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Anton Tschechow, DER HEIRATSANTRAG / DER BÄR, Mainfranken Theater Würzburg

Premiere: 15. September 2013, 20.00 Uhr, Kammerspiele. -----

Entstanden 1888 und 1889 stehen diese beiden Miniaturdramen zu Beginn von Tschechows dramatischen Werk und haben bis heute nichts von ihrem Witz und ihrer Spannung eingebüßt.

In Der Heiratsantrag versucht der junge, leicht cholerische Gutsbesitzer Lomow der Tochter seines Nachbarn einen Heiratsantrag zu machen. Höchst erfreut sagt dieser zu und holt seine Tochter. Doch als Lomow etwas umständlich sein Anliegen hervorbringt, geraten die beiden in einen heftigen Streit über ihre Besitztümer. Der künftige Brautvater hat Mühe, die beiden Streithähne zu beschwichtigen.

Auch in der Komödie Der Bär ist ein unerwarteter Besuch der Auslöser einer grotesken Situation: Die trauernde Witwe Popowa gibt sich voll und ganz der Erinnerung an ihren verstorbenen Mann hin. Als jedoch der Gutsbesitzer Smirnow in ihr Haus stürmt, um eine offene Geldschuld des Toten einzutreiben, ist ihre Empörung darüber groß und veranlasst sie zu wütenden Ausfällen. Zwischen beiden entspinnt sich ein heftiger Streit, der schließlich in einem Duell ausgetragen werden soll.

In den beiden komödiantisch-bühnenwirksamen Miniaturdramen stellt Tschechow seine Meisterschaft in einem mitreißenden derben Humor unter Beweis.

Regisseur Philipp Kugler feiert mit der Inszenierung der beiden Tschechow-Stücke am Mainfranken Theater Würzburg sein Debüt. Erste Regiearbeiten hat er am Staatstheater Mainz vorgelegt, zum Beispiel die Uraufführung von Andreas Marbers Seine Braut war das Meer und sie umschlang ihn. Maria Brendel, die zuletzt in William Shakespeares König Lear (Regie Stephan Suschke) in Würzburg zu sehen war, ist in verschiedenen Rollen zu erleben. Daneben stellen sich zwei neue Ensemblemitglieder dem Würzburger Publikum vor: Claudia Kraus war unter anderem am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, am Theater Chemnitz, am Saarländischen Staatstheater und zuletzt am Schauspiel Bonn engagiert. Der Schauspieler Alexander Hetterle stand unter anderem im Maxim Gorki Theater Berlin, im Schauspiel Hannover und zuletzt bei den Stachelschweinen in Berlin auf der Bühne.

TEAM

Regie: Philipp Kugler

Bühne und Kostüme: Kristopher Kempf

Dramaturgie: Roland Marzinowski

MIT

Stepan Stepanowitsch Tschubukow, Gutsbesitzer / Luka, Lakai der Popowa: Maria Brendel

Natalja Stepanowna, Tschubukows Tochter / Jelena Iwanowna Popowa, junge Witwe: Claudia Kraus

Iwan Wassiljewitsch Lomow, Tschubukows Nachbar / Grigorij Stepanowitsch Smirnow, Gutsbesitzer: Alexander Hetterle

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