Im Zentrum ein Konglomerat dubioser Figuren, verbunden in Unzufriedenheit, verstrickt in Abhängigkeiten, verhaftet in Überzeugungen: Zwischen revolutionärem Machtwillen, einem das Chaos herbeiwünschendem Nihilismus und dem wahnhaften Wunsch nach einem charismatischen Führer scheint alles möglich.
Fjodor Dostojewski lässt in seinem von wahren Begebenheiten inspirierten Welterfolg die Vielstimmigkeit verschiedenster Ideologien aufeinanderprallen. Im Widerstreit der Überzeugungen verrohen die Sitten zu einem Klima der Skrupellosigkeit, das jede Moral hinter sich lässt und in dem jedes Mittel zur Durchsetzung der Ideen recht erscheint: auch die strategische Anwendung von Gewalt. Nicht von ungefähr scheinen bei Dostojewski die Dämonen von Terror, Krieg und Populismus auf.
Besetzung
Übersetzung „Böse Geister“ von Swetlana Geier. Bühnenfassung von Sascha Hawemann und Dirk Baumann
Mit: Andreas Beck, Jakob Benkhofer, Christian Freund, Ekkehard Freye, Frank Genser, Annou Reiners, Uwe Schmieder, Alexandra Sinelnikova, Friederike Tiefenbacher
Regie: Sascha Hawemann
Bühne: Wolf Gutjahr
Kostüme: Hildegard Altmeyer
Live-Musik: Xell
Dramaturgie: Dirk Baumann
Licht: Sibylle Stuck
Ton: Gertfried Lammersdorf, Jörn Michutta
Regieassistenz: Bjarne Gedrath
Bühnenbildassistenz: Christiane Thomas, Anita Ackva
Kostümassistenz: Friederike Wörner
Inspizienz: Tilla Wienand
Soufflage: Violetta Ziegler
Hospitanz: Mareike Fiege
6., 13., 21. Dezember 2019 – Schauspielhaus immer bereits um 18 Uhr!
Uraufführung: "Die Dämonen" nach dem gleichnamigen Roman von Fjodor M. Dostojewski - Theater Dortmund
Premiere 29. November 2019,19:30 Uhr, Schauspielhaus
26.11.2019
„Was behagt Ihnen mehr: im Schildkrötentempo durch den Sumpf zu kriechen oder mit Volldampf über den Sumpf hinwegzubrausen?“--- Dostojewskis Klassiker der Weltliteratur auf der Bühne! In einem russischen Provinznest liegt etwas in der Luft: die Hoffnung auf Veränderung und die Chance auf Neues. Fjodor Dostojewski fängt in seinem monumentalen Roman die Stimmung eines Landes und einer Gesellschaft ein, die weiß, dass alles anders werden kann – aber orientierungslos zwischen den Alternativen umherirrt.

