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Ballett: "Glaube – Liebe – Hoffnung" - Ballette von Guillaume Hulot, Medhi Walerski und Marco Goecke - Niedersächsische Staatstheater Hannover

Premiere: Sa 11.02., 19:30 Uhr, Opernhaus

05.02.2023
Kategorien: Ballett, Deutschland, News

Woran glauben wir? Was gibt uns Hoffnung? Welche Rolle spielt Liebe in unserem Leben? Die drei zeitgenössischen Choreografen des Ballettabends Glaube – Liebe– Hoffnung suchen nach ihren eigenen Antworten auf diese Fragen.

© Oliver Farys

„Kann ich eine Mutter sein?“, fragt sich Guillaume Hulot zu Beginn seiner Neukreation M I L K. Dass er die Frage zunächst instinktiv verneint, bringt ihn zum Nachdenken: Ist die Rolle der Mutter nur an ein Geschlecht gebunden? Im Ballettsaal erforscht er diese Frage gemeinsam mit den Tänzer:innen und taucht tiefer in das Thema ein: Inwiefern hat mich meine Mutter beeinflusst? Wer wäre ich ohne sie? Was bedeutet Mutterschaft? In seiner Choreografie treffen die Klänge von Wolfgang Amadeus Mozarts Variationen über das französische Volkslied „Ah! vous dirai-je, Maman“ (deutsch „Ach! Soll ich Ihnen sagen, Mama“) auf die der englischen Rockband The Police.
 
Medhi Walerski, dem Publikum in Hannover bereits durch das Ballett Prélude bekannt, möchte mit seiner poetischen Tanzsprache dem Unsichtbaren und Ungreifbaren eine Gestalt geben. Zu Beginn der Kreationsphase von Sway stand für ihn die Frage: Was ist Hoffnung? Fließende, harmonische Wechsel zwischen der Gruppe und Einzelnen verleihen der Choreografie etwas Geheimnisvolles und Zeitloses. Begleitet wird das Ballett von einer Auftragskomposition des jungen belgischen Sounddesigners Adrien Cronet, welcher Johann Sebastian Bachs Musik in unsere Gegenwart überträgt.
 
Marco Goecke hat sich entschieden, dem Publikum eine seiner früheren Arbeiten aus dem Jahr 2014 vorzustellen: In Hello Earth scheint der Choreograf von weit weg auf unsere Erde zu blicken. Aus dieser Außenperspektive betrachtet erscheinen viele Dinge in einem anderen Licht. Dies lädt auch das Publikum ein, darüber nachzudenken, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist. „Es gibt keine Zweitbesetzung für dein Leben. Wohin entscheidest du dich zu gehen? Wir sind nur ein Wimpernschlag im Universum“, so Marco Goecke während der Proben.
 
Stab und Besetzung

M I L K (Uraufführung)
Choreografie Guillaume Hulot Bühne Takaya Kobayashi Kostüme Marvin M'toumo Licht Elana Siberski

Sway
Choreografie, Bühne, Kostüme Medhi Walerski Licht Pierre Pontvianne in Zusammenarbeit mit Lizette van der Linden Dramaturgie Pierre Pontvianne
 
Hello Earth
Choreografie, Bühne, Kostüme Marco Goecke Licht Udo Haberland Dramaturgie Nadja Kadel
 
Mit Staatsballett Hannover

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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