere: Donnerstag, 12. September, 19.30 Uhr U2
06.09.2019
Hamm, der Herr im Haus; Clov, der Diener. Hamm ist an den Sessel gefesselt und blind; Clov unfähig, sich zu setzen. Die Welt außerhalb der Wohnung ist durch eine Katastrophe vernichtet. Der Diener versorgt den Herrn, doch nach und nach schwinden die Vorräte. Clov, der für Hamm die trostlose Welt durch die Fenster betrachtet, spricht oft davon, ihn zu verlassen. Jedes Mal wird er jedoch von dessen simpler Erwiderung zurückgehalten: »Du kannst mich nicht verlassen.«


