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"KABBALA - Und nun war es in der Mitte der Nacht" - Oratorium in hebräischer Sprache von René Clemencic (1992) - sirene Operntheater bei Wien Modern 2022 und Planetarium Wien"KABBALA - Und nun war es in der Mitte der Nacht" - Oratorium in hebräischer..."KABBALA - Und nun war...

"KABBALA - Und nun war es in der Mitte der Nacht" - Oratorium in hebräischer Sprache von René Clemencic (1992) - sirene Operntheater bei Wien Modern 2022 und Planetarium Wien

Premiere 31. Oktober 2022, 20:00 Uhr, Planetarium Wien (Prater), Oswald Thomas-Platz 1, 1020 Wien

René Clemencic hat seine Kabbala 1992 für das legendäre zweite Mittelfest in Cividale del Friuli komponiert. Das

Oratorium zählte damals zu den herausragenden Produktionen. Kabbala oder Die vertauschten Schlüssel zu den 600.000 Gemächern des Schlosses ist für fünf Gesangssolisten – zwei Countertenöre, zwei Tenöre und einen Bassbariton sowie sechs Instrumentalisten (Trompete, drei Posaunen und zwei Schlagwerker) geschrieben und basiert auf einem Text in hebräischer Sprache.

 

Copyright: sirene Operntheater

Das hebräische Wort Kabbala bedeutet wörtlich „Überlieferung“. Sie ist das Fundament der jüdischen Mystik. In ihrer tiefsten Tiefe geht sie über alles spezifisch Jüdische hinaus und spricht vom Menschen und seinem Weg durch Zeiten und Welten, seinem Ausgesetztsein, seiner Gottesferne, der Entfernung vom eigenen Selbst und seiner Rückkehr ins himmlische Jerusalem.

René Clemencic ist 2022 im Alter von 94 Jahren verstorben. Er war Komponist, Dirigent, Flötenvirtuose, Gründer und Leiter des Clemencic Consort, Musikwissenschaftler und Schriftsteller, gelernter Philosoph sowie Sammler von emblematischen Büchern und Skulpturen. Er gab weltweit Konzerte und erhielt zahlreiche internationale Preise.

In seinen Kompositionen geht es ihm in erster Linie um Klangsymbolik, wobei er Klänge und Klangkomplexe als akustische Zeichen und Chiffren für innere Erlebnisse und Erfahrungen einsetzt. Immer folgt er konsequent seinem eigenen Duktus, unverwechselbar archaisch und darin zugleich sehr modern. Ihm geht es weniger um Ästhetik als um unmittelbare klangliche Wirkung. Die Begleitung der Singstimmen ist abwechslungsreich und phantasievoll gestaltet. Besonders die Posaunen in den tiefen Lagen sind ein wirkungsvoller Kontrast zur Tenorlage der hohen Männerstimmen. Das umfangreiche Schlagzeugarsenal kommt äusserst differenziert zum Einsatz.

In Zusammenarbeit laden die Teams des Wiener Planetariums und des sirene Operntheaters bei Wien Modern zu einer phantastischen Reise durch das Universum.

Countertenor. Nicholas Spanos
Countertenor. Bernhard Landauer
Tenor. Gernot Heinrich
Tenor. Richard Klein
Bassbariton. Colin Mason
Trompete. Gerald Grün
Posaunen. Werner Hackl. Peter Kautzky. Christian Troyer
Schlagwerk. Robin Prischink. Adina Radu
Musikalische Leitung. François‐Pierre Descamps

Konzept und Dramaturgie. Kristine Tornquist
Animation. Germano Milite. Michael Feuchtinger
Astrophysik und Programmierung. Michael Feuchtinger. Konstantin Kirner. Hannes Richter
Produktion Planetarium. Angelika Pointner
Produktion sirene. Claudia Haber. Jury Everhartz

SCIENCE - Vorträge zu Astronomie, Astrophysik und Kabbala
jeweils 19:00 Uhr vor den Vorstellungen

04.11.2022 20.00 Uhr Planetarium Wien (Prater) / Wien Modern
08.11.2022 20.00 Uhr  Planetarium Wien (Prater) / Wien Modern
11.11.2022 20.00 Uhr  Planetarium Wien (Prater) / Wien Modern
13.11.2022 20.00 Uhr  Planetarium Wien (Prater) / Wien Modern
17.11.2022 20.00 Uhr  Planetarium Wien (Prater) / Wien Modern
19.11.2022 20.00 Uhr  Planetarium Wien (Prater) / Wien Modern
12.01.2023 20.00 Uhr  Planetarium Wien (Prater)
14.01.2023 20.00 Uhr  Planetarium Wien (Prater)

 

 

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