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Uraufführung: "Die Gastfremden", Schauspiel von Ivna Žic im Theater St. Gallen

Premiere Donnerstag, 10. September 2020, 20 Uhr, Lokremise St.Gallen

03.09.2020
Kategorien: Schweiz, News, Schauspiel

Stückauftrag des Theaters St.Gallen. Mit Die Gastfremden hat Ivna Žic ein Stück über Migration geschrieben, das über ihre eigene persönliche Geschichte hinaus reicht. Ivna Žic ist 1986 in Zagreb geboren und im Kinderalter mit ihren Eltern nach Zürich gekommen. Ihr Stück ist von eigenen Erfahrungen mit dem Thema Migration genährt, gleichzeitig aber geht es weit über die persönliche Geschichte hinaus. Immer wieder habe sie sich die Frage gestellt, wie lange jemand eigentlich in einem Land Gast bleibe, sagt Ivna Žic: „Mir scheint, dass zu oft der Fokus bei der Ankunft liegt, nicht bei der Dauer, beim tatsächlichen Leben in einem anderen Land.“

Darüber habe sie nachdenken und schreiben wollen. Sie führte in der Folge zahlreiche Gespräche mit unterschiedlichen Generationen und Menschen in der Schweiz.  

In Die Gastfremden erzählt Ivna Žic Geschichten eingewanderter Familien in erster und zweiter Generation, schildert ihre Erfahrungen, Erlebnisse, Gefühle und Perspektiven. Das Stück geht jedoch nicht auf individuelle Schicksale und die Gründe der Migration ein, sondern beschreibt Migration über die Alltäglichkeiten des Familienlebens. Es gibt keine realen, psychologischen Figuren und fixen Rollenverteilungen, sondern einfach Eltern und Kinder, Innen- und Aussenwelt.

Christina Rast, die am Theater St.Gallen bereits bildgewaltig Matto regiert nach Friedrich Glauser inszeniert hat, setzt das Stück mit ihrer hochmusikalischen und sinnlichen Regiehandschrift in Szene. Als Ausstatterin steht ihr ihre Schwester Franziska Rast zur Seite. Die Musik schrieb Franziska Bruecker, die sie auch selber live auf der Bühne interpretieren wird. Es spielen Birgit Bücker, Tabea Buser, Pascale Pfeuti, Tobias Graupner und Christian Hettkamp vom Schauspielensemble des Theaters St.Gallen.

Mit Die Gastfremden führt das Theater St.Gallen seine Reihe von Stücken mit aktuellen politischen Schweizer Themen von Schweizer Autorinnen und Autoren fort. Es handelt sich nach Das Schweigen der Schweiz, Lugano Paradiso und Verminte Seelen um das vierte Auftragswerk unter der Leitung von Schauspieldirektor Jonas Knecht.

Inszenierung                Christina Rast
Ausstattung                Franziska Rast
Licht                    Rolf Irmer
Musik                    Franziska Bruecker
Dramaturgie                Anja Horst

Besetzung                Birgit Bücker
                    Tabea Buser
                    Tobias Graupner
                    Christian Hettkamp
Pascale Pfeuti
                    Franziska Bruecker (Live-Musik)

Einführungsmatinee
Sonntag, 6. September 2020, 11 Uhr, Lokremise

Vorstellungen
Donnerstag, 10. September 2020, 20 Uhr (Uraufführung)
Samstag, 12. September 2020, 15 Uhr (im Rahmen des LOK-Jubiläums, Eintritt frei)
Mittwoch, 16. September 2020, 20 Uhr
Samstag, 19. September 2020, 20 Uhr
Dienstag, 22. September 2020, 20 Uhr
Donnerstag, 24. September 2020, 20 Uhr
Dienstag, 20. Oktober 2020, 20 Uhr
Samstag, 24. Oktober 2020, 20 Uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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