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"Elektra" von Richard Strauss im Tiroler Landestheater Innsbruck

Premiere am Samstag, 2. April 2011, 19.30 Uhr, Großes Haus. --

Elektra ist besessen von dem Gedanken, den Mord an ihrem Vater Agamemnon zu rächen. Hatte doch ihre Mutter Klytämnestra gemeinsam mit ihrem Liebhaber Ägisth ihren Gatten bei dessen Rückkehr aus Troja umgebracht.

Zwar versucht Chrysothemis, ihre Schwester von ihrem Rachegedanken abzulenken, doch als ihr Bruder Orest nach jahrelanger Abwesenheit zurückkehrt, wittert Elektra ihre Chance. Gemeinsam üben sie blutige Rache.

Ursprünglich wollte Richard Strauss nach Salome eine komische Oper schreiben, doch es fehlte ihm der geeignete Stoff. Und wie bei Salome gab eine Aufführung Max Reinhardts in Berlin den Anstoß, ein Schauspiel, diesmal von Hugo von Hofmanns-thal, als Vorlage füreine neue Oper zu nehmen. Diese erste Zusammenarbeit des Komponisten mit dem kongenialen Librettisten erwies sich als äußerst fruchtbar und sollte bis zu Hofmannsthals

Tod dauern.

Der beklemmend-schauerliche Stoff, den Hofmannsthal mit höchster sprachlicher Qualität gestaltet hatte, gewinnt durch Strauss’ verstörende Musik noch zusätzlich an Wirkungskraft. Sie ist von unerbittlicher, mitunter brutaler Härte und wilder als die der Salome. In keinem Werk ist Strauss der musikalischen Moderne so nah wie in Elektra. Doch die harmonischen Kühnheiten seiner Musik, die bis an die Grenzen der Tonalität geht, haben immer eine klare Funktion: Sie drücken die nervösen Seelenzustände Elektras und Klytämnestras aus.

Strauss arbeitet mit einer bis zum Zerreißen angespannten Musik, um die bis zum Zerreißen angespannte Konfliktsituation im Stück akustisch erfahrbar zu machen. Daher zählen die drei Frauenrollen auch bis heute zu den anspruchsvollsten und forderndsten Partien des dramatischen Repertoires.

Bei der Uraufführung am 25.1.1909 in Dresden erkannte man die ungeheure Wirkungskraft und Neuheit der Musik, die sich schnell durchsetzte, so dass Elektra schon bald auf allen großen Bühnen gespielt wurde. „…der Wunsch, dieses dämonische, ekstatische Griechentum des 6. Jahrhunderts Winckelmannschen Römerkopien und Goethescher Humanität entgegenzustellen, gewann das Übergewicht über die Bedenken, und so ist Elektra sogar noch eine Steigerung geworden in der Geschlossenheit des Aufbaus, in der Gewalt der Steigerungen…“

Richard Strauss

Libretto von Hugo von Hofmannsthal nach Sophokles

halbszenische Aufführung

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch

Chefdirigent des TSOI

Szenische Betreuung: Brigitte Fassbaender

Ausstattung: Michael D. Zimmermann

Ausstattungsleiter der Kammerspiele und Leiter der Kostümabteilung am TLT

Mit:

Elektra ……………………Barbara Schneider-Hofstetter

Klytemnästra …………… Anne Pellekorne

Chrysothemis ……………Susanna von der Burg

Aegisth ………………… Ansgar Matthes

Orest …………………… Joachim Seipp

Der Pfleger……………... Sebastian Kroggel

Die Vertraute ………….. Sophie Mitterhuber / Jolanta Szunejko

Die Schleppträgerin …… Susanne Langbein / Renate Fankhauser

1. Magd ………………… Anne Schuldt

2. Magd ………………… Lysianne Tremblay

3. Magd ………………… Kristina Cosumano

4. Magd ………………… Sophie Mitterhuber / Christine Buffle

5. Magd ………………… Anja Scholz / Susanne Langbein

Aufseherin ……………… Jennifer Chamandy

Junger Diener …………. Martin Mitterrutzner

Alter Diener ……………. Ulrich Burdack

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck

Chor des TLT

Weitere Vorstellungen:

April: 10., 30.

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